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Dozent ein Geschenk machen?

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Gast

Gast
Hallo!

Ich habe bei mir an der Uni einen Dozenten, den ich (mehr als) recht gut leiden kann.
Jedenfalls habe ich bald meinen letzten Kurs bei ihm hinter mir. Für meinen Abschluss hat er jetzt zwar nicht sonderlich viel getan bzw. ich hatte nicht die wichtigsten Kurse bei ihm, sondern nur zwei, die sehr interessant gewesen sind.
Besonders aber seine Persönlichkeit, seine Art der Lehre und seine Leidenschaft für das, was er tut, haben es mir sehr angetan, die ich als sehr inspirierend und motivierend empfunden habe, sodass ich in ihn sowas wie ein Vorbild sehe.

Jedenfalls werde ich bald keine Kurse mehr bei ihm haben und habe mir überlegt, mich bei ihm zu bedanken, in dem ich halt wahrheitsgemäß sage, dass er mich durch all das inspiriert und motiviert hat. Nun meine Frage: Kommt das komisch oder könnte es falsch verstanden werden? Ich frage deshalb, weil der Dozent ziemlich jung ist und...naja, attraktiv. Ich möchte nicht, dass er denkt, ich würde ihn anflirten oder nur unter diesen Vorwand mit ihn reden wollen. Was meint ihr, kommt das komisch?
Außerdem hat er mal ein Buch erwähnt, dass er sich gerne irgendwann mal holen möchte. Ich habe mir überlegt, das ihm dann als Dankeschönsgeschenk zu überreichen. Was ist damit? Wäre das zu persönlich und könnte ebenfalls falsch verstanden werden? Weil er dann merken würde, dass ich mir schon Gedanken darüber gemacht habe, was ihm gefallen könnte?

Ich möchte nicht, dass Peinlichkeit aufkommt, da wir uns bestimmt zwischendurch auf dem Gang oder so über den Weg laufen werden.

Wie sieht und beurteilt ihr das Ganze?
 
Huch, man kann ja auch als Gast antworten? 😀

Das ist eine schöne Idee, wirklich. Dass Du hier etwas schreibst und Dich davon vergewisserst, zeigt, dass Du nicht nur aufmerksam, sondern auch unsicher bist. Und das ist völlig in Ordnung 🙂

So einfach es klingt: Dein Dozent ist auch nur ein Mensch. Es ist zwar gut, dass Du Zweifel hegst, schließlich kann man sich in so einer Situation fragen, ob ein Geschenk angemessen ist. Aber warum nicht? Warum solltest Du jemanden, dem Du dankbar bist, kein Geschenk machen (dürfen)?

Und mach es Dir doch etwas einfacher. Geh mit dem Buch zu ihm und sag ihm genau, was Du hier geschrieben hast. Dass Du Dich bedanken möchtest und dass das Geschenk nur eine kleine Aufmerksamkeit ist, mehr nicht. Sag, dass man das ja auch durchaus falsch auffassen könnte. Ein kleiner Witz dabei, und schon wird ihm klar sein, dass Du keine Hintergedanken hegst. Und dann kann er sich ganz normal über sein Geschenk freuen.

Und Du musst Dir auch in Zukunft keine Sorgen mehr darüber machen. Hoffentlich freut er sich und hoffentlich macht Dir auch einmal jemand so ein nettes und unverhofftes Geschenk. Alles Gute für Dein Studium! 🙂
 
Ich kenne bisher keinen Dozenten der ein solches Geschenk dann auch angenommen hat. Selbst dann nicht als der Schenkende die Uni schon verlassen hatte.
 
Es ist ganz normal ,ein Buch ist wirklich ein gutes Geschenk, das reihne Dankbarkeit symbolisieren wird.
So mache keine Gedanken und kaufe ihm das Buch.
 
Also ich würde das nicht machen.

Ich habe mal meinem Zahnarzt zur bestandenen Masterprüfung eine Flasche Sekt geschenkt.
Nie werde ich vergessen, mit was für einem verlegenen Grinsen er sie entgegennahm. Klar, er hat vermutet, dass ich mit ihm flirten wollte, womit er nicht ganz falsch lag. Es war einfach nur peinlich und ich habe mir im nachhinein gewünscht, ich hätte das nicht getan.
 
Also ich finde das mit dem Geschenk auch etwas übertrieben.
Was erhoffst du dir davon? (würde ich mir jetzt in der Lage des Professors denken...)
Wenn du ihm deine Anerkennung und Dankbarkeit für seine gute Lehre unbedingt zeigen willst, dann geh doch einfach nochmal in eine seiner Vorlesungen, und am Ende gehst du zu ihm hin, und sagst ihm einfach, dass du seine Vorlesungen toll fandest und du dich dadurch viel leichter beim Lernen getan hast oder er so toll erklärt... was auch immer.
Da wird er sich sicher freuen und es wirkt auch nicht so als hättest du andere Absichten, sondern es ist auch wirklich nur bezogen auf seine Lehrtätigkeit, weiter nichts.
 

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