Puh, bin wieder zu Hause. Auswärtstermine sind immer so anstrengend, weil ich da ja permanent meine Brille tragen muss, um eben nicht in Leute reinzulaufen, wegen dem Straßenverkehr, um Straßenschilder und Hinweistafeln zu lesen, etc.
Hatte also nun seit Covid den ersten persönlichen Termin mit meiner Sachbearbeiterin aus der Abteilung Reha/Schwerbehinderung des Jobcenters, vorher nur Telefontermine. Wir haben mal wieder über viele Dinge gesprochen, also ihren Werdegang, meinen Werdegang, das letzte ärztliche Gutachten und meine weitere Vorgehensweise.
Alles sehr schwierig.
Klar, werde weiterhin versuchen, irgendwie das mit der Sehstörung gelöst bzw. reduziert zu kriegen, aber zunächst muss ich ja vom "worst case" bzw. Ist-Zustand ausgehen und schauen, was ich in diesem Zustand überhaupt machen kann. Leider nicht viel.
Das mit der regulären Reha bzw. Umschulung beim Berufsförderungswerk schaffe ich aufgrund der Sehstörung und den damit verbundenen Schmerzen einfach nicht. Wenn ich da nicht mal die Hälfte von dem Lernstoff lesen bzw. aufnehmen kann, kann ich da auch nichts lernen und ganz bestimmt keine 2-jährige Umschulung erfolgreich abschließen oder überhaupt nur durchstehen.
Was bleibt? Auf jeden Fall werden mir LTA-Leistungen angeraten, also Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben. Meine Sachbearbeiterin meinte, dass es auch Alternativen zum Berufsförderungswerk gäbe. Sie hätte schon gesundheitlich geschädigte Kunden gehabt, die von der Rentenversicherung leidensgerecht die kuriosesten Umschulungen bewilligt bekommen haben. Einer ihrer Kunden hätte eine Umschulung zum Keramiker gemacht. Ich habe keine Ahnung, was das ist.
Für mich gäbe es eventuell auch eine Alternative abseits des Mainstream. Ich solle mich einfach mal informieren und Entsprechendes bei der Rentenversicherung beantragen.
Nun ja, jetzt hocke ich hier und recherchiere nach Dingen, die ich machen bzw. schaffen könnte, um Entsprechendes bei der Rentenversicherung zu beantragen. Meine Sachbearbeiterin meinte aber auch, dass ich erst einen Antrag stellen soll, wenn ich ausreichend leistungsfähig für eine Umschulung/Weiterbildung/LTA-Maßnahme bin. Ist auch alles so im Kooperationsplan festgehalten.
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Jetzt habe ich der KI bzw. "Gemini" ausführlich meine Situation geschildert, um für mich verwertbare Möglichkeiten zu finden. Tatsächlich kam da auch schon eine Menge bei rum, aber noch nichts, was ich direkt umsetzen könnte. Es findet aber gewissermaßen eine Eingrenzung dessen statt, was ich tatsächlich machen könnte - also was, bei wem bzw. wo, wie und so.
Vielleicht habe ich am Ende ja wieder einen fertigen "Schlachtplan". Dieses Mal geht es aber nicht "nur" um ein Mieterhöhungsverlangen oder ein Inkasso. Alles etwas komplexer.