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DNS-Typisierung?

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L

Lori Chilton

Gast
Einem Attentäter wird der Prozess gemacht, weil er zwei Amerikaner erschossen hat, in einigen Bundesländern setzen sich elektronische Fußfesseln für entlassene Straftäter durch, Väter treiben Unzucht mit ihren Kindern, es wird darüber diskutiert, ob ein Kindsmörder noch ein Mensch ist und Sextäter netter behandelt werden als Verkehrssünder. Man kriegt nichts anderes mehr mit als Verbrechen.
Man kann gar nicht so viel essen, wie man kotzen will.
Ich weiß nicht, ob es anderen Menschen auch so geht, aber ich mach mir öfter Gedanken drüber, was man tun könnte. Ich ekel mich vor dem Gedanken, dass man es wohl nicht vermeiden kann, aber ich glaube daran, dass man dem so schnell wie möglich Einhalt gebieten und die Täter schneller schnappen könnte.
In meiner Illusion kostet das den Staat einige Milliarden - etwas viel für'n Anfang, ich weiß.

Aber ich würde mir wünschen, dass sich das DNS-Typisierungsverfahren für alle strafmündigen Einwohner zum Gesetz machen ließe...
Was sagt ihr dazu?
 
Für alle strafmündigen Einwohner? ...also alle Einwohner ab 14 Jahren? Da wäre mit Sicherheit der Aufwand viel zu groß um all die Daten zu sammeln und vor allem zu speichern.

Ich fände es nicht so prickelnd mal eben sämtliche Daten von mir speichern zu lassen. Damit kann viel Unfug getrieben werden, zB könnte jemand seine Daten fälschen etc. Oder die lieben Politiker kommen auf die Idee, anhand des "genetischen Fingerabdrucks" nach "Erkankungspotential" zu suchen... was ja gar nicht so abwegig wäre in Anbetracht der finanziellen Lage der gesetzlichen Krankenkassen. Ich mag da gar nicht weiter spinnen....

Es gibt doch auch noch das Recht auf informationelle Selbstbestimmung, das würde ja damit auch ausgehebelt. Da würde ein großes Stück Freiheit flöten gehen. Und wer Freiheit für Sicherheit aufgibt, verdient weder das eine noch das andere - meine Meinung.

...und das alles nur, weil jemand etwas kriminelles tuen könnte. Nein. Ich bin dagegen. Man muss an der Prävention arbeiten.
 
Für alle strafmündigen Einwohner? ...also alle Einwohner ab 14 Jahren? Da wäre mit Sicherheit der Aufwand viel zu groß um all die Daten zu sammeln und vor allem zu speichern.

Ich fände es nicht so prickelnd mal eben sämtliche Daten von mir speichern zu lassen. Damit kann viel Unfug getrieben werden, zB könnte jemand seine Daten fälschen etc. Oder die lieben Politiker kommen auf die Idee, anhand des "genetischen Fingerabdrucks" nach "Erkankungspotential" zu suchen... was ja gar nicht so abwegig wäre in Anbetracht der finanziellen Lage der gesetzlichen Krankenkassen. Ich mag da gar nicht weiter spinnen....

Es gibt doch auch noch das Recht auf informationelle Selbstbestimmung, das würde ja damit auch ausgehebelt. Da würde ein großes Stück Freiheit flöten gehen. Und wer Freiheit für Sicherheit aufgibt, verdient weder das eine noch das andere - meine Meinung.

...und das alles nur, weil jemand etwas kriminelles tuen könnte. Nein. Ich bin dagegen. Man muss an der Prävention arbeiten.


Äh...Dir ist aber klar, dass bei der Typisierung keine Daten im üblichen Sinne gespeichert werden?? Vermerkt werden nicht codierende Merkmale, wie Allelabschnitte oder Loci. Erstens kann die keiner klauen oder fälschen, weil sie einzigartig sind (es sei denn, es leben irgendwann mal mehr als eine Billion Menschen gleichzeitig, dann *kann* es vorkommen, dass DNS sich zu 99,3 Prozent wiederholt), zweitens interessiert sich niemand für deinen Locus Fibri und drittens sagt der weder etwas über Deinen psychischen noch über deinen physischen Zustand aus. Selbst wenn ein Unbefugter Deine DNS findet (unwahrscheinlich) und sie "lesen" kann (noch unwahrscheinlicher), er weiß hinterher nicht mal, ob Du übergewichtig bist oder'n Klumpfuß hast, geschweige denn, ob Du Leute abknallst. Keiner kann was mit den Daten anfangen. Das ist doch keine Kreditkartennummer!
Die codierenden Merkmale wie Ethnie oder Augenfarbe werden gar nicht erst aufgenommen, weil man sie *SEHEN* kann - weshalb da auch nix geschützt werden müsste.

Aber Du hast insofern Recht, dass die BRD wohl kaum 50$ pro Testkit aufbringen wird.
 
Äh...Dir ist aber klar, dass bei der Typisierung keine Daten im üblichen Sinne gespeichert werden?? Vermerkt werden nicht codierende Merkmale, wie Allelabschnitte oder Loci

..nö, wusste ich bis eben nicht. 😉 Ich hatte keine Lust zu googeln. Muss ich ja jetzt auch nicht mehr.

Allerdings glaube ich trotzdem, dass damit Schindluder betrieben werde könnte. Und ich bleibe dabei, lieber an der Prävention zu arbeiten.

Es gibt doch auch noch das Recht auf informationelle Selbstbestimmung, das würde ja damit auch ausgehebelt. Da würde ein großes Stück Freiheit flöten gehen. Und wer Freiheit für Sicherheit aufgibt, verdient weder das eine noch das andere - meine Meinung.

...und dabei bleibe ich auch.
 
kurz und knapp und provokant: wir sind ja nicht schon gläsern genug oder !??

ich kann dienen gedankengang nachvollziehen, aber die ganze datenspeicherung geht meines erachtens schon zu weit. big brother is watching you und george orwells "1984" lässt grüßen.
 
Welchen Vorteil erwartest du davon?

Außer bei Sexualverbrechen stelle ich es mir sehr schwierig vor, die DNA des Täters zuverlässig und eindeutig an einem Tatort zu finden. Daher würde vermutlich die Verbrechensquote nicht sinken, sondern eher die Quote der falschen Verurteilungen aufgrund von vermeintlich eindeutigen Beweisen steigen.

Klar könnte man durch technische Maßnahmen Verbrechen verhindern. Man könnte z.b. zusätzlich auch jedem Bürger einen Chip einpflanzen und seinen Aufenthaltsort permanent aufzeichnen. Oder an allen Orten Kameras installieren, auch in Privatwohnungen.

Wo zieht man die Grenze?
 
Außer bei Sexualverbrechen stelle ich es mir sehr schwierig vor, die DNA des Täters zuverlässig und eindeutig an einem Tatort zu finden.

...sie schrieb ja, dass die Typisierung von allen strafmündigen Einwohnern erfolgen soll. Sozusagen prophylaktisch.
 
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