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Diskriminierung wg ausländischen Namen?

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Gast

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Hallo!

Meine Frage richtet sich an alle, die schon einmal das Gefühl hatten, wegen einem ausländischen Namen bei der Jobsuche diskriminiert worden zu sein.
Wenn ich sehe wie andere, manchmal sogar weniger oder gleich qualifizierte Menschen einen Job bekommen, für den ich nicht einmal zum Vorstellungsgespräch geladen wurde.. wird mir mulmig.
Ich habe lange versucht, nicht daran zu denken und geglaubt, diese Zeiten seien vorüber..aber jetzt frage ich mich immer mehr, ob nicht doch ( gerade zu diesen Zeiten) Ausländerfeindlichkeit herrscht.
Ich bin Deutsche, in Deutschland aufgewachsen und habe eine deutsche Mutter. Nur mein Name ist nunmal komplett ausländisch....dazu noch aus dem nahen Osten ( was event. auch eine Rolle spielt)?!?

Wie ist eure Meinung? Mal ehrlich, seit ihr nicht, wenn ihr einen arabisch klingenden Namen hört, mit Vorurteilen konfrontiert?

Über eure Meinungen würde ich mich freuen.

Gruss
K.
 
Es gibt immer dumme Leute,
die allein wegen einem Schlüsselwort (hier: dein Name) von einem Brainstorming der dümmsten Art heimgesucht werden.
Beruflich habe ich zu 98% mit Ausländern zu tun und erlebe von deutscher Seite glücklicherweise keine solche Dummheit. leider aber manchmal umgekehrt, denn Dumme gibts wie Sand am Meer und jedes Land scheint so seine Küsten zu haben.......

Jeder hat seine Lieblingsländer und findet andere Regionen weniger ansprechend. So habe ich z.B. kein größeres Interesse an arabischer Kultur (rein aus geschmacklichen Gründen!), meine Mutter aber sehr und meine Freundin fährt total auf alles Arabische ab.
Das sind aber bei mir keine Vorurteile, sondern andere Interessensschwerpunkte. Übrigens habe ich trotzdem 3 prima Freundinnen aus Saudi Arabien, die erst seit 2 Jahren hier leben, also total arabisch sind. Das ist absolut in Ordnung für mich und ich hätte auch keine Probleme, sie mal später in ihrer Heimat zu besuchen und von mir aus, weils dort eben üblich ist, einen Schleier zu tragen. Wir können über alles reden und uns vertrauen.
 
Hallo, diese Menschen , die andere nach Namen, Glauben oder Aussehen beurteilen, sind ärmer als wir denken!!! Ich habe 4 Kinder und alle 4 haben einen Ausländischen Namen. 2 sogar arabische!!! Heißt es denn jetzt wirklich, weil jemand einen arabischen Namen hat ist er radikal und gefährlich??? Ich kann das nur verneinen, denn mein Blickwinkel beschränkt sich nicht auf so Kleinigkeiten. Der Mensch ist das was zählt und seine Qualifikazion. Nichts anders.
 
Ich glaube nicht, dass es an einem ausländischen Namen liegt, wenn Bewerbungen zurückkommen etc.. Denke mal, dass sich andere u.U. besser darstellen, ihre Vorzüge und Stärken etc. besser definieren können.

Vielleicht solltest du da ein bisschen dran arbeiten, anstatt darüber nachzugrübeln, ob es evtl. am Namen liegt. Die Arbeitgeber suchen sich halt die Leute aus, deren Bewerbungen den positivsten Eindruck auf sie gemacht haben. Und da gibt es sicherlich keinen Unterschied, ob deutscher oder ausländischer Name, sondern nur die Art und Weise, wie.

Ich glaube, dass die meisten Menschen (Ausnahmen gibt es immer) nicht durch den Namen eines anderen abgeschreckt werden, sondern eher durch dessen Auftreten. So ist es auch bei mir. Es gibt eine ganze Menge Leute mit guten alteingesessenen deutschen Namen, mit denen ich nie etwas zu tun haben möchte und habe ganz viele ausländische Freunde. Wenn die Chemie stimmt, gibt es keine Grenzen.
 
Ich finde es absoluten Schwachsinn, Leute abzulehnen, weil sie einen ausländischen Namen haben.

Aber ich weiß das es solche Fälle gibt, was ich bei meinem Freund erlebt habe, und ich echt daneben finde. Genau das gleiche war bei unserer damaligen Wohnungssuche der Fall.

Was mir auch aufgefallen ist wenn man jetzt mal als Beispiel zwei Ausländische Namen nimmt z.B Abdul und Dupré einmal arabisch einmal französisch, Abdul: "Oh, aus welchem Land genau sind sie???" Dupré : "Oh schöner Name ! Französische Vorfahren???"

Aber nochmal ne Frage an Dich ...

Warum bist Du Dir so sicher , das es an Deinem Namen liegt, vielleicht war Deine Bewerbung auch "falsch" aufgebaut , oder zu "langweilig".

Geh doch mal zur Arbeitsagentur da kann man Bewerbungen checken lassen was die davon halten.....

Weiterhin viel Glück bei der Suche und einem netten Arbeitgeber!!!!!
 
Kann ich mir schon vorstellen, dass Du dort auf der Verliererseite bist, eben wegen Deines Namens. Wir stammen von Polen ab, hab aber einen deutschen Namen bin auch deutsche Staatsbürgerin, spreche ohne Akzent, meine polnische Verwandschaft ist z.T. 1980 in die Bundesrepublik ausgewandert- als erstes haben die Ihre Nachnamen "eindeutschen" lassen. Verdammt da gibt es Vorurteile. Genauso wie es Vorurteile gibt, Frauen in best. Berufen zu beschäftigen, die nicht als sg. Frauenberuf gelten (ich bin Ingenieurin), Frauen die trotz Kinder Vollzeit gehen wollen (auf dem Arbeitsamt wollte mich mal die Beraterdame partout in die Teilzeitrubrik drängen - als Mutter können sie doch nicht Vollzeit gehen????), bzw. das du als Ostdeutsche in den alten Ländern auch nicht so einfach einen Job kriegst. Bsp. in den neuen Ländern hatte ich auf 50 Prozent der Bewerbungen ein Vorstellungsgespräch in den alten Ländern (nach Umzug) nach 150 Bewerbungen nicht eins, so dass ich mich selbständig gemacht habe (und diesen Schritt niiiieeee bereut habe) - an meinen (falschen) Bewerbungen hats garantiert nicht gelegen.
 
Hallo!

Danke für die zahlreichen Antworten. An meinen Bewerbungen kann es nicht NUR liegen, zumal ich aus Interesse einmal selbige unter einen typisch deutschen Namen versendet habe und damals Antwort kam. Kurios, nicht wahr?
Es freut mich das Shalimar und Domsirene das ein wenig nachvollziehen können.
Egal ob auf Wohnungs oder arbeitssuche, ich werde immer gefragt woher der Name denn kommt, und das obwohl ich einwandfrei Deutsch spreche und nicht einmal arabisch aussehe, da ich auch eine deutsche Mutter habe.
Seit den Vorfällen am 11. Septmber habe ich sehr deutlich gemerkt wie die Reaktionen auf den einst "exotischen" Namen nun doch eher skeptisch geworden sind. Manchmal kommen auch noch unheimlich komische Witze hinzu...
Mein Bruder und ich denken darüber nach, den Namen ändern zu lassen, ggffls den Namen unserer deutschen Mutter oder Oma anzunehmen.
Meint ihr, es hat was damit zu tun, nicht zu seiner Herkunft zu stehen?
Denn schliesslich sind wir ja auch deutscher Abstammung, haben aber weder einen deutschen Vor noch Nachnamen.
Und natürlich, es ist sehr wohl ein Unterschied, einen französischen oder arabischen Namen zu haben....
Ausländer ist ja nicht gleich Ausländer..
@Domsirene: Wie ist das mit der Namensänderung verlaufen?
Lg an alle
K.
 
Hallo K..., denkst Du nicht das, wenn Du deinen Namen änderst ein Stück Deiner Identiät futsch ist? In einem Fall wie bei Shalimar kann ich das sehr gut verstehen. Aber ich glaube nicht das Deine Probleme dadurch weg sind. Ich weiß, das viele AG auch sehr interessiert sind weil man eben einen exotischen Namen hat. Laß Dich nicht unterkriegen!!!! Ganz liebe Grüße
 
Hallo Gast. Kann ich Dir nicht sagen, wie das mit der "eindeutschung" der Namen passiert. Einen Sippschaftszweig (dem, dem ich entstamme) hat es während des 2. Weltkrieges nach Ostdeutschland/DDR verschlagen, während der Rest der Sippe in Polen blieb und die erst 1980 in die damalige Bundesrepublik auswanderten und wir ab 1980 kaum oder nur schriftlich über Kontakt hatten, eben wegen der Grenze.
Aber geh doch mal zur Gemeinde Pass und Meldewesen, viell. wissen die weiter. ich würds machen lassen, Identität hin oder her, du musst deinen Lebensunterhalt bestreiten, dass ist das wichtigste. Bei der wohnungssuche hast du auch schlechtere karten, haben wir direkt mal zu hören bekommen, Ausländer/Südländer werden ungern in "deutsche" gutsituierte Wohngebiete als Mieter genommen, wegen ihrer oftmals lebhafteren Menthalität und andersartigen Gestaltung des Tagesablaufes - stimmt auch, wir hatten früher mal neben Afrikanern gewohnt, tut mir leid, nie nie wieder, abends wurden die erst richtig munter und veranstalteten laute Feten, bzw. verlagerten ihr Leben im Sommer nach draussen samt lautstarken Unterhaltungen. Waren zwar liebe, nette Menschen, hatten aber völlig andersartige Tagesabläufe wie unsereiner der früh Arbeiten musste und Abends eben Ruhe und Schlaf brauchte.
 

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