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Digitale Kommunikation – vermisse "früher"

Ich denke es muss weiter unterschieden werden zwischen wie gehe ich als einzelne Person damit um und wie hat sich Kommunikation allgemein dadurch verändert. Dass ich für mich individuell Wege finde schließt keine Diskussion über eine allgemeine Entwicklung aus. Ich lebe ja nicht komplett unabhängig von den anderen Menschen. Deren Verhalten hat auch einen Effekt auf mich. In einer schweren und belastenden Zeit hat eine meiner besten Freundinnen mir nur 5 Minutenlange Sprachnachrichten geschickt. Das hat mir nicht geholfen. Ich hab mich dabei trotzdem alleine mit allem gefühlt. Eine andere Freundin guckt alle 5 Minuten drauf und klickt wahllos irgendwas darauf rum. Das stört mich auch. Ich kann es aber nicht ändern.

Ich hab letztens den Satz gelesen "The things we design will end up designing us."
Ich finde das sehr treffend. Diese Geräte und Technologien verändern uns denke ich tief im Kern, wie wir wahrnehmen, wie wir denken und auch wie wir fühlen. Das betrifft sicher jeden in einem anderen Ausmaß.

deine Situation die du hier beschreibst kann ich gut nachvollziehen! Leider entwickelt sich die Gesellschaft dorthin! Telefonieren kostet Aufmerksamkeit und Zeit .., die investiert keiner mehr ! Und mittlerweile habe ich einfach auch lernen müssen um nicht selbst ausgenutzt zu werden.. weil es Leute gab die mich ständig anrufen konnten mit ihrem Ballawatsch und die Vice versa dann aber nicht mehr erreichbar waren.. das ich beispielsweise genau selektiere - und nicht mehr Leute sammle die mich als emotionalen Abfalleimer benutzen und nichts sogar weniger als nichts zurück kommt / da ist die Waage absolut nicht ausgeglichen und war sie auch nicht ! Ich muss vorab da die Spreu vom Weizen trennen denn ich gebe meine Zeit und Energie auch nicht mehr wahllos her.. vielleicht wäre das auch für dich sinnvoll zu schauen. Die Freundin mit den Sprachmachrichten würde ich mir überlegen … einfach weil es halt nicht wirklich freundschaftlich ist. Ich hatte die Situation auch das ich wen zum reden gebraucht hätte und nichts kam.. daraufhin habe ich mich zurückgezogen weil ich mir dachte als es Vice versa der Fall war war ich 24/7 teils erreichbar.. hätte ich nicht sein müssen ich war nur der Vorstellung unterlegen es würde auf Gegenseitigkeit beruhen. Ich wurde aber eines besseren belehrt aus dieser Situation habe ich gelernt das ich beispielsweise auch für bestimmte Menschen nicht mehr erreichbar bin und mir denke es ist und war nie ausgewogen die Waage hängt absolut schief! Als gratis therapiestunde würde ich mich nicht mehr hergeben da fühle ich mich danach ausgenutzt und verletzt .. Gefühle die ich nicht haben möchte! Deswegen ist es wichtig vorab Personen genau anzusehen. Wenn du in deren Gesellschaft einsam bist .. ist es gut möglich dass du dich mit Leuten umgeben hast die emotional keine Bandbreite haben..

Ein bestimmter Schlag von Menschen können förmlich riechen wenn du mit dem seltenen Gut der Empathie gesegnet bist da docken gut und gerne die ganzen Problemfälle an.. aber von denen darfst du leider unterm Strich kein Freundschaftliches Verhalten erwarten das frustriert und macht im Umkehrschluss nur traurig und niemand möchte traurig sein!. Man lernt dann mit der Zeit härter zu werden und Menschen als das zu sehen was sie halt nunmal sind.. aber gleichzeitig auch besser die eigenen Grenzen zu spüren und definieren und verteidigen ! Bedeutet ich gebe nicht mehr Mehr … an Leute die nicht viel geben können oder wollen .. egal wo da die Gründe begraben liegen..
dahingehend bin ich mittlerweile sehr sehr sehr selektiv geworden.

Vielleicht solltest du dir mal ansehen mit welchen Leuten du dich einsam fühlst und warum. Ja die digitale Welt kann nicht eine reale Umarmung ersetzen .. eine fade WhatsApp Nachricht kann kein Telefonat ersetzen .. und gifs sind keine Emotionen .. sondern eben nur bewegte Bilder.
 
Bei uns im Freundeskreis haben es zwei, drei Leute bis zuletzt geschafft, auf Whatsapp und Co zu verzichten, spätestens jetzt wo sie nach 20 Jahren Studienzeit endlich mal angefangen haben zu arbeiten und daheim ausgezogen sind, merken sie schnell, dass man die Zeit nicht zurück drehen kann.

Man kann diese Messenger auch maßvoll nutzen, ohne 24 Stunden online zu sein.
 
Den Beitrag könnte ich geschrieben Haben hirnundherz !
Die digitale Welt ist einfach kalt und anstrengend. Überall werden unsere persönlichen Daten gesammelt und Apps aufgedrängt.. ich benutze da nix. Nicht Mal sozial Media. Es ist schon fast gruselig wie die Menschen draußen auf ihre Handy beim gehen stahren.. Wirklich Traurig. Ich vermisse auch die Zeit vor dem Internet (ich bin ein 80er Kind 🙂 ) Wo man noch mit Menschen Real und herzlich reden und kommunizieren konnte..durch Festnetz und sich treffen.. persönlich und nicht durch all das getippe..mich nervt das ganze getippe auch total! Damals wo es keine Kameras überall gab und die Menschen haben nicht ihr ganzes Leben ins Internet gestellt für ein paar Likes.
Und es scheint immer schlimmer zu werden. Also mein Handy ist oft irgendwo am liegen und ich nehme es nicht mit wenn ich draußen bin..
Somit wann fangen wir an mit der analogen Revolution ? haha
 
Hallo Forum, mich belastet immer mehr die digitale Welt und wie sich Kommunikation seither verändert hat.
Ich bin genervt vom chatten, jedoch ist das ja wie alle Welt heute miteinander in Kontakt tritt. Und ich brauche ja auch zwischenmenschlichen Kontakt, nur habe ich das Gefühl vom What's App schreiben werde ich nicht wirklich "satt" was zwischenmenschlichen Kontakte angeht. Spontan anrufen macht fast keiner mehr. Die Hemmungen jemanden einfach mal anzurufen sind viel größer geworden. Früher war das total normal, mal kurz durchzuklingeln auf dem Festnetz. Wenn jemand da war schön, wenn nicht eben nicht. Jetzt fühle ich mich zwar dauererreichbar und doch unverbunden.
Ich vermisse so sehr wie es früher war, als es daheim ein Festnetz Telefon gab, das geklingelt hat und Leute einfach mal nur kurz hören wollten oder man sich unkompliziert verabredet, paar Sätze austauscht. Man war irgendwo im Haus zugange, mehr mit sich selbst, nicht immer ein Gerät neben sich rumliegen.

Und es geht so viel Energie in diese Schreiberei, bis mal eine Verabredung zu Stande kommt. Auch immer geschriebene Worte finden zu müssen um zu beantworten wie es mir geht oder wie irgendetwas war nervt. Ein blödes Smiley als Antwort. Oder eben keine Antwort mehr... Chats die im Sande verlaufen... Freunde die Konflikte über What's App lösen. Ich ertappe mich wie ich Entwürfe verfasse um jemandem etwas mitzuteilen. Ich tu mich mittlerweile schwer spontan irgendwas rauszuhauen. Oder bekomme Sprachnachrichten, Monologe von Leuten. Als hätte man sich früher abwechselnd auf den AB gesprochen, während man zu Hause ist. Eigentlich absurd.

Wenn ich in der Bahn fahre glotzen 98 % der Leute auf ihr Handy. Das hat ein Ausmaß angenommen, das uns verschlingt so hab ich das Gefühl. Es bedrückt mich richtig das zu sehen und auch meine eigene Abhängigkeit von diesem Gerät.

Ich hab keine Lust mehr darauf, aber so funktioniert die Welt nunmal jetzt. Ich überlege mir wieder ein Nicht-Smartphone anzuschaffen, das wird einem heute aber schwer gemacht. Bin irgendwie total frustriert über diese Entwicklung. Geht es nur mir so?
Hallo Forum, mich belastet immer mehr die digitale Welt und wie sich Kommunikation seither verändert hat.
Ich bin genervt vom chatten, jedoch ist das ja wie alle Welt heute miteinander in Kontakt tritt. Und ich brauche ja auch zwischenmenschlichen Kontakt, nur habe ich das Gefühl vom What's App schreiben werde ich nicht wirklich "satt" was zwischenmenschlichen Kontakte angeht. Spontan anrufen macht fast keiner mehr. Die Hemmungen jemanden einfach mal anzurufen sind viel größer geworden. Früher war das total normal, mal kurz durchzuklingeln auf dem Festnetz. Wenn jemand da war schön, wenn nicht eben nicht. Jetzt fühle ich mich zwar dauererreichbar und doch unverbunden.
Ich vermisse so sehr wie es früher war, als es daheim ein Festnetz Telefon gab, das geklingelt hat und Leute einfach mal nur kurz hören wollten oder man sich unkompliziert verabredet, paar Sätze austauscht. Man war irgendwo im Haus zugange, mehr mit sich selbst, nicht immer ein Gerät neben sich rumliegen.

Und es geht so viel Energie in diese Schreiberei, bis mal eine Verabredung zu Stande kommt. Auch immer geschriebene Worte finden zu müssen um zu beantworten wie es mir geht oder wie irgendetwas war nervt. Ein blödes Smiley als Antwort. Oder eben keine Antwort mehr... Chats die im Sande verlaufen... Freunde die Konflikte über What's App lösen. Ich ertappe mich wie ich Entwürfe verfasse um jemandem etwas mitzuteilen. Ich tu mich mittlerweile schwer spontan irgendwas rauszuhauen. Oder bekomme Sprachnachrichten, Monologe von Leuten. Als hätte man sich früher abwechselnd auf den AB gesprochen, während man zu Hause ist. Eigentlich absurd.

Wenn ich in der Bahn fahre glotzen 98 % der Leute auf ihr Handy. Das hat ein Ausmaß angenommen, das uns verschlingt so hab ich das Gefühl. Es bedrückt mich richtig das zu sehen und auch meine eigene Abhängigkeit von diesem Gerät.

Ich hab keine Lust mehr darauf, aber so funktioniert die Welt nunmal jetzt. Ich überlege mir wieder ein Nicht-Smartphone anzuschaffen, das wird einem heute aber schwer gemacht. Bin irgendwie total frustriert über diese Entwicklung. Geht es nur mir so?

Hallo hirnundherz,

da sprichst Du ein Thema an, was auch mich täglich immer mehr beschäftigt.

Nein, Du bist mit Deiner Meinung nicht alleine.

Mir bereitet diese Art von Kommunikation zum Teil große Sorgen.

Einerseits kann mich sich auf diese Weise schneller miteinander verbinden. Doch halte ich solche Gespräche auch oft für oberflächlich und unpersönlich.

Kaum jemand hat richtig Lust, sich mit dem anderen noch echt auseinandersetzen.

Wir leben auch in einer Wegwerf-Gesellschaft.

Wo früher um den Menschen gekämpft wurde, wird sich wegen eines bloßen Konfliktes gleich nach einem anderen umgeschaut.
Daher manchmal auch keine Antworten. Oder man ist anderen zu nachdenklich, weil man vielleicht etwas ernsthafter über das Leben sinniert.

Nein, ich bin komplett bei Dir.

Die Digitalisierung führt uns Menschen in eine VEREINZELUNG, aus der wiederum EINSAMKEIT entsteht.

Das macht auch mir (57 Jahre) große Angst.

Liebe Grüße und einen schönen Tag!

Anja
 
Die Digitalisierung führt uns Menschen in eine VEREINZELUNG, aus der wiederum EINSAMKEIT entsteht.

Das sehe ich komplett anders. Durch die digitalen Möglichkeiten kann man viel leichter als früher Leute mit gleichen Interessen finden und dann auch real treffen.
Man muss halt wissen, wie man die Möglichkeiten nutzen kann.

Ich bin auch 57.
 

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