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Die Rettung von Wal "Timmy"

Ich finde es schön, wieviele Menschen sich Gedanken über diesen Wal machen und ihm helfen wollen. Ich finde auch Hilfe ansich gut, die Bereitschaft, sich dafür einzusetzen und Geld dafür auszugeben (Wobei ich nicht ganz verstehe, wieso sich ein Schriftsteller scheinbar so gut im Live-Kontakt mit Walen auskennt, aber nun gut,...ich weiß auch nicht Alles).
Allerdings hat es auch irgendwie etwas Trauriges, wenn man daran denkt, um wieviele Tiere sich eben nicht gekümmert wird oder die "einfach so sterben" (aus "normalen" Gründen, Altersgründen,...oder die sterben, weil sie an Plastikteilen im Meer oder die in Zoogehege geworfen werden,...ersticken....Gifte "versehentlich" in einen Fluss geleitet werden, Zigarettenkippen achtlos irgendwohin geworfen werden,etc) oder die absichtlich getötet werden, weil...sie "ja nur Nutztiere" sind, "zum Essen da sind", getötet werden, weil sie "zuviele sind" oder was auch immer...also nicht "einfach nebenbei sterben, z.T. aus menschgemachten Gründen",...sondern gezielt getötet werden.

Ich habe in den letzten Wochen 2 Beispiele gelesen: Einmal zu "den Zuschauern" an der Küste, die, während sie nach dem Wal schauen "genüsslich ins Fischbrötchen beißen" (oder den Zuschauer am TV, die neben den Wal-Nachrichten sich ein Steak zubereitet) und dann die Frage, ob Menschen genauso mitfühlend, sorgend,...reagieren würden, wenn dort statt des Wals ein Wildschwein liegen würde. Mag für Manchen jetzt lustig klingen, ist es aber nicht, wenn man den Tiefgang dieser Frage versteht und ein bisschen empathisches Gespür empfindet.

Wie schräg das doch Alles ist (...und in dem Meer, in dem Menschen ihren Müll und ihre Gifte hinterlassen, schwimmen sie dann im Sommer dann auch noch. ...und ja, ich weiß, es gibt Wasserproben, aber...im Grunde genommen ist es schräg).

Ich will diesem Wal keine Hilfe absprechen, aber...was ist mit all den Anderen? Wenn er als Symbol gilt und sich danach etwas ändert,...okay, dann hat seine Geschichte etwas erreicht, aber...dem Tier ansich hilft es nicht. (Was ist eigentlich mit der Zinksalbe? Wie schnell baut die sich wieder ab?).

Ich frage mich auch, ob dieser Wal im Atlantik noch überleben kann. Was sich nun Alles IM Körper des Tieres befindet (Netz, wieviel,...) wissen wir nicht. Wie groß die Verletzungen innen und außen sind, auch nicht. Es hat ja eine ganze Weile gebraucht, bis überhaupt welche entdeckt wurden (Schiffsschraube, etc.).
Wenn es geschwächt ist, schafft es dann noch, sich in den Tiefen des Atlantiks zu bewegen, nach oben zu kommen, um Luft zu holen und nach unten zu kommen, um Nahrung zu jagen,...oder...sinkt er irgendwann sowieso zum Boden ab und verendet spätestens dort?
Wenn er ein Netz im Körper hat,...wieviel kann er überhaupt noch selbständig aufnehmen?
Wenn sein Orientierungssinn gestört ist, schafft er es dann das Leben im Atlantik?
Würde ein Wal (junges Wildtier) auf einem Netz zwischen 2 Ponton´s liegen bleiben, um 4 Tage lang von einem Schiff von der Ostseeküste bis zum Atlantik gebracht werden (und wenn er dort liegt und sich doch bewegt,...kippt dann das Schiff?).
Die Menschen scheint er an sich ran zu lassen (Warum?),...aber...sich anheben lassen, von 2 Luftkissen und dann eine 4-Tages-Tour bis in den offenen Ozean? (Kann dann bitte auch jemand die Heringe retten, die sonst eingelegt im Glas enden (,...mit oder ohne Umweltgifte?,...ggf. danach sogar dann doch wieder auf dem Müll, weil es im Schrank vergessen wurde und dann wegen abgelaufenen MHD weggeworfen wird?)).

Schwierig das Ganze. Ich wünsche dem Wal alles Gute (der Tierärztin im Krankenhaus auch). ....und eigentlich Allen,...dass sie ein Leben mit weniger Stress, mehr Freude, mehr Rücksichtnahme, mehr Freiheit, Gesundheit, Zufriedenheit,...leben können.
 
A

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Re: Die Rettung von Wal "Timmy"
Die besten Wünsche für die leitende Tierärztin, Dr. Janine Bahr-van Gemmert, die gestern ins Krankenhaus kam, notoperiert wurde und noch im Koma liegt 🍀
Die ist ganz toll, hochengagiert, lässt für ein Tier in Not alles stehen und liegen.
Ich lernte sie mal in Wyk auf Föhr kennen, 1993, wo sie heute ihre Praxis hat.
Ich hoffe, sie kommt durch. Und der Wal auch...
 
Noch ein Nachtrag: Der Wal hat da jetzt ja lange im flachen Wasser gelegen und er ist schwer. Wer weiß, ob das nicht auch den Organen geschadet hat. Von daher hat es mich fast schon gewundert, dass er doch wieder los geschwommen ist. Warum er jetzt wieder fest hängt? Hat er "nur Pause gemacht", weil das Schwimmen nach den Strapazen zu anstrengend war, weil er Verletzungen hat, die wir nicht sehen oder...weil er einfach nicht weiter weiß (Die Frage nach dem Wohin, wenn das mit dem Orientieren grade aus irgendwelchen Gründen nicht klappt?).
Natürlich kann es sein, dass er sich zum Sterben ins Flachwasser begeben hat. Wie lange man ihn dann dort in Ruhe liegen lassen müsste, weiß wohl niemand. Da, wo er jetzt liegt, würde jedenfalls bis er stirbt und abtransportiert ist (oder das mit den Ponton´s noch klappt oder er doch noch wieder wegschwimmt (dass er selbständig den Weg zurück in den Atlantik schafft, bezweifle ich grade mal)), kein Fährverkehr mehr fahren dürfen.

...und...ob es gut ist, den (vielleicht nicht mehr zu rettenden) Wal jetzt noch mit Shrimps und Fisch zu füttern? Verlängert das Leid oder hilft das? (Kann er das aufnehmen?)
Ich weiß es nicht.

Ich finde auch, dass wir nicht unzählige Reporter bräuchten, die vor Ort sind, um für mehrere Sender zuzuschauen, zu berichten und Leuten Fragen zu stellen, die sie im Moment nicht beantworten können. Ich persönlich brauche auch keinen Live-Ticker, wo berichtet wird, dass der Wal (übertrieben), grade seine linke Schwanz-Spitze bewegt hat. Ich brauche auch nicht wissen, dass die Helfer immernoch nicht wissen, wie es weiter geht und auch nicht die Information darüber, dass vor 3 Minuten sich ein Boot mit 3 Menschen und ein paar Geräten dem Wal genähert hat. Wem nutzt das? Dem Wal? Der Neugierde der Menschen? Den Einschaltquoten der Sender? Der Ablenkung von anderen Themen? Der verkrüppelten Bahnhofstaube, die sich die Zehen an den Schienen oder Glasscherben kaputt gemacht hat und nun verjagt und beschimpft wird, weil sie eine verkrüppelte Taube ist, die auf den Gehweg scheißt und vielleicht Krankheiten überträgt?

Ich gucke in der Regel auch einmal am Tag nach neuen Wal-Nachrichten, mal abgesehen davon, dass man sie schon mitbekommt, weil man auf die Seite seines Mail-Anbieters klickt (bei Meinem jedenfalls). ...aber...ich brauche nicht Berichterstattung auf mehreren Kanälen, die eh nicht weiter hilft, als wie wenn ich mir einmal am Tag auf einem Kanal in 1 Satz neue Infos hole, solange ich sie denn will.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wale sind Luftatmer, sie müssen auftrauchen um Luft zu holen. Wenn sie zu schwach zum schwimmen sind, dann legen sie sich in flaches Wasser - oder eben auf eine Sandbank - damit sie überhaupt weiter atmen können. Ansonsten sinken sie und ersticken. Es ist also nicht immer gut, einen Wal wieder ins Wasser zu ziehen.

Ich glaube, dass der Wal im Moment auch ein Symbol ist. Dieses Land braucht irgendwie etwas, für das es kämpfen, sich begeistern kann. Etwas Gutes, etwas, worauf man hoffen kann. An das man glauben kann. Die große Frage ist, wie geht es dem Tier dabei und was möchte es wirklich...
 
Ich finde auch, dass wir nicht unzählige Reporter bräuchten, die vor Ort sind, um für mehrere Sender zuzuschauen, zu berichten und Leuten Fragen zu stellen, die sie im Moment nicht beantworten können.
Danke für deinen empathischen Beitrag.
Ich denke auch, "manchmal ist weniger mehr"
Wale sind Luftatmer, sie müssen auftrauchen um Luft zu holen. Wenn sie zu schwach zum schwimmen sind, dann legen sie sich in flaches Wasser - oder eben auf eine Sandbank - damit sie überhaupt weiter atmen können. Ansonsten sinken sie und ersticken. Es ist also nicht immer gut, einen Wal wieder ins Wasser zu ziehen.
Ok, das wusste ich in dem Sinne nicht, macht aber in seiner Situation wohl Sinn 👍
Ich glaube, dass der Wal im Moment auch ein Symbol ist. Dieses Land braucht irgendwie etwas, für das es kämpfen, sich begeistern kann. Etwas Gutes, etwas, worauf man hoffen kann.
Hier ist der Wal für mich das falsche Symbol.
Ich will doch als tierfreundlicher Mensch, das Beste für den Wal, auch wenn das Beste wäre, daß er stirbt...
Was hilft es dem Wal, wenn ich da jetzt als völliger Laie vor Ort die Hilfesstellungen von Spezialisten kritisiere, evtl. noch behindere und meine Affinität zu dem Wal über mein Sternzeichen darstelle.?
Die große Frage ist, wie geht es dem Tier dabei und was möchte es wirklich...
Hierzu wünsche ich mir, daß vernünftige Überlegungen im Vordergund stehen und ggf. nicht unnötig weiter geholfen wird.
 
Ich glaube, dass der Wal im Moment auch ein Symbol ist. Dieses Land braucht irgendwie etwas, für das es kämpfen, sich begeistern kann. Etwas Gutes, etwas, worauf man hoffen kann. An das man glauben kann. Die große Frage ist, wie geht es dem Tier dabei und was möchte es wirklich...
Ich hab gelesen, dass seit dieser Walgeschichte viel mehr Wal-Patenschaften als sonst abgeschlossen wurden. In einem Monat wohl soviel wie sonst in einem halben Jahr...

Das frage ich mich auch. Man kennt seine Geschichte nicht. Vielleicht hat es seine Partnerin
verloren oder Freunde und will einfach nicht mehr. Sowas können nicht mal die Experten
sagen.
 

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