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Doch den falschen geheiratet?!!

C

Coloo

Gast
Erstmal zu meiner Vorgeschichte...
Damals war ich ein Jahr mit einem Mann zusammen und ich habe ihn so sehr geliebt. Es war nach einem Jahr noch immer so wie am Anfang. Dann kam aber sein Job dazwischen. Er hatte durch seinen Beruf kaum zeit fuer mich. Waere er wenigstens am Wochenende da gewesen und unter der Woche nicht, waere es ja ok gewesen. Aber in der Gastronomie Fehlanzeige. Nach einigen Monaten bemerkte ich das ich damit nicht klarkomme und mir auch so keine Zukunft vorstellen kann. Wie denn mit Kind? Bei seinen Arbeitszeiten. Wie soll man da als Familie Leben? Dann kam ein anderer Mann. Mittlerweile mein Ehemann und Vater meines Kindes. Er war quasi der Abstauber. Wollte mit mir zusammen sein, hat um mich gekämpft... Aber wie. Mit ihm konnte ich es mir vorstellen irgendwann eine Familie zu gründen. Er war nicht der Partygänger, schon älter. Alles schien perfekt. Irgendwann trennte ich mich von meinem damaligen Freund. Dazu muss ich sagen das ich falsche Freunde hatte die such mit meinem jetzigen Mann befreundet waren und mich beeinflusst haben und so weiter. Ich habe mich quasi überreden lassen. Jaaaahaaa ich weiß selbst schuld. Ich weiß. Dann haben wir geheiratet. Da habe ich mich nicht überreden lassen. Klar! War ja meine Entscheidung. Aber mittlerweile nachdem wie zwei Jahre verheiratet sind und unserem Sohn haben, der das beste ist... Und noch so einige Dinge passiert sind die mein Vertrauen total kaputt gemacht haben und ich ihm nichts mehr glauben kann was er sagt merke ich einfach noch mehr, dass ich mich immer mehr entferne. In der Beziehung selbst habe ich mir immer Vorwürfe gemacht wg der Trennung von meinem Freund damals bzw denke ich darüber nach ob es das richtige war und die richtige Entscheidung damals. Ich habe wieder Kontakt zu meinem ex. Aber rein freundschaftlicher Basis. Er war damals sehr fertig, verletzt, traurig. Auch heute sagt er mir noch immer das ich die Wahre war und er mich immer lieben wird. Auch er ist mittlerweile in einer Beziehung. Ich liebe ihn. Die Gefühle sind krass. Ich hab meinen Mann lieb. Er ist der beste Vater. Er ist zuverlässig aber ich liebe ihn glaube ich nicht mehr und glaube ich habe einen Fehler gemacht. Das habe ich aber erst in der Zeit gemerkt. Ich wurde quasi jmd weggenommen der eigentlich perfekt fuer mich war. Zwischen meinem Mann und mir ist viel passiert und ich glaube ich liebe ihn nicht mehr. Ich weiß nicht was ich tun soll. Wenn ich an die Zukunft mit meinem Mann denke ist es leer. Er will auch kein zweites Kind mehr :(. Wenn ich anders an die Zukunft denke... Grinse ich. Ich will meinem Sohn aber nicht den Papa wegnehmen. :(. Blöde gelaufen ich weiß. Aber blöde Kommentare bringen mich auch nicht weiter. Was soll ich nur tun?
 
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Rosafee

Aktives Mitglied
Wenn man im Leben einen Fehler macht und diesen erkennt, hat man zwei Möglichkeiten:

Man korrigiert diesen Fehler und ist dann meistens glücklich und zufrieden oder

man belässt es dabei und hat ein Leben lang das Gefühl, dass es falsch ist.


Ich weiß, dass die Verantwortung für ein Kind die Sache nicht leichter macht. Aber Kinder wollen auch lieber eine glückliche Mutter als eine unglückliche.
 
T

tuny

Gast
Hallo Coloo,

die Situation erscheint mir als ziemlich verzwickt und wir werden mehrere Blickwinkel beleuchten müssen, um einer angemessenen Lösung näher zu kommen.

Offensichtlich gibt es in dir zwei Teile, die miteinander im Konflikt liegen. Da ist auf der einen Seite die "Partnerin und Mutter", die sich der Verantwortung für das Kind voll bewusst ist. Auch wenn an der "Richtigkeit" der Beziehung Zweifel aufkommen mögen, so gilt es doch immer noch, dem Kind einen guten Kontakt zum Vater zu ermöglichen. Das Kind soll so etwas wie eine intakte Familie erleben dürfen und damit nimmt das Kind einen ziemlich in die Verantwortung. Es ist eine Art "Arbeitsvertrag", den man da "unterschrieben" hat und aus dem man nicht so einfach herauskommt.

Auf der anderen Seite ist da die "Liebhaberin", die sich noch garnicht für eine rein funktionale Verantwortungsbeziehung bereit fühlt, sondern gerne noch Leben und Liebe genießen möchte. Diese Seite in dir möchte ihrem Gefühl folgen, sich treiben lassen und mit einem Mann solange (und nur so lange) zusammen sein, wie die Gefühle richtig sind.

Beide Seiten widersprechen sich offensichtlich, denn die Liebhaberin kann keine Verantwortung übernehmen, während für die Partnerin/Mutter (im oben definierten Sinne) romantische Liebe keine Bedeutung hat. Es wird also darum gehen müssen, beide Facetten immer wieder neu zu balancieren.

Auffällig in deinem Text und vielleicht der Schlüssel zur Lösung des Problems ist, dass du in deiner Beschreibung ein Weltbild zugrunde legst, in dem eine einmal getroffene Entscheidung das ganze Leben als richtig oder falsch entscheiden kann. Ich will nicht abstreiten, dass es solche Situationen in Extremsituationen tatsächlich gibt, aber im Kontext Liebe und Parnerschaft sind es doch eher eine Vielzahl von immer wieder neu getroffenen Entscheidungen, die die Qualität des Lebens bestimmen. Das gilt zum einen für die Angst, beim falschen Mann zu sein (Liebhaberin) und genauso für die Angst der (Partnerin/Mutter), dem Kind das Leben zu verpfuschen. Denn es ist sicher nicht unmöglich, sich mit dem jetztigen Partner zu arrangieren, genauso wie es auch nicht unmöglich ist, ein Kind trotz Patchwork gut groß zu ziehen. Es ist alles eine Frage, wie man mit der Entscheidung umgeht. Und eine Entscheidung wirst du irgendwann treffen müssen, es sei denn du willst ewig in diesem Zwischenzustand weiterdämmern (was auch eine Entscheidung ist).

Wenn du dich also für deinen Mann entscheidest und jeden Tag mit der Entscheidung unzufrieden bist, dann wird das Leben ungenießbar. Das liegt dann aber nicht an dem Mann, sondern daran, dass du dir jeden Tag aufs Neue mit dem Gedanken vermießt, dass du damals eine falsche Entscheidung getroffen hast. Dabei ist das Leiden eine Folge der täglich neu getroffenen Entscheidung, an den "alten Fehler" zu denken und keine zwingende Folge des "alten Fehlers".

Wenn du dich hingegen für die Trennung entscheidest, dann wird euer gemeinsamer Umgang mit dem Thema darüber entscheiden, wie gut oder schlecht es dem Kind geht. Es ist durchaus möglich, einen fairen und freundlichen Kontakt aufrecht zu erhalten und dem Kind damit zu zeigen, dass auch eine Trennung in Frieden gelingen kann und dem Kind einen guten Kontakt zu beiden Eltern zu ermöglichen. Wenn ihr hingegen ein riesiges Drama daraus macht, dann wird das Kind schrecklich leiden. Schuld ist dann aber nicht die einmalige Entscheidung Trennung oder nicht Trennung, sondern die täglich neu getroffenen Entscheidungen über den Umgang mit der Trennung.
 
G

Gast

Gast
Wäre die Beziehung zu Deinem Exfreund "perfekt" gewesen, dann hättest Du damals keine Zweifel gehabt und Dich nicht getrennt. In Deiner jetzigen Beziehung gibt es Probleme, und daher idealisierst Du die vorige Beziehung.

Siehst Du eine Möglichkeit, an Deiner Ehe zu arbeiten und die Probleme mit Deinem Mann gemeinsam zu lösen? Vielleicht mit Hilfe? Das würde ich wohl als erstes versuchen, bevor ich alles beende.
 
Hallo, so wie ich das lese, hast du dich eigentlich schon für deinen ersten Mann entschieden. Ich finde es sowohl für dich, als auch deinen Sohn wichtig, dass du glücklich bist. Immer hin hat die Zeit mit deinem zweiten Mann aufgezeigt, wie stark deine Liebe zu deinem ersten ist. Daher würde ich keine Zeit oder Gefühle verschwenden und das tun was dein Herz dir sagt. Gleichzeitig finde ich ist es nur fair deinen jetzigen Mann gegenüber - das du dich von ihm trennst - da du für jemanden anderen liebe empfindest. Viel Erfolg !
 

inn3B

Aktives Mitglied
Was hatte denn Deiner Meinung nach Priorität ?
Das Gründen einer Familie oder der zu 100% perfekte Mann und Partner, den man WIRKLICH liebt und mit dem man den Rest seines Lebens verbringen will ?

Kann es sein, dass Du zu hastig warst ?
Dein jetziger Mann hatte aus praktischer Sicht alle Eigenschaften, die ein taugender Partner haben muss.
Also, eintüten, mitnehmen und ab unter die Haube...

Dir ging es in erster Linie darum, eine Familie zu gründen damals, und nicht mit dem Partner zusammen zu sein, den Du zu 100% liebst.
Deine Entscheidung zeigt das.
 

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