Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Ehemann hat keine Empathie

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 131858
  • Datum Start Datum Start
G

Gelöscht 131858

Gast
Hallo, ich habe ein für mich großes Problem mit meinem Ehemann und würde mich freuen wenn ich hier Tipps bekommen könnte und auch wie andere die Situation sehen.

Ich bin seit 14 Jahren mit meinem Mann zusammen und seit 12 Jahren mit ihm verheiratet.
Er ist ein hilfsbereiter Mensch. Vor 6 Jahren haben wir unser erstes Kind bekommen inzwischen haben wir zwei.
Bevor wir Kinder hatten gab es wenig Konflikte. Mir ist damals schon in bestimmten Situationen aufgefallen, dass er sich nicht in andere reinfühlen kann. Und das er nicht auf andere zugeht wenn es Konflikte gibt. Wenn es mir nicht gut ging ich sehr traurig war hat er mich zwar in den Arm genommen aber kein einziges Wort mit mir gesprochen. Auch wenn ich mich gerne unterhalten hätte, das war und ist einfach nicht möglich. Sobald es Konflikte gibt und Gefühle wie Trauer, Angst, Wut da sind dann gibt es keine Lösung mit ihm. Seit den Kindern hat er sich verändert, ist oft launisch. wenn es Konflikte gibt zwischen den Kindern redet er nicht mit ihnen er weiß nicht was er sagen soll. Wenn ein Kind weint und es Trost braucht dann mache ich das. Er würde nicht auf die Idee kommen. Er kann sich auch nicht mit anderen freuen. Und wenn etwas passiert das für mich sehr schlimm war und ich mit ihm darüber reden möchte sagt er nichts. Zum Beispiel: ich wollte gemeinsam mit meinem Sohn ihm Auto meinen anderen Sohn abholen vom Kindergarten. Auf der landstraße kam vor einer Kurve mir plötzlich ein Auto auf meiner Fahrbahn entgegen. Der Mann im Auto hat in wirklich letzter Sekunde nach oben gesehen und konnte noch ausweichen...ich war fix und fertig, ich hatte danach erst Mal ein schlechtes Gefühl wieder ins Auto zu steigen...ich hätte gerne mit meinem Mann drüber geredet er hat mich nur an geschwiegen. Ich hab ihm gesagt dass ich es nicht verstehe das er da absolut nichts zu sagt. Ich und sein Sohn währe an diesem Tag fast verunglückt. Da meinte er nur: ist ja nichts passiert. Er sagt selber von sich, dass er sich nicht in die gefühle anderer hinein versetzen kann. Ihm tun andere auch niemals leid er selbst ist niemals traurig, nur beleidigt ist er oft.Er wurde als Kind von seiner allein erziehenden Mutter emotional vernachlässigt, sie hat nicht mit ihm gesprochen, ihn nie in den Arm genommen. Er hat keine liebe und Zuwendung bekommen, es gab nur Streit und er war oft allein in seinem Zimmer. Konflikte wurde nicht besprochen oder gelößt nie gab es eine versöhnung. Mit 14 ist er zu seiner Oma gezogen. Das er so ist macht mich traurig, weil ich im Moment jemanden bräuchte der meine Gefühle versteht der mir Mut macht. Er kann mir das nicht geben. Wie gehe ich am besten damit um?
 
A

Anzeige

Re: Ehemann hat keine Empathie
.Er wurde als Kind von seiner allein erziehenden Mutter emotional vernachlässigt, sie hat nicht mit ihm gesprochen, ihn nie in den Arm genommen. Er hat keine liebe und Zuwendung bekommen, es gab nur Streit und er war oft allein in seinem Zimmer. Konflikte wurde nicht besprochen oder gelößt nie gab es eine versöhnung.
Hier hast Du doch den Schlüssel.
Er hat das nie erlernt, wie er sich in bestimmten Fällen verhalten sollte.

Wahrscheinlich wäre da eine Therapie hilfreich, aber dieser müsste er sich stellen wollen.
 
Hallo und erstmal herzlich willkommen im Forum 🌸

Mir würde da auch was fehlen in der Partnerschaft. Aber irgendwas scheint Dich ja doch an ihn "gebunden" zu haben. Was war es...oder ist es noch...?

Hat der Partner eine Autismus-Spektrum-Strörung? Oder eine psychische Erkrankung? War er mal in Therapie? Weißt Du da irgendwas?

Es klingt so, als würde es auch nichts bringen, ihn mit zu einer z.B. Paarberatung zu nehmen, da er keinerlei Sinn darin sieht. Wie siehst Du das?

Ehrlich gesagt muss ich da zuerst an die Kinder denken. Es gibt Konflikte und er ignoriert die Kinder daraufhin? Das finde ich wirklich schlimm. Und für mich selbst wäre da eine Grenze erreicht. Die Kinder sind erst 6 und jünger und machen die Erfahrung, dass Papa sie mit Ignoranz bestraft, wenn sie nicht "lieb" sind. Das wäre für mich der Moment, in dem ich dem Partner klar sagen würde, dass er entweder mit zu einer Erziehungsberatungsstelle kommt, um den Umgang mit den Kindern hinzukriegen, oder es geht in die Trennung.

Wenn Du Dir das selbst antust - Du bist erwachsen. Aber die Kinder haben keinerlei Chance und sind auf euch als Eltern angewiesen.
 
Wie gehe ich am besten damit um?
Es akzeptieren?
Du kennst ihn doch nicht erst seit gestern.
Es ist nicht jedem gegeben, sich einzufühlen...im Grunde genommen kann ich ihn verstehen:
Es war eine bedrohliche Situation, aber im Endeffekt ist nichts passiert, also was würde es nützen, da ewig drüber zu reden.
Was hättest Du von ihm erwartet, was er machen sollte?
Wenn es mir nicht gut ging ich sehr traurig war hat er mich zwar in den Arm genommen aber kein einziges Wort mit mir gesprochen.
Wirklich kein einziges?
Oder nur nicht genug für Dich?
 
Das er so ist macht mich traurig, weil ich im Moment jemanden bräuchte der meine Gefühle versteht der mir Mut macht. Er kann mir das nicht geben.
Selbst wenn er sich in irgendeiner Form würde ändern wollen, um für dich die "starke Schulter zu sein".....auf die Schnelle würde er das eh nicht hinkriegen.

Wie gehe ich am besten damit um?
Falls du dich nicht selbst "stärken" kannst, wirst du dir möglicherweise einen anderen Gesprächspartner suchen müssen, denke ich.

Mir ist nicht ganz klar, wie (schlecht) es dir konkret geht. Genügt alternativ beispielsweise ein Gespräch mit einer Freundin oder brauchst du psychologische(?) Hilfe, um dich wieder ans Steuer zu trauen?
 
Erst jetzt diese Feststellung nach so vielen Jahren der Ehe? Erst jetzt diese Fragen, die du ja eigentlich schon selber mit beantwortet hast. Da ist nichts mehr zu machen, auf normalem Wege nicht, würde da eine Familienberatung helfen? Jeder hat eben seine Erfahrungen auch aus seiner Kindheit, mir ging es ähnlich bei meiner Familiengründung damals, hatte keine Eltern, nur kalte Erzeuger, die mich am liebsten nicht am Leben gelassen hätten. Aber man kann dann auch als Erwachsener lernen, sich was annehmen.
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben