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Direkt von der einen in die andere Beziehung

Isabell_26

Mitglied
Vor etwas mehr als einem halben Jahr habe ich (w, lesbisch, 6 jährige Beziehung) jemanden neues kennengelernt.Wir haben uns auf Anhieb super gut verstanden.Gleicher Humor, viele Gemeinsamkeiten und eine totale Anziehungskraft zwischen uns.

Kurz zu meiner vorherigen Beziehung: Wir haben uns kennen und lieben gelernt. Da wir beide in einer Beziehung waren, haben wir uns 2/3 Monate "kennengelenrt" und haben uns in der Zeit 5-6 Mal gesehen, um herauszufinden was wir füreinander empfinden. Wir waren ein super Team, quasi beste Freunde. Ich habe sie bis zu dem Zeitpunkt, als plötzlich die neue Person in mein Leben trat, wirklich geliebt. Wir hatten viele Pläne, Hausumbau, heiraten, Kinder... Doch die einen oder anderen Unstimmigkeiten gab es, wie wahrscheinlich in jeder Beziehung. Unsere waren, dass wir manchmal nicht direkt Probleme angesprochen haben bzw. vielleicht dann nicht offen gesagt, was einem dann daran gestört hat oder nicht gut fand. Der Sex, von mir ausgehend, irgendwann nicht mehr so wichtig war, bzw. ich keine große Lust mehr verspürt hatte, mit ihr zu schlafen. Wo ich doch die letzten 1,5 Jahre hin und wieder gezweifelt habe, ob ich das alles so will - nicht nur auf das sexuelle gesehen. Aber alles drumherum passte ja irgendwie.

Nun kam dieser Tag, an dem ich die neue Person kennengelernt habe. Sie auch in einer Beziehung, aber mit einem Mann (4,5 Jahre Beziehung). Sie hatte vorher schon einmal eine 1,5 jährige Beziehung mit einer Frau. Wie sie mir sagt und ich auch gemerkt habe, verliebte sie sich direkt in mich. Hat nur noch mich gesehen und ihre ehemalige Beziehung, mehr oder weniger hinten angestellt. Ich habe da noch ein paar Tage länger gebraucht um zu merken, was da eigentlich gerade mit mir passiert. Ich habe mir trotzdem die Zeit genommen, um wirklich herauszufinden und darüber nachzudenken, was ich will. Meine bestehende Beziehung retten oder klar zu kommen, wie sehr sie mich umgehauen hat. Nun ja, ich habe mir da wirklich Zeit genommen und war in dem Sinne sehr egoistisch und wusste genau, wie sehr die neue Person in meinem Leben, eine schwere Zeit durchmacht. Sie hat in der Zeit, jede einzelne Sekunde nur daran gedacht, wie ich mich entscheide und natürlich gehofft das ich mich für sie entscheide. Und hat sich nicht mit ihrer dort da noch bestehende Beziehung beschäftigt.

Dann kam ich an diesem Punkt, wo mein Herzgefühl mit meinem Kopfgefühl in eins ging und mir klar war, das ich mich total zu dieser Frau hingezogen fühle und es ausprobieren will, wohin das mit uns führt. Da es ca. 4 Wochen lang ein hin und her war, wir uns fast täglich für manchmal nur eine Stunde gesehen haben und spazieren gegangen sind und wir beiden wussten, wie sehr wir die andere Person mehr als nur die Hand oder den Obeschenkel streicheln wollen. Nun kam der Tag wo wir für uns beide entschlossen haben, dass wir einander wirklich wollen.

Die ersten zwei, zwei einhalb Monate, haben wir nur uns gesehen und uns geliebt und sehr sehr viel miteinander gesprochen. Wir waren in unserer eigenen kleinen "bubble". Wie zum Beispiel Themen, wie die alte Beziehung, Zukunftspläne etc. Wirklich über alles und das sehr sehr offen. Was uns beiden gut tat zu dem Zeitpunkt. Doch irgendwann nach dieser Anfangszeit, was mir aber auch klar war, kam natürlich bei ihr der "auf dem Boden der Tatsachen"-Punkt. Das da noch eine iwie nicht ganz geklärte alte Beziehung stand bzw. eine alte Beziehung steht die aufgearbeitet werden muss. Diese Gewohnheit die plötzlich weg fiel, die Zukunft die eigentlich vorgegeben war. Sie studiert auf Lehramt, Deutsch und kath. Relegion. Jetzt mit einer Frau zusammen, die, wie sie, aber auch ich sage, die große Liebe ist. Das für sich klar zu kriegen und zu akzeptieren und das Leben leben, wie man es eigentlich möchte. Aber viele "Ängste" mit sich bringt. Wie kann ich den Beruf ausüben, wenn ich mit einer Frau zusammen bin. Ihre Fragen an mich zu beurteilen, zweifelt sie noch etwas daran, ob ich es wirklich ernst meine, obwohl ich ihr zeige, in dem ich seit Wochen an ihrer Seite bin, ich ihr die Zeit lasse, um Klarheit für sich zu schaffen bzw. die Situation für sich zu akzeptieren.

Übrigens seit dem Tag wo wir uns für uns beide entschieden haben, haben wir uns täglich gesehen. Wahrscheinlich auch der Corona Zeit zurzeit geschuldet. Haben alles zusammen gemacht. Nun, zumindest kam der Zeitpunkt, wo sie in ein Loch fiel und anfing alles zu verarbeiten und in gewisser Art und Weise Ängste bekommen hat, ob das alles so richtig war. Aber immer mit dem klaren Wissen, dass sie sich so heftig in mich verliebt hat und diese Verliebtheit auch jetzt noch genauso wie am Anfang ist. Sich die Gefühle nicht verändert haben. Nur mit dem Hintergrund, dass diese "bubble" nicht mehr so um uns herum ist und wir allmählich wieder ins "normale Leben" reinkommen.

Dann kommt noch hinzu, dass sie mit ihrem Exfreund weiterhin Kontakt hatte. Erstmal weil vieles geklärt werden musste, den gemeinsamen Hausstand auflösen etc. Aber auch, dass ihr bester Freund auf einmal nicht mehr da war. Sie haben täglich miteinander geschrieben, womit sie mir gegenüber offen umgegangen ist und kein Geheimnis rausgemacht hat. Da sie einfach diese vertraute Person, bester Freund, nicht einfach von jetzt auf gleich aus ihrem Leben komplett streichen konnte. Was für mich und das habe ich ihr auch gesagt, in Ordnung war und ich aktzeptiere, auch wenn es mir weh tat. Sie haben auch nur über nichts Wichtiges, nur so alltägliche Dinge gesprochen. Mal mit anderen sprechen, als mit mir, die sie ja täglich gesehen hat oder mir ihrer Familie. Sie wusste aber genau, wie mich das doch sehr beschäftigt und irgendwie traurig macht. Weil sie mir ein Gefühl gegeben hat, nicht loslassen zu können. Irgendwie ein nicht abschließen der alten, aber die neue Beziehung auch führen wollen.

Nun, jetzt hat sie seit mehr als 3 Wochen, alles mehr und mehr runter gefahren. Das nicht mehr tägliche sehen, mal ein zwei Tage kein Kontakt, nicht mehr mitnehmen zu ihrer Familie, wir schreiben weniger, so dass sie mal für sich ist und alles verarbeiten kann. Das was ich vor unserer Beziehung die Wochen getan habe. Und sie mir die Zeit gegeben hat und immer gesagt hat, nehme dir so viel Zeit wie du brauchst um dich zu entscheiden. Was mir jetzt seit Wochen sehr schwer fällt, wenn man anfangs so auf Händen getragen und momentan so runtergefahren wird. Sie hat aber auch den Kontakt zu ihrem Exfreund abgebrochen, vor ca. drei Wochen. Wo wir uns beide entschieden haben, den Weg jetzt so zu gehen, um nicht mehr den gegenseitigen Druck zu verspüren, dem anderen gerade irgendwie nicht gerecht werden zu können. Ich ihr offen und ehrlich gesagt habe, dass ich die letzten Wochen sehr damit zu kämpfen hatte (diesen Kontakt zu ihrem Exfreund und ihr auf und ab - mal total verliebt und dann wieder das alte verarbeiten) und anstrengend für mich waren und ich das so wie es ist, nicht mehr allzu lange aushalte bzw. mich kaputt macht. Da ist ihr klar geworden und bei ihr mit der Aussage ein Schalter umgelegt wurde, dass ihr sofort klar war, dass sie den Kontaktabbruch zu ihrem Exfreund sofort einstellen will, bevor sie mich verliert. Es geht ihr auch nach drei/vier Wochen ohne Kontakt zu ihm, gut. Dies tut ihr gut, sagt sie und möchte auch nicht mit ihm schreiben. Aber auch das wir etwas Abstand haben und sie mal die Dinge verarbeiten kann. Wir irgendwie unter dem was vorher war einen Schlussstrich ziehen, um unsere Beziehung in dem Sinne neu zu starten.

Mir fällt das einfach sehr schwer, diese momentane Situation. Weiterhin ist halt immer noch so eine krasse Anziehung zwischen uns. Was es natürlich nicht einfacher macht, diesen Schritt den wir zurück gegangen sind, so zu gehen. Auch wenn ich weiß, dass das, das Richtige ist. Ich habe sehr viel Angst, dass wir uns dadurch irgendwie entlieben. Obwohl es Schwachsinn ist, denn sie sagt mir klar, wie sehr sie mich liebt und daran arbeitet, dass sie diese Beziehung mit mir endlich akzeptiert und auch endlich wieder genießen kann. Und sowohl sie als auch ich sagen, dass wir das schaffen und daran glauben.

Ein Faktor was auch noch mit spielt ist, dass ihre Familie, sprich ihre Geschwister (Anfang 20) sehr mit der Trennung ihres Exfreundes zu kämpfen hatten/haben. Sie sind quasi mit 16/17 Jahren bis jetzt alles mit denen durchlaufen. Sie kennen niemand anderen sozusagen, sind mit ihm bzw. mit dieser Beziehung herangewachsen. Obwohl sie mich auch sehr mögen und herzlich aufgenommen haben. Und meine Freundin sich dort irgendwie mehr Rückhalt von ihnen gewünscht hätte. Nicht das sie nicht für sie da waren, aber sie irgendwie in gewisser Art und Weise in ihrer Entscheidung mehr unterstützt hätten.

Der Text wird unten weitergeführt, da es zu viele Zeichen sind...
 
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Isabell_26

Mitglied
Wir hatten von Anfang an jeder eine eigene Wohnung. Jeder wohnt in ihrer eigenen Wohnung.
Irgendwann wollen wir zusammen ziehen. Versuchen gerade unsere Beziehung zu festigen - gleichzeitig muss sie aber auch ihre neue Situation akzeptieren.
Ich verzweifle momentan richtig. Ich weiß nämlich nicht wie ich diesen Spagat hinlegen soll.
 

Isabell_26

Mitglied
Ich versuche es einfach positiv zu sehen und die Zeit die man dann miteinander hat zu genießen. Mir fällt es einfach so unfassbar schwer, denn wenn wir zusammen sind, sagt sie halt auch was sie denkt, wie anziehend sie mich findet, ich für sie die schönste Frau auf der Welt bin, sie sagt dass sie verrückt wird bei dem Gedanken, wenn mich jemand so ansieht, wie sie mich ansieht. Mich dann aber wieder von sich weg stößt. Manchmal sehr kühl wirkt. Ich versuche für mich ein Weg zu finden damit umzugehen. Ich verstehe es ja und wie gesagt, dieser Weg ist auch richtig, um alles hinter sich zu lassen, doch ich habe Angst, dass wir uns dadurch verlieren. Soll ich mich einfach nicht melden und sie immer agieren lassen?Soll ich ihr meine Gefühle nicht mitteilen?Und einfach abwarten und ihr genauso die Zeit geben, wie sie es anfangs bei mir getan hat, obwohl wir nicht so wie jetzt bereits seit über einem halben Jahr zusammen sind?Und wir damals auch jeden Tag Kontakt hatten.Und uns schon sehr gut kennengelernt haben.

Eine Patentlösung gibt es nicht, das weiß ich.Aber vielleicht ist ja jemand hier,der mir Ratschläge geben kann.Wie man in der momentanen Situation schon anfangen kann, die Beziehung zu festigen und dem anderen noch mehr Vertrauen schenkt.Vielen Dank im Voraus.
 

wolkenreigen

Aktives Mitglied
@ Isabell_26
Ist Deine Freundin noch mit der Trennung beschäftigt?
Könnte Deine Feundin nicht in Abständen für ein bis zwei Tage bei Dir wohnen, dann könntet ihr euch langsam an die Zweisamkeit gewöhnen. Ich denke, Du solltest Dich schon melden und ihr Deine Gefühle mitteilen, damit sie merkt wie erst Du es meinst und wie wichtig Dir eure Beziehung ist. Wenn sie Dir kühl gegenübertritt sag ihr, dass Dich das kränkt, damit sie weiß wie ihre Reaktion bei Dir ankommt.
Wenn ihr Herz für Dich spricht gibt es auch einen Weg.
 

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