Hi Kathi,
es gibt neben Ärzten auch noch die Möglichkeit eine Gewaltopferberatungsstelle aufzusuchen. Da kannst du auch erst mal hin, ohne deine Eltern davon zu informieren....du kannst ja mal gucken und dich informieren, was es bei dir vor Ort so gibt.
Und was den Selbstverteidigungskurs (Judo, Karate, Aikido, Kung Fu, Tek Wan Do etc.) das ist ein normaler Sport den jeder machen kann, ebenso wie Ballett & Co. Ich glaube da reicht es zu sagen, dass man sich dafür interessiert und das ein allgemeines gutes Sicherungsmittel für hernwachsende Mädels ist, die auch mal abends in die Disko gehen und in dunklen Straßen unterwegs sind etc....das finden deine Eltern bestimmt auch ohne Hintergedanken einleuchtend.
Aber an sich solltest du dir schon eines Tages mal überlegen auch mit deinen Eltern und/oder Freunden über dein Erlebnis und deine Probleme zu reden. Dafür sind Eltern und auch Freunde eigentlich da. Ich kann aber gewisse Hemmungen und Angst davor verstehen, und vielleicht ist es erst einmal leichter mit einem Fremden (Beratungsstelle oder Ärztin) darüber zu reden ....Wichtig ist nur, dass du am Ball bleibst und darüber redest, und auch eine fachmännisch angeleitete Traumatherapie (über Beratungsstelle oder Psychologin) machst.....damit das Trauma nicht für immer hängenbleibt und zu schweren Verhaltensblockaden führt etc...Verdrängen bringt nämlich erfahrungsgemäß nix, sondern führt i.d.R. irgenwann zum Zusammenbruch...Und das solltest und kannst du dir ersparen....Das packst du schon.....
Wünsche dir dazu viel Elan und erstmal ein schönes WE
Lieber Gruß
Tyra
P.S. wie wars denn bei dem Arzttermin?