Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Diplomarbeit - ein nicht enden wollender Albtraum

Hallo Scorpion von dem Gast

Also, ich würde erst einmal einige generelle Charakteristika der Kultur schildern, aus der die Band stammt. Vergleiche zur deutschen Kultur kannst du ziehen Was macht die Band gerade in der bestimmten Kultur zum Symbol für feine Charakteristika der Kultur? Hat die Band zu irgendwelchen kulturellen Ereignissen einen Beitrag geleistet? Gibt es Realia, wichtige Traditionen, Ereignisse, die die Band in ihren Texten verarbeitet?
Könnte es diese Band auch in Deutschland geben? Warum nicht? Warum ja? Dann kannst du kulturelle Phänomene in den Songtexten zeigen, Übersetzungsschwierigkeiten benennen und warum du bestimmte Dinge so und nicht anders übersetzen würdest. Was wollen uns die Texte sagen? Was ist die Geschichte hinter ihnen? Gibt es schon Übersetzungen der Lieder? Sind die gut? Gibt es in Deutschland eine vergleichbare Band? Worüber singt sie?

Du solltest dich vielleicht mal mit Freunden in entspannter Atmosphäre zusammensetzen und diskutieren. Dann kommen mehr Einfälle?!

P.S. an alle: Ja, natürlich schreibt Scorpion als Übersetzer gut undn wird gerade von Nichtübersetzerin auch dieses eigentlich tolle Kompliment vielleicht so nicht annehmen können. Scorpions Hauptproblem ist die Versagensangst gepaart mit Angst vor dem Umfeld generell. Schreibe mal nen ganzen Text Scorpion und betrachte ihn nur als Text und nicht als Teil deiner Arbeit...lass ihn andere lesen und dann bekommst du ein Feedback...ein besseres als du denkst?!
 
Ich habe mir jetzt nicht jeden Post durchgelesen, weil ich leider in 5 Minuten losfahren muss... aber ich möchte dir trotzdem kurz "beweisen", dass du das schaffen wirst!

Deine Angst vor Obdachlosigkeit usw. ist schonmal wirklich unbegründet. Mach dir darum erstmal keine sorgen... Sorgen solltest du dir machen, wenn du keinen Schulabschluss hättest usw... aber du wirst immer irgendeinen Job finden können... da bin ich mir sicher!

Und zu deinem Schreibproblem ist mir etwas aufgefallen: Lies dir mal deinen Eingangspost durch. Du verwendest echt passende Wörter und extrem verschachtelte, aber trotzdem leicht lesbare Satzaufbauten. Dazu kommt, dass du in deinem relativ langem Post nicht eine einzige Wortwiederholung eingebaut hast. Das alles, gepaart mit deinem offensichtlichem Talent zum gut schreiben, sagt eigentlich alles....

Du KANNST schreiben! Das sollte alles überhaupt kein Problem für dich sein. Ich denke, dass du einfach nur einen richtig guten Anfang finden musst. Fang einfach irgendwo mitten drin an zu schreiben (nicht unbedingt bei dem einfachstem Thema oder was auch immer...) du brauchst ja nicht bei einem bestimmten Punkt anfangen oder so 🙂 Leg einfach mit irgendetwas los. Sobald du ein bisschen losgeschrieben hast, wirst du merken, dass der Rest wie von selbst kommen wird. Und an deiner Art zu schreiben wird es nicht scheitern können. Du schreibst, wie gesagt, wirklich toll!
 
Hallo,

ich sitze jetzt seit bald zwei Jahren an meiner Diplomarbeit und habe bis zum heutigen Tag so gut wie nichts geschrieben und sonst nur Materialien zusammengetragen, ein paar Bücher gekauft, eine (vorläufige) Gliederung erstellt und bin aufgrund des nicht Vorankommens und anderer Gründe in Depressionen verfallen und steuere dem Studiumsabbruch bzw. Exmatrikulation aufgrund des Überschreitens der Höchststudiendauer entgegen. Das Versagen bei der Diplomarbeit und die damit verbundene anhaltende Stagnation in meinem Leben ist der vorläufige negative Höhepunkt in meinem sonst schon traurigen Dasein. Ich höre die Uhr immer lauter ticken und die Angst vor der Zukunft wird immer größer.

Ich bin geistig so sehr beschränkt, dass mir das Schreiben dieser Arbeit wie eine Extremleistung erscheint, die ich niemals schaffen kann. Ich habe zum Beispiel versucht einen "leichteren" Abschnitt zu schreiben, in dem es um die Biografie einer Band gehen soll und habe bereits beim ersten Satz massiv lange gebraucht, da ich zu keiner passenden Formulierung finde, alles ungelenk klingt und ich auch vor allem bezüglich des Inhalts zu keiner Gewissheit finde, was ich eigentlich schreiben soll. Es gibt so viele Informationen und bin nicht fähig mir logisch zu überlegen, was dieser oder jener Abschnitt alles beinhalten soll. Unterpunkte bringen mich durcheinander, da ich dann wieder überlege, ob das mit den Unterpunkten sinnvoll ist bzw. ob man bestimmte Inhalte überhaupt in Unterpunkte unterteilen soll oder kann. Und ob ich dann nicht feststelle, dass das falsch war und alles wieder neu ordnen muss.

Ich fühle mich sprachlich und geistig gesehen sehr dumm und habe auch die Gliederung nur mit Hilfe meines Freundes zustande gebracht.

Ich habe erst im Januar überhaupt geschafft einen Professor anzuschreiben, der meine Arbeit betreuen soll. Ich dachte, das wird mir helfen, da ich ihm auch meine Gliederung zeigte, die vermutlich sich ohnehin noch sehr stark ändern wird, weil sie nicht durchdacht ist. Aber seitdem bin ich kaum weitergekommen und bin mit meinen Kräfte langsam am Ende.

Zugegeben habe ich es mir mit meinem Thema selbst schwerer gemacht, da ich dafür hauptsächlich fremdsprachige Literatur verwenden kann, aber die Arbeit auf Deutsch schreibe. Da es aber das einzige war, was mir thematisch einfiel und mich ein klein wenig interessierte, habe ich es gewählt und für Literatur einiges an Geld schon ausgegeben. Da gibt es kein zurück mehr.

Ich habe solche starken Probleme zu formulieren und mir beim Inhalt der jeweiligen Abschnitte klar zu werden, dass ich einfach nicht weiß, was ich tun soll. Hinzu kommen sehr starke Konzentrationsprobleme und schwierige familiäre Verhältnisse, außerdem die große Angst vor Obdachlosigkeit, weil ich sehr starke Ängste habe, in Bezug auf Menschen und überhaupt und mir nicht vorstellen kann jemals zu arbeiten, zumal ich mich durch mein Studium kein bisschen qualifiziert fühle und mit meinen 25 Jahren nur ein paar kurze Praktika vorweisen kann, die mich allesamt sehr an meine Grenzen brachten und sehr belastend waren. Ich habe noch nie wirkliche Interessen gehabt, für nichts "gebrannt", keine Hobbys gehabt und dümple nur vor mich hin. Mein Tagesablauf ist eine Katastrophe und ich habe auch nur eine Bezugsperson, abgesehen von meiner Mutter. Habe schon immer Probleme mit meinen Mitmenschen gehabt und wollte oft lieber allein sein.

Ich habe hier bereits zu dem Thema geschrieben, das ist länger her und ich weiß nicht, wie ich es so weit kommen lassen konnte. Fühle mich handlungsunfähig und bestehe nur aus Ängsten.

Ich kann eigentlich nur als Hartz Vierler enden um dann sanktioniert zu werden, weil mich schon das Bewerbungen schreiben überfordern wird. Ich fühle mich absolut nicht zugehörig zu dieser Gesellschaft und wünsche mir nur irgendwie nicht unter der Brücke zu landen.


Wenn mir doch nur irgend jemand helfen könnte.


scorpion

Hallo Scorpion!


Du sitzt seit 2 Jahren an Deiner Diplomarbeit und hast sie erst im Januar dieses Jahres angemeldet? Habe ich richtig gelesen?
So Mitte des Studiums mit der Dipl.-Arbeit angefangen?
Ich meine, damit "schiesst Du echt den Vogel ab". - Meine, ich glaube, ich verstehe Dich da nicht richtig.
Du schreibst eine Diplom- und keine Doktorarbeit. 😱
Kann es sein, Du verwechselst da etwas?
Ich meine, wenn ich solange an meiner Dipl.-Arbeit gesessen hätte, dann
- hätte ich ggf. schon mehrmals alles in die Tonne geworfen, weil, mit sich der Zeit und mit den wachsenden Kenntnissen eh´ viel ändert.
- wäre ich irgendwann so gestresst gewesen, dass ich mich als Person sehr verändert ggf. sozial isoliert oder sonst etwas angestellt hätte.... . 😱
- möglicherweise hätte ich mich irgendwann auch für nur dumm, unfähig und sonst etwas gehalten.... .


Das spontan auf meinen ersten Schreck hin geschrieben.
Nun lese ich erst einmal in diesem Deinem Thread weiter. 😉🙂


LG
Landkaffee
 
(....)
Ich weiß nämlich nie wie ich entscheiden soll, ob eine bestimmte Information jetzt wichtig ist oder nicht bzw. auch wie alles ein sinnvolles Ganzes ergibt. Gibt es dazu irgendwelche Orientierungsmöglichkeiten oder Hilfen? Mir kommt alles nämlich so willkürlich vor.
Das andere Problem ist auch, dass ich bis heute nicht verstanden habe wann man etwas mit einer Quellenangabe versehen muss und wann nicht. Was sind fremde Gedanken und was nicht? Bei mir haperts schon an ganz kleinen Sachen, obwohl ich dazu schon gelesen habe. Aber ich kann ja schlecht jeden Satz mit einer Fußnote versehen, habe aber ja keine eigenen Gedanken. 🙁 Ist beispielsweise eine Fußnote nötig, wenn ich davon schreibe, dass ein bestimmtes Bandmitglied entscheidenden Anteil an der Entstehung eines bestimmten Songs hatte, der später zu einem großen Hit wurde? Tut mir leid für solche einfältigen Fragen.

@Ginga

Danke dir auch für deine Tipps. Ich versuche jetzt zu verinnerlichen, dass ich auch erst mal nur Satzbrocken schreiben kann und erst später alles zusammenfügen und ausformulieren kann. Besser als gar nichts zu schreiben. Mit eigenen Ideen wird es aber schwierig werden..

Ich studiere Übersetzen und mein Thema beschäftigt sich auch mit dem Thema, genauer gesagt geht es um eine Band und deren Songtexte, die ich analysieren und übersetzen will. Das Thema klingt bestimmt für viele nicht besonders schwer, aber leider ist es für mich genau das, vor allem da ich beim Interpretieren auf mich alleine gestellt bin und da sehr viel beschreiben und mit Adjektiven um mich werfen muss, was mir gar nicht liegt. (Dabei bin ich selbst schuld, da ich für das Thema verantwortlich bin)

Ich habe jetzt nur noch das Ziel einfach zu schreiben, ganz egal, was am Ende dabei rauskommt, ich muss nur irgendwie lernen etwas aufs Papier zu bringen und mich nicht an jedem Satz so extrem lange aufzuhalten.

Vielleicht habt ihr noch irgendwelche Tipps wie man Informationen bündelt oder wie man erkennt, was wichtig ist und was nicht. Macht ihr sowas wie Exzerpte von Büchern, die ihr lest oder woher wisst ihr beim Schreiben, wo ihr die relevanten Informationen für den jeweiligen Gliederungsabschnitt findet? (Exzerpteschreiben ist auch Neuland für mich und eigentlich habe ich dabei die gleichen Probleme wie bei der Arbeit selbst auch, sprich: ich weiß nicht, welche Informationen wichtig sind und welche nicht) Vielleicht hab ich einfach einen Schaden.


Tut mir leid für meinen unstrukturierten Beitrag, ich bin leider sehr verzweifelt.


scorpion



Hi, Scorpion,


hast Du jemals ein gutes Buch über wissenschaftliches Arbeiten in der Hand gehabt und das gewissenhaft gelesen? ???
Und wie oft warst Du während des Studiums in Vorlesungen wirklich da? Ganz präsent, das meine ich?
Kommt mir so vor, als hättest Du Dich schon im Ansatz bei Deiner Arbeit völlig "verheddert". - Hoher Anspruch, wenig Basis.

Meinst Du nun, Du seist psychisch so krank, dass Du nichts mehr so hinkriegst und das macht Dir nun Angst und auch Angst, zu verarmen....?


LG
Landkaffee
 
Hallo und danke an alle, die seit meinem letzten Post geantwortet haben!

@Gast

Danke, dass du dir ein paar Gedanken zu meinem Thema gemacht hast. Deine Fragestellungen helfen mir weiter und ich muss gestehen, dass ich auf bestimmte Aspekte, die du ansprichst, gar nicht gekommen bin.

Mit Freunden diskutieren kann ich nicht, da ich keine habe, auch keine Bekannten bzw. "nur" einen Freund im Sinne von Partner, ohne ihn sähe alles auch noch schwärzer aus. Ich kann froh sein, dass zumindest ein Mensch mir ein wenig weiterhelfen kann.


@HankHollywood

Vielen Dank für deine aufbauenden Worte, das ist sehr nett von dir!


@Landkaffee

Danke auch dir und ich verstehe deine Ungläubigkeit sowie dein Unverständnis für meine Situation sehr gut.

Da ich selbst dafür verantwortlich bin, dass ich so viel Zeit vergeudet habe und es nicht mehr ändern kann, kann ich jetzt nur versuchen es noch zu Ende zu bringen oder es eben sein lassen. Noch ist für ersteres Zeit. Daher mein Thread..

Bücher über das Schreiben von wissenschaftlichen Arbeiten habe ich mit Mühe gelesen. Ich weiß nicht warum, aber ich schaffe es nicht das gelesene Theoretische auf die Praxis zu übertragen, da sich bei mir im konkreten Fall immer neue Fragezeichen auftun, die ich nicht schaffe damit zu lösen. Das ist schon immer ein Problem gewesen, Theorie auch anzuwenden bzw. Gelerntes nicht nur isoliert runterrasseln zu können, sondern auch auf neue Situationen anzuwenden oder in neue Zusammenhänge zu setzen. Ich war zwar eine ganz gute Schülerin und auch eine gute Studentin, d.h. ich habe größtenteils gute Noten, aber das ist alles viel mehr auf Auswendiglernen als auf echtes Wissen und Können zurückzuführen. In Vorlesungen hatte ich immer das Problem, die Konzentration und Aufmerksamkeit nicht aufrecht erhalten zu können.


Meinst Du nun, Du seist psychisch so krank, dass Du nichts mehr so hinkriegst und das macht Dir nun Angst und auch Angst, zu verarmen....?


Ja, genau so ist es. Das macht mir große Angst. Ich kann im Grunde nichts, besitze keine Talente, keine Fähigkeiten und bestehe nur aus Angst.



Grüße
scorpion
 
Hallo Skorpion,

leider kann ich dir bei deinem Problem nicht weiterhelfen. Allerdings möchte ich dir sagen, dass mich deine Herangehensweise und deine Ängste teilweise sehr an meine Arbeit erinnern. Ich fand mein Thema immer grottenschlecht, habe teilweise Müll abgeben, echt harte Kritik bekommen (oder sie zu ernst genommen?), habe mich einfach nur unfähig gefühlt... inzwischen habe ich mich da so durchgequält und jetzt sagt er mir, dass es zumindest besser als der Durchschnitt ist und ich einen Gang zurückschalten soll... naja... ich weiß nicht, ob dir das hilft, aber vielleicht ist es bei dir letztenendes genauso? Vielleicht fasst du es nur einfach falsch auf, nimmst die Dinge zu ernst usw...? Wer weiß? Vielleicht ist deine Wahrnehmung einfach nur verschoben?

Viel Glück und du schaffst das schon!!

lg
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben