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die sinnlosigkeit des seins und mein problem damit

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Hallo,

ich habe mir immer gewünscht, dass ich nach meinem Tod "ein Gedanke" bin. Ich hänge nicht besonders an meinem Körper, aber an den Dingen in meinem Kopf. Und so stellte ich mir vor, dass ich als "ein Gedanke" durch die Welt husche und in den einen oder anderen Kopf reinspringe, da wo ich hoffe weitergedacht zu werden.
Die Begrenzungen des eigenen Gehirns gesprengt - ein Gedanke in Vollkommenheit, wie es ein Gedanke in einem einzigen Kopf nie sein könnte.
Mich hat es damals sehr viel gefrustet, dass ich mir nicht einfach aussuchen kann ob ich einen Körper um meine Gedanken habe oder nicht und an die Theorie, dass ich nach meinem Tod ein Gedanke BIN, dafür reicht meine zu bodenständige Phantasie nicht aus. Ich bin kein gläubiger Mensch.
Aber irgendwann ist mit aufgegangen, dass ich sehr wohl nach meinem Tod ein Gedanke sein werde. Zwar nicht einer, der sich aussucht in welchen Kopf er springt, aber alles (wichtige zumindest), was ich jemals gedacht habe, habe ich jemandem erzählt, er trägt es als den Gedanken nun mit sich ob er will oder nicht und vielleicht entwickelt er diesen Gedanken weiter und / oder erzählt ihn weiter. Er springt auch so von Kopf zu Kopf, stirbt nie und wird immer vollkommener, weil er immer weitergedacht wird.
Das bin ich. Denn ich habe diesen Gedanken gedacht und hiergelassen, als ich ging. Sinnlos hier zu sein? Nein. Wär ich nicht hier, würde ich diese Gedanken, die ich für immer hinterlasse nicht denken können. Das wäre sehr schade. Sinnlos sinnlos zu leben? Ja. Das frustet nur und Karriere und Geld oder Kinder können auch nur bedingt darüber hinwegtäuschen.

Hoffe, ich konnte das halbwegs verständlich beschreiben :O)

Gel06

Gel06
 
hallo Gel06,

du bist (nach dem tod) ein bewusstsein, nicht nur ein gedanke, aber ich glaub so hast du das auch gemeint.
falls du dich damit weiter befassen willst, kann ich dir gerne ein paar buchtipps oder auch links empfehlen.

liebe grüsse

peter
 
hi Pete,

danke für Deine Worte, aber eigentlich meinte ich das schon anders. Am Bewusstsein liegt mir auch nicht viel, bloß an dem Potential, das jeder mit sich ins Grab nimmt. Die Gedanken eben. Da kann ein Mensch ganz viele, ganz wichtige Dinge gedacht haben, er stirbt und der Gedanke stirbt mit, sofern er ihn keinem mitgeteilt hat. Nun kann aber ja nicht jeder alles was er jemals dachte irgendjemandem mitteilen, so viel können selbst Frauen nicht reden *g*. Deswegen würde ich mir gerne einen Gedanken aussuchen, der ich sein könnte, um den Menschen in die Köpfe zu huschen, damit er nicht vergessen wird oder endlich zuende gedacht werden kann.
Gel06
 
Ich bin der Meinung man sollte sich solche Fragen nicht stellen, da sie nie zu einem Ergebnis führen werden. Nein sie sorgen vielmehr zu Unmut und zur Erkenntnis nichts zu wissen. Mir ist diese Sinnlosigkeit auch schon lange bewusst. Aber ist es nicht sinnvoll sein Leben zu geniesen auch mit dem Hintergedanken, dass alles Denken und Wissen beim Tod im Nichts verschwindet. Denn in fröhlichen Momenten spielen solche Gedanken keine Rolle.
 
Guten Abend "Searching",
du hast genau das ausgedrückt, was die Wahrheit der Dinge ist: ALLES ist "wie ein Blatt, das nach einiger Zeit" vom Baum fällt, um Neuem den Weg freizumachen: die Pflanzen, die Tiere, der Mensch, die Sonne, das Universum selbst. Nur der Mensch hat die Fähigkeit, "Zukunft" bildhaft sich auszudenken. Jedoch lebt er nur (und immer) in der Gegenwart. Alles, was darüber hinausgeht, ist lediglich Fantasie. Wir Menschen sind wohl die größten "Phantasten" im Universum, die glauben, dass wir ewig leben würden und damit wir in diesem Glauben "Gewissheit" haben, entwickeln wir die größten Glaubenssysteme, die Seele und viele andere Dinge/göttliche Wesen, die uns Halt und Sicherheit und Sinn im Leben geben. Menschen, die einen starken Glauben haben, leben gewiss glücklich dahin (und sind trotzdem Phantasten, obwohl sie das vehement verneinen würden). Menschen, die keinen Glauben haben, leben auch (aber oft nicht so glücklich). ALLE fallen jedoch am Ende wie ein Blatt vom Baum: die einen mit "Glauben" an ein ewiges Leben; die anderen ohne "Glauben" an ein ewiges Leben. ZU LEBEN, das ist das, was uns Menschen mit in die Wiege (in die DNA) gegeben wurde (wir Menschen wissen nicht warum und nicht wer dies uns einverleibte). Also LEBE und freue dich über jeden einzelnen Tag deines Lebens!
 

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