Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Eigene Schuld - fremde Schuld

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Nordrheiner, im Unterforum Liebe schreibst du sehr gute Beiträge. Bist ein guter Analyst. Meine Hochachtung dafür.

Wenn es jedoch um Gesellschaft geht, dann scheinst du ein paar Dinge noch nicht so recht verstanden zu haben, was natürlich nur meine persönliche Sicht der Dinge ist.

Hinsichtlich Gesellschaft habe ich verstanden, dass die Gesellschaft nie aus der Schuld-Nummer rauskommt, weil es zuviele Situationen gibt, in denen jede Entscheidung zu einem berechtigten Schuldvorwurf führt.

Beispiel: Flüchtlingsstrom nach Deutschland

Es sind derzeit ca. 60 Mio. Menschen weltweit auf der Flucht. Viele Menschen wollen nach Deutschland. Es ist klar, dass wir nicht alle Flüchtlinge aufnehmen und menschengerecht versorgen können. Also werden Grenzen rechtlicher und physischer Art aufgestellt. Damit werden Menschen ihrem Schicksal überlassen. Sie kommen aus Kriegs- und aus absoluten Armutsgebieten zu uns. Und dahin „schicken“ wir sie wieder zurück? Damit machen wir uns zu Mitschuldigen an menschlicher Not.

Wir machen es uns politisch insofern einfach, weil auch Kriegsgebiete wie Afghanistan auf einmal als „sicheres Land“ definiert werden. Mit solchen Definitionen lügen sich Politiker in die Tasche. Aber Schuld lässt sich nicht wegdefinieren.

Schuld macht vor Landesgrenzen nicht Halt. Schuld ist im System der Gesellschaft enthalten.

Wenn Du so viel mehr von Gesellschaft verstehst – dann frage ich Dich: Gesellschaft ohne Schuld, könnte das überhaupt möglich sein – und wenn ja, wie?
 
Kriege und Ungerechtigkeiten wiederum, gibt es nicht, weil es nur einen einzigen Kriegstreiber oder einen einzigen Ungerechten gibt. Es sind viele.

Gehe einfach nur auf die Straße und schaue dich um.

Diese Menschen wirst du in 10 Leben nicht ändern.

Wenn überhaupt, dann müssen sie selbst es tun, nicht du.

Das ist nun überhaupt nicht nachvollziehbar: Nur weil es mehr als einen Kriegstreiber oder mehr als einen Ungerechten gibt, gibt es keine Ungerechtigkeiten? ??? Da sehe ich die Logik nicht. Ich vermute, Du wolltest etwas anderes sagen. Aber was?

Natürlich werde ich keine Menschen ändern. Das sehe ich auch nicht an meine Aufgabe an.

Du meinst, Menschen müssten sich selbst ändern? Ich denke, das ist eine Aufgabe, an der Menschen scheitern.
Das erste Hindernis auf dem Weg sich selbst zu ändern liegt doch wohl darin, dass Menschen oft nicht besser sind als die Politiker, die sie so gerne kritisieren. Schuldhaftes Handeln oder Unterlassen wird nur beim anderen gesehen, wenn überhaupt.

Und manchmal scheint es mir so zu sein, dass selbst erlebtes Unglück als Rechtfertigung angesehen wird, anderen Menschen mit Hass zu begegnen bzw. sich menschenfeindlich zu verhalten.
 
Wenn du die Lösung aller Probleme parat hat lass hören, ich bin gespannt.

Es ist nicht so, dass es keine generelle Lösung gäbe. Es ist eine Lösung, die jeden Menschen in einen grundsätzlichen Veränderungsprozess einbezieht. Dieser Veränderungsprozess greift dann, wenn Menschen bewusst sich selbst nicht mehr als die höchste Instanz sehen, gut und böse zu definieren.

Bist Du dazu bereit?
 
Es ist nicht so, dass es keine generelle Lösung gäbe. Es ist eine Lösung, die jeden Menschen in einen grundsätzlichen Veränderungsprozess einbezieht. Dieser Veränderungsprozess greift dann, wenn Menschen bewusst sich selbst nicht mehr als die höchste Instanz sehen, gut und böse zu definieren.

Bist Du dazu bereit?


Mit anderen Worten glaube an Gott und alles ist gut?
 
Wenn du die Lösung aller Probleme parat hat lass hören, ich bin gespannt.

Es ist nicht so, dass es keine generelle Lösung gäbe. Es ist eine Lösung, die jeden Menschen in einen grundsätzlichen Veränderungsprozess einbezieht. Dieser Veränderungsprozess greift dann, wenn Menschen bewusst sich selbst nicht mehr als die höchste Instanz sehen, gut und böse zu definieren.

Bist Du dazu bereit?

Mit anderen Worten glaube an Gott und alles ist gut?

Auf keinen Fall ist "an Gott glauben" die Lösung. An Gott glauben - das tun viele Menschen, sogar die islamischen Terroristen und auch der Teufel glaubt an Gott.

Ich schrieb doch, dass die Lösung dann möglich ist, wenn Menschen in einem Veränderungsprozess einbezogen sind, bei dem der Mensch sich selbst nicht mehr als höchste Instanz betrachtet.
 
Auf keinen Fall ist "an Gott glauben" die Lösung. An Gott glauben - das tun viele Menschen, sogar die islamischen Terroristen und auch der Teufel glaubt an Gott.

Ich schrieb doch, dass die Lösung dann möglich ist, wenn Menschen in einem Veränderungsprozess einbezogen sind, bei dem der Mensch sich selbst nicht mehr als höchste Instanz betrachtet.

Kannst du dies näher erklären?
 
Hallo, Shorn,

ich versuch‘ es.

Stell‘ Dir einen Kreis vor. In der Mitte steht das Ich. Das Ich bestimmt was ihm wichtig ist. Und im Kreis um das Ich herum sind diese Wichtigkeiten angeordnet. Je nach Interesse sind das materielle oder immaterielle Werte. Menschen, Tiere, Beruf, Geld, Ansehen, soziale oder auch religiöse Aktivitäten. Das Ich ist Herr im Leben des Menschen. Solange das Ich „Herr im Hause“ ist, bleibt Schuld systemimmanent. (Siehe dazu mein voriges Beispiel – meine Antwort an Tsunami, Beitrag 942).

Jesus sagte (in meinen Worten): Was nennst Du mich Herr, und tust doch nicht den Willen meines Vaters im Himmel?
Eine gute Frage, oder? Besonders religiöse Menschen wollen das tun, was sie denken, dass Gott es will. Aber auch nicht-religiöse Menschen streben oft nach ethisch-moralisch gutem Leben. Wenn nur der Glaube (das für-wahr- halten) den Unterschied zwischen religiösem und nicht religiösem Menschen ausmacht, stehen sich beide in nichts nach. Der eine Mensch ist eben religiös und glaubt (an irgendwen, irgendwas, ggf. sogar an Gott).

Jesus war nicht nur ein ethisch-moralisches Vorbild, sondern das ethisch-moralische Vorbild. Gott ist das Höchste was wir denken können. Dies bedeutet auch, dass Er auch an Ethik und Moral Maßstäbe legt, die wir nicht erfüllen können. Wie können Menschen annehmen, sie könnten aus eigener Kraft den Willen Gottes erfüllen? Haben wir etwa das Talent zur Perfektion?
Aber Jesus konnte es. Wieso er – aber nicht wir? Der entscheidende Unterschied zwischen Jesus und uns liegt darin, dass Er Gottes Sohn war und ist. In ihm war Gott. In Jesus dominierte nicht das menschliche Ich, sondern Gottes Willen, Gott. Gott tat in und durch Jesus Christus dass, was Menschen unmöglich war und unmöglich ist.

Johannes der Täufer hat es auf den Punkt gebracht, als er bei seiner Begegnung mit Jesus sagte: „Ich muss abnehmen, Er aber muß zunehmen.“

Das ist der Veränderungsprozess, den ich meine. Wir Menschen „müssen“ Jesus Christus, Gott, in uns hineinlassen. Dabei „dürfen“ wir Ihm nicht einen Randplatz anbieten, sozusagen ein Mitspracherecht einräumen, sondern unser Ich räumt seinen Dirigentenplatz und nimmt einen Randplatz ein. Erst dann, wenn Gott Dirigent ist, passiert auch die Veränderung in uns, die Gottes Anspruch an „Gut“ gerecht wird. Dazu sagte Jesus: (Joh. 3, 5 ff): „Amen, ich versichere Dir. „Nur wer von Wasser und Geist geboren wird, kann in Gottes neue Welt hineinkommen. Was Menschen zur Welt bringen, ist und bleibt menschlicher Art.“
Verstehst Du diese Antwort, Shorn?

Es gibt die Erzählung einer Taufe im Mittelalter. Ein Fürst bestimmte, dass alle seine Untertanen sich taufen lassen müssen. Ein junger Ritter hielt bei seiner Taufe seinen rechten Arm über Wasser. Nach seiner Taufe wurde er gefragt, warum er das getan hätte. Er antwortete: „Mit dem rechten Arm führe ich das Schwert. Und darüber bestimme nur ich! Ich lasse mir meinen Entscheidungswillen auch von Gott nicht nehmen“.

Unsere Freiheit lässt sich ohne Schuld nicht leben. Unsere Freiheit ist nicht mit der Macht verbunden, schuldlos zu leben. Wir haben jedoch die Freiheit, von Schuld frei zu werden, wenn wir Gott in unser Leben hineinlassen und wie Johannes der Täufer die Einstellung haben: Ich muss abnehmen, Er aber muss zunehmen.

Ich weiss nicht, ob ich mich verständlich ausgedrückt habe. Wenn nicht, frage nach.
LG, Nordrheiner
 
Hallo, Shorn,

ich versuch‘ es.

Stell‘ Dir einen Kreis vor. In der Mitte steht das Ich. Das Ich bestimmt was ihm wichtig ist. Und im Kreis um das Ich herum sind diese Wichtigkeiten angeordnet. Je nach Interesse sind das materielle oder immaterielle Werte. Menschen, Tiere, Beruf, Geld, Ansehen, soziale oder auch religiöse Aktivitäten. Das Ich ist Herr im Leben des Menschen. Solange das Ich „Herr im Hause“ ist, bleibt Schuld systemimmanent. (Siehe dazu mein voriges Beispiel – meine Antwort an Tsunami, Beitrag 942).

Jesus sagte (in meinen Worten): Was nennst Du mich Herr, und tust doch nicht den Willen meines Vaters im Himmel?
Eine gute Frage, oder? Besonders religiöse Menschen wollen das tun, was sie denken, dass Gott es will. Aber auch nicht-religiöse Menschen streben oft nach ethisch-moralisch gutem Leben. Wenn nur der Glaube (das für-wahr- halten) den Unterschied zwischen religiösem und nicht religiösem Menschen ausmacht, stehen sich beide in nichts nach. Der eine Mensch ist eben religiös und glaubt (an irgendwen, irgendwas, ggf. sogar an Gott).

Jesus war nicht nur ein ethisch-moralisches Vorbild, sondern das ethisch-moralische Vorbild. Gott ist das Höchste was wir denken können. Dies bedeutet auch, dass Er auch an Ethik und Moral Maßstäbe legt, die wir nicht erfüllen können. Wie können Menschen annehmen, sie könnten aus eigener Kraft den Willen Gottes erfüllen? Haben wir etwa das Talent zur Perfektion?
Aber Jesus konnte es. Wieso er – aber nicht wir? Der entscheidende Unterschied zwischen Jesus und uns liegt darin, dass Er Gottes Sohn war und ist. In ihm war Gott. In Jesus dominierte nicht das menschliche Ich, sondern Gottes Willen, Gott. Gott tat in und durch Jesus Christus dass, was Menschen unmöglich war und unmöglich ist.

Johannes der Täufer hat es auf den Punkt gebracht, als er bei seiner Begegnung mit Jesus sagte: „Ich muss abnehmen, Er aber muß zunehmen.“

Das ist der Veränderungsprozess, den ich meine. Wir Menschen „müssen“ Jesus Christus, Gott, in uns hineinlassen. Dabei „dürfen“ wir Ihm nicht einen Randplatz anbieten, sozusagen ein Mitspracherecht einräumen, sondern unser Ich räumt seinen Dirigentenplatz und nimmt einen Randplatz ein. Erst dann, wenn Gott Dirigent ist, passiert auch die Veränderung in uns, die Gottes Anspruch an „Gut“ gerecht wird. Dazu sagte Jesus: (Joh. 3, 5 ff): „Amen, ich versichere Dir. „Nur wer von Wasser und Geist geboren wird, kann in Gottes neue Welt hineinkommen. Was Menschen zur Welt bringen, ist und bleibt menschlicher Art.“
Verstehst Du diese Antwort, Shorn?

Es gibt die Erzählung einer Taufe im Mittelalter. Ein Fürst bestimmte, dass alle seine Untertanen sich taufen lassen müssen. Ein junger Ritter hielt bei seiner Taufe seinen rechten Arm über Wasser. Nach seiner Taufe wurde er gefragt, warum er das getan hätte. Er antwortete: „Mit dem rechten Arm führe ich das Schwert. Und darüber bestimme nur ich! Ich lasse mir meinen Entscheidungswillen auch von Gott nicht nehmen“.

Unsere Freiheit lässt sich ohne Schuld nicht leben. Unsere Freiheit ist nicht mit der Macht verbunden, schuldlos zu leben. Wir haben jedoch die Freiheit, von Schuld frei zu werden, wenn wir Gott in unser Leben hineinlassen und wie Johannes der Täufer die Einstellung haben: Ich muss abnehmen, Er aber muss zunehmen.

Ich weiss nicht, ob ich mich verständlich ausgedrückt habe. Wenn nicht, frage nach.
LG, Nordrheiner

Junger Mann, wenn das das Ergebnis deiner Recherche im Leben ist, dann wundert es mich nicht, dass Menschen dich nicht verstehen und du Menschen nicht verstehst. Wessen Schuld ist das wohl?

~~~

Dein chtistlicher Elfenbeinturm ist gigantisch. Keiner will da hoch und du schaust immer runter. Wenn du das so beibehalten willst, dann mache einfach weiter so.
 
Zuletzt bearbeitet:
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben