F
Fuchs der Abendröte
Gast
Ich gehe heute unter die Menschen, um ihnen etwas zu erzählen, wobei ich nicht weiß, ob es überhaupt Ohren für solche Worte gibt oder Seelen, die hoch genug fliegen könnten, fliegen wollten! - Dort wo die Luft rauh und schnittig ist, läuft jedermann Gefahr noch als Eisblitz zu begegnen; ein kalter Granit.
Aber frohen Mutes und guter Hoffnung schlich ich unter euch und - man wird es mir glauben: Ich fand es unter Menschen gefährlicher als unter Tieren.
Mit mir zieht die liese Ahnung herum, als trügen viele unter euch das Schild "Mensch" aus Unrecht mit sich herum und sie halten es dennoch stolz über sich. Ich vermute mit Schrecken und einer gesunden Gleichgültigkeit unter euch blutrünstige Hyänen, ausgemergelte Gestalten, die bloß noch Schatten sind, versengende Sonnen, verdurstende Brunnen.
Fatal heiße ich auch diejenigen, die nur mehr ein Ohr sind; ein Auge oder ein Mund! All das habe ich gesehen und ich sah mich satt an vieler Entartung.
Schon lange gehe ich als Forscher unter die Menschen. Ich entdeckte noch kein Wesen, das mit so viel System seine eigene Vernichtung herbeiführt - herbeiführen will! Unheilvoll und unmenschlich ist diese Selbstzerstörungskraft. (Es hören mich hoffentlich nicht nur jene Selbstzerstörer...) Und ich misstraue gründlich allen Systematikern, denn der Wille zum System ist ein Mangel an Rechtschaffenheit.
Ich weiß, dass ich ein Ziel und ein rotes Tuch für einige gebe! Hinter vielen Ecken lauern mir Vagabunde, viele Jäger hetzten schon hinter mir her. Auch manch ein Menschlicher will schon nach mir getreten haben, als ich seiner Seele zu nahe rückte.
Als ein Entdecker und Enttarner aller vermeindlich Guten und Tugendhaften, huschte ich durch eure Reihen.
Jetzt sitze ich hier und die Eiskristalle, die euch und mich gleichermaßen bedecken, zaubern mir ein merkwürdiges Gefühl in die Seele, dass ich zu pulsieren beginne - Pulsar! Stumm macht dieser Schnee.
Zu unverletzt ist mein Fell, um zu hassen. Zu stolz ist meine Seele, um zu verachten. Zu sehr liebe ich, als dass ich verurteilen könnte. Also ist der Unterschied zu euch kettenwunden Richtern und Richterlingen. Laut bellt euer Abgrund; ich höre es. Und ihr selbst bellt noch mehr, als Hunde bellen könnten.
Aber wozu letztendlich wage ich es, diese Worte an euch zu richten? Leise ist meine Stimme und allein schallt sie. - Ihr müsst erst noch euch selbst überleben, um mir ins Angesicht blicken zu können!
Aber frohen Mutes und guter Hoffnung schlich ich unter euch und - man wird es mir glauben: Ich fand es unter Menschen gefährlicher als unter Tieren.
Mit mir zieht die liese Ahnung herum, als trügen viele unter euch das Schild "Mensch" aus Unrecht mit sich herum und sie halten es dennoch stolz über sich. Ich vermute mit Schrecken und einer gesunden Gleichgültigkeit unter euch blutrünstige Hyänen, ausgemergelte Gestalten, die bloß noch Schatten sind, versengende Sonnen, verdurstende Brunnen.
Fatal heiße ich auch diejenigen, die nur mehr ein Ohr sind; ein Auge oder ein Mund! All das habe ich gesehen und ich sah mich satt an vieler Entartung.
Schon lange gehe ich als Forscher unter die Menschen. Ich entdeckte noch kein Wesen, das mit so viel System seine eigene Vernichtung herbeiführt - herbeiführen will! Unheilvoll und unmenschlich ist diese Selbstzerstörungskraft. (Es hören mich hoffentlich nicht nur jene Selbstzerstörer...) Und ich misstraue gründlich allen Systematikern, denn der Wille zum System ist ein Mangel an Rechtschaffenheit.
Ich weiß, dass ich ein Ziel und ein rotes Tuch für einige gebe! Hinter vielen Ecken lauern mir Vagabunde, viele Jäger hetzten schon hinter mir her. Auch manch ein Menschlicher will schon nach mir getreten haben, als ich seiner Seele zu nahe rückte.
Als ein Entdecker und Enttarner aller vermeindlich Guten und Tugendhaften, huschte ich durch eure Reihen.
Jetzt sitze ich hier und die Eiskristalle, die euch und mich gleichermaßen bedecken, zaubern mir ein merkwürdiges Gefühl in die Seele, dass ich zu pulsieren beginne - Pulsar! Stumm macht dieser Schnee.
Zu unverletzt ist mein Fell, um zu hassen. Zu stolz ist meine Seele, um zu verachten. Zu sehr liebe ich, als dass ich verurteilen könnte. Also ist der Unterschied zu euch kettenwunden Richtern und Richterlingen. Laut bellt euer Abgrund; ich höre es. Und ihr selbst bellt noch mehr, als Hunde bellen könnten.
Aber wozu letztendlich wage ich es, diese Worte an euch zu richten? Leise ist meine Stimme und allein schallt sie. - Ihr müsst erst noch euch selbst überleben, um mir ins Angesicht blicken zu können!