Beate
Sehr aktives Mitglied
Ach, Beate !
Ich war doch gerade erst in der Klinik wegen diverser Störungen: Schizoaffektive Störung; Borderline-Symptome, Medikamentenmißbrauch etc.
Ich bin kein Arzt, aber der bei Dir anscheinend vorhandene Residualzustand ist zu lindern, wenn nicht gar zu "heilen".
das Bestehenbleiben von sog. negativen Symptomen als Zeichen der Chronifizierung einer Schizophrenie. Dazu gerechnet werden u.a. Antriebsverminderung, sozialer Rückzug, Ideenarmut, psychomotorische Verlangsamung. Die Patienten sind erschöpft und kaum belastbar. Kann in Teilbereichen auch durch lange Unterforderung u. Hospitalisierung des Patienten entstehen. Wird heute nicht mehr notwendigerweise als irreversibler „Defektzustand“ betrachtet, sondern gilt unter einer Verbindung psychopharmakologischer, soziotherapeutischer u. psychotherapeutischer Maßnahmen durchaus als günstig beeinflussbar. Neben dem einfachen R. (nur Minussymptome) existiert eine gemischte Form, bei der auch Plussymptome vorhanden sind.
Ohne Deinen Willen kann sich aber nichts verändern - Du musst Dein Leben Revue passieren lassen und Dich dann fragen: "will ich so wirklich leben? Möchte ich nicht aus meiner Isolation heraus?"
Ich denke, daß ich mit der Einsamkeit nicht klar komme seit ich die Zerstörung meiner Familie erleben mußte: KIND WEGGELAUFEN BZW: VON DER MUTTER RAUSGESCHMISSEN UND SCHEIDUNG.
Ich habe mich in die soziale Isolation begeben und falle immer wieder zurück in diese blöde Tablettenfresserei.
lg "Delirius"
Deine Tablettenfresserei dröhnt Dich zu - für einen Moment kannst Du das Vergangene "vergessen". Lässt die Wirkung der Pillen nach, ist der "Kummerberg" ein Stück größer geworden und dann wirfst Du die nächsten Pillen rein. (Siehst Du auch wie Du Dich im Kreis drehst?)
In Deinem jetzigen Zustand bist Du nicht in der Lage z.B. Dein Kind zu suchen um ihm zu helfen. Das ist deprimierend für Dich - diese Tatsache schubst Dich immer tiefer in Dein Jammertal.
OK, Du bist geschieden - viele andere sind das auch. Das Leben geht weiter auch wenn die Vergangenheit manchmal noch weh tut. Du bist irgendwann stehen geblieben und wuselst in Deinem Keller vor Dich hin. Einige Dinge sind von Dir genial (erinnert mich etwas an Horst Janssen), nur bist Du in Deiner kleinen Welt für Dich allein.
Würdest Du nur die Courage haben raus zu gehen und zu sagen "ich will raus aus meiner Isolation und endlich leben und wieder Freude erleben können", wäre der erste Schritt getan.
Wenn Du anders leben willst, gibt es ausreichend Hilfsangebote. Wäre eine Überlegung wert, oder?