Unglücksrabe
Neues Mitglied
Hallo, Ihr Lieben. Ich hoffe, hier bin ich an der richtigen Adresse. Wollte mal meine Geschichte erzählen, vielleicht gibt es jemand, der mir einen guten Rat geben kann.
Ich habe nach meiner Ausbildung einen Job angetreten im Vertrieb. Im Laufe der Zeit sind meine einzigen beiden Kollegen gegangen (Selbsständigkeit). Ich habe den ganzen Vertrieb alleine gemacht. Der Inhaber war nicht vor Ort und gab mir viel Verantwortung und war mit mir gut zufrieden. Für die Kunden war ich die einzige Ansprechpartnerin. Das gab mir Selbstvertrauen und ich war auch mit meiner Leistung zufrieden. Das ganze ging fast 10 Jahre. Eine 400-Euro-Kraft, die mir später noch zur Unterstützung zur Seite gestellt wurde, wurde aus Kostengründen gekündigt. Somit war ich ganz allein, und die Einsamkeit (im Vertrieb gibt es ja keinen direkten Kundenkontakt) machte mir zunehmends zu schaffen. Außerdem hatte ich Befürchtungen, dass mein Job auch bald wegrationalisiert werden könnte. Hinzu kam auch noch die Frage, ob man sich beruflich mal verändern könnte...Kurzum-ich habe mich beworben und auch einen neuen Job gefunden. Damit fing eigentlich mein ganzes Dilemma an. Niemals habe ich einen Schritt so bereut! Der neue Job war der Horror, traf überhaupt nicht auf die Stellenbeschreibung zu. Nach kurzer Arbeitslosigkeit habe ich dann eine Stelle im Finanzwesen gefunden, sozusagen als Quereinsteiger. Doch die Ausbildung in dem Bereich fehlt mir einfach. Das merke ich, da ich nicht so das Wissen und die (Vor-) Kenntnisse habe, wie die anderen Kollegen. Das ist auch so eine Sache. Mir wurde schon einige Male durch die Blume mitgeteilt, dass die Kollegen teilweise nicht begeistert sind, dass eine Quereinsteigerin jetzt die Aufgaben mit übernimmt. Und da immer auch gut gelästert wird, kann ich mich dort niemandem wirklich anvertrauen bzw. auch mal sagen, wenn mich was stört oder mich was verletzt oder verunsichert hat. Ich habe nur einen befristeten Jahres-Vertrag, und ehrlich gesagt, habe ich nicht unbedingt ein gutes Gefühl,was eine Festanstellung betrifft. Da muss man sowieso aufpassen, was man sagt. In letzter Zeit fühle ich mich dort mehr und mehr als Versager. Zu dumm, die Aufgaben allein hinzukriegen. Mir fehlen die Erfolgserlebnisse oder das Lob, das ich während meiner Vertriebstätigkeit oft bekommen habe. Ich fühl nur noch Beklemmung und bin unglücklich. Das alles ist eine Sackgasse. Klar würde ich gerne wirklich was machen, was mich erfüllt. Aber vielleicht ist das ja auch einfach ein zu großer Anspruch an einen Job. In erster Linie ist der Job ja nicht zum Spaß, sondern bezahlt die Miete. Mein Job ist ja ganz gut bezahlt. Eine neue Ausbildung möcht ich nicht machen, da ich meine Ausgaben habe. Außerdem kratz ich auch schon an der Dreißig.🙁 Ich weiß nur nicht, ob ich das weiter durchstehe. Im Moment kotzt mich das alles an und frustriert mich. Schaue schon nach Stellen im Internet. Bisher war noch nichts dabei. Und ich habe Angst, schon wieder zu scheitern. Ich hab schon soviel Selbstbewusstsein verloren, den Glauben an mich und mein Können. Ich lass mir soviel gefallen und stecke ein, was gar nicht meinem Naturell entspricht. Ich habe Angst vor der Zukunft, dass ich den Job nicht behalten kann (auch weil ich mich als Versager bestätigt sehen würde), dass ich danach wieder nur einen befristeten Job bekomme. Ich will endlich mal meinen Platz finden, ankommen.
Danke fürs Zuhören/Lesen. Vielleicht versteht mich jemand oder hat einen Tipp.😕
LG
Ich habe nach meiner Ausbildung einen Job angetreten im Vertrieb. Im Laufe der Zeit sind meine einzigen beiden Kollegen gegangen (Selbsständigkeit). Ich habe den ganzen Vertrieb alleine gemacht. Der Inhaber war nicht vor Ort und gab mir viel Verantwortung und war mit mir gut zufrieden. Für die Kunden war ich die einzige Ansprechpartnerin. Das gab mir Selbstvertrauen und ich war auch mit meiner Leistung zufrieden. Das ganze ging fast 10 Jahre. Eine 400-Euro-Kraft, die mir später noch zur Unterstützung zur Seite gestellt wurde, wurde aus Kostengründen gekündigt. Somit war ich ganz allein, und die Einsamkeit (im Vertrieb gibt es ja keinen direkten Kundenkontakt) machte mir zunehmends zu schaffen. Außerdem hatte ich Befürchtungen, dass mein Job auch bald wegrationalisiert werden könnte. Hinzu kam auch noch die Frage, ob man sich beruflich mal verändern könnte...Kurzum-ich habe mich beworben und auch einen neuen Job gefunden. Damit fing eigentlich mein ganzes Dilemma an. Niemals habe ich einen Schritt so bereut! Der neue Job war der Horror, traf überhaupt nicht auf die Stellenbeschreibung zu. Nach kurzer Arbeitslosigkeit habe ich dann eine Stelle im Finanzwesen gefunden, sozusagen als Quereinsteiger. Doch die Ausbildung in dem Bereich fehlt mir einfach. Das merke ich, da ich nicht so das Wissen und die (Vor-) Kenntnisse habe, wie die anderen Kollegen. Das ist auch so eine Sache. Mir wurde schon einige Male durch die Blume mitgeteilt, dass die Kollegen teilweise nicht begeistert sind, dass eine Quereinsteigerin jetzt die Aufgaben mit übernimmt. Und da immer auch gut gelästert wird, kann ich mich dort niemandem wirklich anvertrauen bzw. auch mal sagen, wenn mich was stört oder mich was verletzt oder verunsichert hat. Ich habe nur einen befristeten Jahres-Vertrag, und ehrlich gesagt, habe ich nicht unbedingt ein gutes Gefühl,was eine Festanstellung betrifft. Da muss man sowieso aufpassen, was man sagt. In letzter Zeit fühle ich mich dort mehr und mehr als Versager. Zu dumm, die Aufgaben allein hinzukriegen. Mir fehlen die Erfolgserlebnisse oder das Lob, das ich während meiner Vertriebstätigkeit oft bekommen habe. Ich fühl nur noch Beklemmung und bin unglücklich. Das alles ist eine Sackgasse. Klar würde ich gerne wirklich was machen, was mich erfüllt. Aber vielleicht ist das ja auch einfach ein zu großer Anspruch an einen Job. In erster Linie ist der Job ja nicht zum Spaß, sondern bezahlt die Miete. Mein Job ist ja ganz gut bezahlt. Eine neue Ausbildung möcht ich nicht machen, da ich meine Ausgaben habe. Außerdem kratz ich auch schon an der Dreißig.🙁 Ich weiß nur nicht, ob ich das weiter durchstehe. Im Moment kotzt mich das alles an und frustriert mich. Schaue schon nach Stellen im Internet. Bisher war noch nichts dabei. Und ich habe Angst, schon wieder zu scheitern. Ich hab schon soviel Selbstbewusstsein verloren, den Glauben an mich und mein Können. Ich lass mir soviel gefallen und stecke ein, was gar nicht meinem Naturell entspricht. Ich habe Angst vor der Zukunft, dass ich den Job nicht behalten kann (auch weil ich mich als Versager bestätigt sehen würde), dass ich danach wieder nur einen befristeten Job bekomme. Ich will endlich mal meinen Platz finden, ankommen.
Danke fürs Zuhören/Lesen. Vielleicht versteht mich jemand oder hat einen Tipp.😕
LG