Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Doch: Man kann auch ohne Freunde und Familie "überleben"!

Ich will auch nicht erst ein neues Thema aufmachen, deswegen schreibe ich hier, dass ich leider zu den Menschen zähle die an der Einsamkeit zerbrochen sind und sich durchs Leben schleppen.

Aber ich finde, idealer wäre natürlich stark zu sein und es zu akzeptieren, aber ich zähle leider nicht dazu. Ich sehne mich sehr nach wenigstens einer Person, die mir das Gefühl gibt überhaupt ein Mensch zu sein. Ich habe überhaupt niemand und verkrieche mich in meiner Wohnung, die noch der Staat zahlt. Hatte seitdem ich 10 bin Suizidgedanken, wegen meiner Körpers, bzw. weil mich andere wegen meines Körpers misshandeln, beleidigen, ausgrenzen. Ich bin bald 30 und hatte nur noch meine Mutter, die mir leider oft genug im Weg stand und nur das Essen reichte. Aus der Situation hat sie mir nicht geholfen, sie und mein Vater, wie die anderen Leute haben mich dorthin gebracht. Ich komme nicht an das was mir wirklich helfen kann endlich Freunde und Partner zu erhalten, das wäre bei mir wenigstens eine Person mit Führerschein die mir Arzttermine vermittelt und mich begleitet. Alleine kann ich nicht mal spazieren gehen, weil die Leute extrem negativ auf mein Gesicht und Gestank reagieren, als hätte man eine besonders ansteckende Krankheit.

Optisch bin ich leider hässlich durch unbekannte Krankheiten (Ärzte sind auch feindlich mir gegenüber) und mein Schweiß fiecht sehr schlecht. Ich hänge seit meiner Geburt nur in der Unterschicht fest und es schmerzt einfach, dass andere nur schadenfroh sind und ich nie jemanden finde der mich mag. Außerdem empfinde ich Minderwertigkeit wenn ich zu anderen behinderten Menschen gesteckt werde. Ich verstehe dann besser warum Normale mich auch herabwürdigen, das macht traurig.


Ich habe wegen meines Aussehens und Geruchs einen Menschen der körperlich zu mir gepasst hätte, nicht bekommen. Dieser Mensch war feindlich und hat mich sitzen lassen, das schmerzt mir wahrscheinlich das ganze restliche Leben lang. Mir sind schöne Momente dadurch abgestorben, die ich mit diesen Menschen erleben wollte. Ja es st vielleicht dumm, jemand nachzutrauern, der so brutal zu einem ist und über das eigene Leid sogar lacht, aber körperlich war was da. Ich habe mir lange lange jemand gewünscht der zu mir passen kann, nur vom Bewusstsein hat es nicht gepasst. 🙁

Ich sehe mein Leben wie eine Geschichte, die ich leider so gut wie gar nicht kontrollieren kann und in der so beschissene Sachen vorkamen, dass ich das Buch am liebsten verbrennen würde und denjenigen der es schrieb gleich mit. Persönlich habe ich überhaupt keinen Bock mehr mich hier zu bewegen. Ich wollte wissen wie das ist geliebt zu werden und bin nur noch hier wegen Angst vor den Suizidmethoden.

Ausbildung und Abschluss habe ich auch nicht, ich habe für all das keine Kraft. Ich müsste erst mal normal aussehen und Menschen sammeln die gerne mit mir zusammen sind, mich reden hören, einfach gerne sehen und riechen. Dann kann ich an Karriere denken, weil dann ist jemand da, der integriert und mit dem man zusammen Ziele machen kann.
 
Ich habe das alles und es hat sehr wohl mit mir zu tun. Ich gebe mich entsprechend und deshalb ließen sie sich auf mich ein.
Ob das gut ist, oder nicht gut ist, um das gehts nicht, ich bin von meiner Art her zur Gruppenbildung neigend. Wie in der Natur ebenso gibts solche ( Herdentiere zb) und auch andere- zb Einzelgänger.

Letztes Jahr gabs bei uns oben auf der Alm eine Kuh, die sich nicht der Herde anschließen wollte. Sie trieb sich alleine rum und man sagte, sie ist asozial und im Herbst kam sie deshalb in den Schlachthof. Der Grund, sie ist gefährdet, sie kann sich verlaufen, sie musste immer gesucht werden, sie war ein Sorgenkind praktisch.

Möchte dazu mal sagen, dass das Aussehen und Gesundheit eine große Rolle spielt ob wir Freunde und Partner kriegen. An deiner Persönlichkeit liegt es mit Sicherheit nicht.

Die vermeintliche Einzelgängerkuh hatte es besser getroffen als so mancher Mensch, ich bspw. muss darum kämpfen Euthanasie zu kriegen, weil Fremde meinen man soll erst mal Therapien und Neuroleptika nehmen bevor man endlich gehen kann, wenn überhaupt.

Ich schreibe außerdem vermeintlich, weil die Kuh wahrscheinlich irgendetwas hatte weswegen sie von der Herde verstoßend wurde. Woher weißt du, dass die Kuh freiwillig außerhalb der Herde blieb? Hat sie sich mal genähert und wurde angeschnautzt, getreten oder vergleichbares, weil das lässt nicht darauf schließen, dass die Kuh selber alleine sein wollte.
 
Tschakka BlindesHuhn!!
Ich lese deinen Post als trotzige Kampfansage und das ist gut so!

In den Medien lese und höre ich immer von 'Familie', 'Freunden' und allgemein scheint die Haltung zu gelten: Ohne das alles bist DU nichts, ist dein Leben nicht lebenswert. Und dagegen wehre ich mich entschieden!

Wieviele Menschen hatten vielleicht einmal einen Partner, Familie, Freunde (oder auch nicht) und aus diversen Gründen sind diese auf ihrem Lebensweg abhanden gekommen. Ich glaube, dass es wesentlich mehr Menschen gibt, die niemanden oder kaum jemanden haben, als man gemeinhin denkt. Und es kann überhaupt nicht sein und ich will das keineswegs so glauben, dass dann ein Leben weniger lebenswert sein soll.

Ich möchte daran glauben, dass auch mein Leben wertvoll und lebenswert ist, obwohl mir Freunde und/oder Familie fehlen. Dafür funktioniert anderes in meinem Leben ziemlich gut und diese Säulen fangen die Defizite ein ganzes Stück weit auf.
 
Was kann man denn den ganzen Tag in der Wohnung machen, außer essen. Vieles wird auch langweilig, irgendwie. Ich lebe jetzt auch seit vielen Jahren allein, wird schwerer je älter man wird. Immer kommt mir der Gedanke, wie schade es ist, niemand zu haben. Ich glaube es sind die Hormone. Ich habe mir wie andere auch nichts aufbauen können, da ich in der Unterschicht geboren wurde. Ich fand nie einen Mensch der war wie ich, der wirklich gepasst hat und durfte vieles nicht machen, weil es komisch, creepy oder dumm rüber kommt wenn es eine behinderte Frau sagt oder tut.
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben