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Du bist weg.

Dani9293

Neues Mitglied
Mein über alles geliebter Roman...
Wieso? Wieso Du?
Du warst alles für mich. Du hast mich aufgefangen, wenn es mir schlecht ging, wenn ich wieder stürzte.
Du hast mich zum Lachen gebracht. Mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert, wenn gerade alles doof war. Du hast mir rasend gemacht, vor Wut, wenn Du mal wieder spontan Deine Pläne geändert hast.
Du hast mich zum Weinen gebracht, als Du gingst.
Wir haben soviel erlebt. Als wir noch Kinder waren, als wir langsam zu Jugendlichen heranwuchsen. Und, als wir uns vor fast 2 Jahren als junge Erwachsene wiedertrafen. Weißt Du noch? Unsere Minigolfaktionen? Die Kinobesuche? Der Tag, an dem Du mir sagtest, Du würdest (wieder) gehen? Das war ein ziemlicher Schock für mich. Und dann die vielen Diskussionen. Dani, kommst Du mit?!?!
Ja, Ja, Ja!!! Ich will mit! Ich komme mit Dir nach Hannover!
Hätte ich noch einmal die Möglichkeit, eine solche Entscheidung treffen zu müssen, würde ich mit Dir gehen. Ich würde sofort meine Sachen packen und mitkommen. Nur, um bei Dir zu sein!
Roman? Du fehlst mir!
Erinnerst Du Dich an dem Tag, als Du eine Woche nach Deinem Umzug vor meiner Tür gewartet hast? Ich liebe diesen Moment. Es hat mir soviel gegeben, Dich an diesen Tagen bei mir zu haben. Und ich bin Dir so unendlich dankbar dafür.
Und dann kam der Tag, an dem Du (wieder) fahren musstest. Ich vermisse Dich.
Ein paar Tage später, der Anruf von Max, Du hättest einen Autounfall gehabt. In diesem Moment ist mir alles entfallen, ich hatte Angst. Angst, Dich zu verlieren!
Dann die Erleichterung, es geht Dir "gut"!
Die OP, die bevorstand, sollte ohne größere Risiken stattfinden. Und es lief alles gut. Du warst wach, Du konntest Lachen. Und wir konnten beruhigt unseren Alltag durchlaufen.
Am 30.4. dann der Schock. Du bist ins Koma gefallen. Unsicherheit. Was ist passiert? Ich weiß nicht, was ich tun soll. Ich bin starr vor Angst. Ich will das alles nicht noch einmal durchleben.
Roman, was ist mit Dir passiert?
Zwei Wochen später halte ich die Ungewissheit nicht mehr aus. Dein Zustand verschlechtert sich, aber niemand sagt uns, was los ist. Ich will es nicht, aber mir bleibt nichts anderes übrig. Ich muss Deine Eltern finden. Ich mache sie ausfindig. Ich habe Angst und bin wütend. Trotzdem, ich rufe sie an. Sie machen sich sofort auf den Weg. Roman, es tut mir Leid.
Ich lerne sie (wieder) kennen. Es ist schrecklich. Geben sie mir die Schuld? Die Ärzte sagen, Du hättest eine Hirnblutung gehabt. Deinen Chancen stehen nicht gut. Was ist passiert? Es ging Dir doch so gut...
Ich muss wieder nach Hause, es wird Abend...
Schlaflose Nächte und hoffnungsvolles Bangen folgen. Aber, ich weiß, es wird nichts werden wie früher.
Du wirst es nicht schaffen. Roman, Du wirst sterben! Diese Erkenntnis trifft mich mit voller Wucht.
Ich muss mich darauf vorbereiten, dass Dein Leben bald zu Ende geht. Aber wieder? Wie soll ich mich auf den Tod meines besten Freundes vorbereiten? Sag mir, wie? Wie konnte das passieren?
Ich begreife es nicht. Das ist ein Traum. Ein schlechter Witz. Ein Alptraum. Aber dieser Alptraum endet nicht. Es ist wahr. Keine Einbildung, kein Traum. Die krasse Realität. Du stirbst.
Und dann, am 27. Mai. Ein Anruf von Deinem Vater. Die Operationen sind abgeschlossen. Du bist tot!
Ich kann das nicht. Nicht noch einmal. Roman, ich brauche Dich.
Ich weine. Und weine. Und weine. Und weine.
Roman? Ich liebe Dich!
 

Hallo Dani9293,

schau mal hier: Du bist weg.. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Ich weiß, wie sehr es schmerzt, wenn man von einer Person auf solch einen Weg Abschied nehmen muss.

Ich wünsch dir die Kraft, die Du brauchst, um diesen Schmerz zu überstehen.

Liebe Grüße.
 
Leider haben sich viele Leute gegen mich gewandt, als sie merkten, wie schwer es mir fällt, mit seinem Tod klar zu kommen. Ich habe nur noch die Pastoren hier, die sich "für mich interessieren" und die haben momentan gar keine Zeit für mich. Es ist so schwer...:wein:
 
Oh man, das ist so absurd und unverständlich. Ich war auch für jeden Menschen da, der jemanden verloren hatte, doch haben sich, so scheint es, nach dem Tode meiner Mutter, auch alle gegen mich verschworen. Was geht in diesen Leuten nur vor, ich kann es einfach nicht nachvollziehen.

Ich wünsche Dir jedenfalls alles Gute, es ist nie leicht Menschen gehen zu lassen, die einem sehr nahe gestanden haben. Man quält sich selbst mit Gedanken, ob man etwas hätte anders machen, den Tod gar verhindern können. Leider merkt man in solchen Situationen sehr schnell, wie egoistisch einige Menschen sind, dass eigentlich niemand für sie zählt, außer ihnen selbst.
 
Zuletzt bearbeitet:
ICh würde versuchen dieses Abwenden nicht ganz so negativ sehen. habt ihr die Personen schonmal explizit darauf angesprochen ? Ich denke viele können damit überhaupt nicht umgehen wenn Freunde um jemanden trauern, sie wissen nicht was sie sagen, ob sie etwas sagen sollen- und ziehen sich dann zurück- oft aus Angst

GAnz klar TE, das was du erleben musstest ist extrem hart und ich hoffe für dich daß sich doch wieder Leute daran erinnern wie wichtig Freundschaft im Leben ist und für dich da sind, das Problem ist aber man kann es leider nicht erzwingen. Erst wenn Leuten selbst etwas schlimmes wiederfährt merken sie wie meis sie sich dir gsegenüber verhalten haben. Gut daß du wenigstens Pastoren hast
 
Natürlich gibt es die Leute, die einfach nicht damit umgehen können, vielleicht einfach Angst vor der eigenen Vergänglichkeit haben, doch solche Leute meinte ich nicht. Die gemeinten Personen waren sogar am Totenlager respektlos, eine Bekannte deutete an, dass sie sich gleich übergeben müsse, weil ich so traurig war... als hätte ich kein Anrecht darauf, meine Mutter zu betrauern.

Ich weiß bis heute nicht, was in diesen Leuten vorgeht. Es sind auch nicht die engsten Freunde, eher diejenigen, die sich höchstens selbst dafür gehalten haben. Meine Mutter mochte die entsprechenden Personen auch nicht mehr wirklich, ließ das aber nie durchblicken. Die Situation damals war wirklich absurd, da diese Person sich aufgespielt hat, als wäre sie "Trauernder Nummer 1". Sie hat völlig haltlose Anschuldigungen aus dem Ärmel geschüttelt, und über Dinge gesprochen, von denen sie keine Ahnung hatte (weil es sie einfach nichts anging). Viele haben meine Mutter falsch eingeschätzt, weil sie sich gerne unterhalten hat, die wirklich wichtigen Dinge haben wir aber stets in der Familie behalten. Leider weiß ich gar nicht so genau, was für eine Unsinn die sich zusammen gesponnen haben, doch merke ich sehr wohl, dass versucht wird, uns hier weg zu mobben. Leider glauben viele Leute so ziemlich alles an Tratsch, was dann schnell zu einem Selbstläufer werden kann.

Als Beispiel sei erwähnt, dass wir seit 2 Jahren Probleme mit dem Müll hatten. Immer wieder haben Dritte ihren Müll in unserer Tonne entsorgt. Eines schönen Tages kam dann ein Brief von der Verwaltung, wir würden unseren Müll immer wieder in den Tonnen der Nachbarn entsorgen. Das ist nur exemplarisch für das Vorgehen, mit dem wir uns permanent konfrontiert sehen. Sachverhalte werden so knapp an der Wahrheit verdreht, dass man sich kaum dagegen wehren kann. Seit dem Tod meiner Mutter fehlt die wichtigste Person, die einige Dinge, in unserem Sinne, bezeugen hätte können. Es scheint also so, als hätte man auf ihren Tod regelrecht gewartet. Die Müllgeschichte ist noch das Harmloseste, es gibt weitaus schlimmere Dinge. Wie gesagt, ich wüsste nicht mal, womit ich sowas verdient hätte. Ich habe den Leuten nie Schwierigkeiten gemacht, selbst wenn ich Grund dazu gehabt hätte, war immer freundlich und hilfsbereit, wenn man mich nach etwas gefragt hat. Ich glaube solche Personen kommen mit ihrem eigenen Leben nicht klar, und sehen es als Hobby an, anderen Leuten Schwierigkeiten zu machen. Diese eine Nachbarin hat z.B. auch angekündigt (in dem Fall bei meiner Mutter), dass sie andere Mieter rausekeln wollte. Allem Anschein nach reicht es, wenn ihr die Nase von jemandem nicht passt.

Was mich besonders ärgert, ist die Tatsache, dass wir wohl kein Einzelfall sind. Es gibt Menschen, denen einfach nichts heilig ist, und die alles ausschlachten, wenn es darum geht, anderen zu schaden. So ein Verhalten ist mir zutiefst zuwider. Gerade trauernde Menschen sind verletzlich und oft ist jeder neue Tag eine Qual, bis die Trauer durchlebt wurde. Wie kann man, in solchen Fällen, noch nachtreten? Was geht in solchen Menschen vor?
 
Liebe Dany,

gerade habe ich deinen Text gelesen. Es ist so traurig, was passiert ist.
Wie geht es dir inzwischen?
Auch ich habe einen geliebten Menschen verloren. Meine über alles geliebte Mama ist am 27. März gestorben, genau 2 Monate vor deinem Roman. Mir ist es ähnlich ergangen wie dir, auch ich fühle mich oft immer noch unendlich traurig und einsam.
Aber ich denke auch, dass viele Leute einfach unsicher sind im Umgang mit Menschen die eine geliebte Person für immer verloren haben. Besonders dann, wenn sie das selbst vielleicht noch nicht erlebt haben. Ich glaube dass viele einfach gar nicht wissen was sie sagen sollen, vielleicht ja auch, weil sie wissen dass es keinen wirklichen Trost gibt.
Hattest du nochmal Gelegenheit mit jemandem zu sprechen - du hattest erzählt, dass es bei euch Pastoren gibt, die dir beistehen würden, aber damals wohl leider keine Zeit hatten.
Es wäre schön wenn du erzählen würdest, wie es dir geht.
Liebe Grüße und von Herzen alles Gute für dich.
 

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