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Die Logik vom Glücklichsein - Teil X

Ich war beim Berufsförderungswerk Halle mit Sitz in Berlin. Das ist eine der wenigen, aber auch eine der größten/bekanntesten Anlaufstellen, wenn es um bspw. berufliche Reha bzw. Umschulungen für blinde und sehbehinderte Menschen geht. Die haben dort eine sehr umfangreiche und hochwertige Ausstattung, gleichfalls auch eine eigene Optometristin und regelmäßig einen Augenarzt zugegen.

Würde da auf jeden Fall mal zwischen den blinden Menschen gemäß gesetzlicher Definition unterscheiden und denen, die "nur" eine Sehbehinderung haben.

Bei den Blinden ist das alles dort aus meiner Sicht nachvollziehbarer. Die bekommen dann bspw. lebenspraktische Fähigkeiten
beigebracht - wie man mit dem Langstock durch die Stadt navigiert und den öffentlichen Nahverkehr nutzt, oder wie man blind kocht. Gleichfalls wird dort auch gelehrt, wie man blind das Handy nutzt oder am PC arbeitet. Wenn man das alles lernen muss, schon echt heftig, aber es gibt ja auch keine Alternative, wenn man noch ein halbwegs "normales" Leben leben will. Soweit ich das ersehen konnte, war das alles zumindest für den privaten Bereich nützlich. Was es das Berufliche angeht, worum es dort ja eigentlich geht, das ist aus meiner Sicht auch nach der ganzen Ausbildung/Umschulung dort deutlich schwieriger und auch sehr eingeschränkt.

Was es nun die Leute mit "nur" einer Sehbehinderung betrifft, das war alles sehr vielfältig und komplex. Für die funktionierte das, was für die Blinden funktionierte, nur teilweise oder gar nicht. Teils wurden die Leute wohl einfach vom Amt dort "hinverfrachtet" und sie haben ihre Zeit dort "abgesessen", ohne dass eine nennenswerte Lösung für die Sehbehinderung gefunden werden konnte. Heißt nicht, dass dort gar nichts gelernt wurde, aber es wurde eben keine Lösung für die Sehbehinderung gefunden. Und so war es eben auch bei mir.

Überdies hatte ich wohl einen besonders ungünstigen Zeitpunkt erwischt. Offiziell sollte und wollte ich einen Reha-Vorbereitungslehrgang machen. Irgendwie war ich aber der Einzige diesbezüglich. Es gab dann also gar keinen entsprechenden Lehrgang, sondern ich wurde ständig und ziemlich chaotisch zwischen einer Gruppe mit Blinden und einer vollkommen merkwürdigen Arbeitsgruppe hin- und hergeschoben.

Wie auch immer, irgendwann konnte ich das alles wegen den ständigen Kopfschmerzen nicht mehr weitermachen. Hab's halt so lange gemacht, wie es ging.

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Klingt jetzt so, als wäre das mit der beruflichen Reha vollkommen vergeblich. Ja, nicht ganz. Das nächste Mal hatte ich einen "normalen" Reha-Vorbereitungslehrgang beim Berufsförderungswerk Berlin beantragt. Das funktionierte von den ganzen Arbeitsmitteln und Arbeitsbedingungen her tatsächlich sehr viel besser für mich. Hab' das Ganze dann auch erfolgreich beendet. Allerdings bin ich auch dort wegen den ständigen Kopfschmerzen schon auf dem Zahnfleisch gekrochen. War mitunter die härteste Zeit meines Lebens.

Die dann anschließende Umschulung zum Verwaltungsfachangestellten konnte ich nicht mehr schaffen. Das Seh- und Lesepensum war dort mit den ständigen Kopfschmerzen für mich viel zu hoch. Von Lernen kann da gar keine Rede sein, ich konnte die Sachen ja nicht mal "aufnehmen". Da ich beim besten Willen nicht mehr konnte, habe ich das Ganze nach etwa zwei Monaten abgebrochen. Das war aber auch immer nach Absprache mit allen Beteiligten des Berufsförderungswerks und der Rentenversicherung.

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Nunmehr liegt das alles seit geraumer Zeit auf Eis. Und nach der gestrigen Absprache mit meiner Fallbearbeiterin beim Jobcenter werde ich jetzt wohl einen neuen Antrag bei der Rentenversicherung stellen.

Aber ja, unabhängig des folgenden bürokratischen Ablaufs und der zeitlichen Schiene werde ich erst wieder einen Fuß auf das Gelände des Berufsförderungswerks setzen, wenn mein Zustand mit der Sicht und den Kopfschmerzen so gut ist, dass ich abschätzen kann, dass ich diese zweijährige Umschulung - dieses Mal zum Sozialversicherungsfachangestellten - überhaupt schaffen kann. Alles andere wäre ja vollkommen unsinnig.

Die letzten Male war der starke Wille zwar da, aber die Fähigkeit bzw. Kapazität gar nicht. Dachte jedes Mal, dass ich parallel zur Maßnahme das mit der Sehbehinderung und Kopfschmerzen lösen oder stark reduzieren kann. Das war ein Irrtum.
Ok, ich verstehe. Das tut mir leid. Da hast du wohl auch wirklich Pech gehabt. Bzw. blöd von denen, dass sie das dann nicht anders organisieren konnten oder deine Teilnahme verschoben haben.
Ich hoffe, du wirst diese Umschulung mal schaffen! Aber ich finde es gut, dass du es erst wieder probierst, wenn das wirklich absehbar ist.

Aber wäre es für dich in deiner jetzigen Situation nicht hilfreich, diese Dinge fürs Privatleben zu lernen:
Die bekommen dann bspw. lebenspraktische Fähigkeiten beigebracht - wie man mit dem Langstock durch die Stadt navigiert und den öffentlichen Nahverkehr nutzt, oder wie man blind kocht.
Dass du dir mit deiner momentanen Sehbehinderung ein aktives Leben trotzdem irgendwie 'erobern' könntest....
 
Ok, ich verstehe. Das tut mir leid. Da hast du wohl auch wirklich Pech gehabt. Bzw. blöd von denen, dass sie das dann nicht anders organisieren konnten oder deine Teilnahme verschoben haben.
Ich hoffe, du wirst diese Umschulung mal schaffen! Aber ich finde es gut, dass du es erst wieder probierst, wenn das wirklich absehbar ist.

Aber wäre es für dich in deiner jetzigen Situation nicht hilfreich, diese Dinge fürs Privatleben zu lernen:
Die bekommen dann bspw. lebenspraktische Fähigkeiten beigebracht - wie man mit dem Langstock durch die Stadt navigiert und den öffentlichen Nahverkehr nutzt, oder wie man blind kocht.
Dass du dir mit deiner momentanen Sehbehinderung ein aktives Leben trotzdem irgendwie 'erobern' könntest....

Nein, das wäre zumindest für mich kompletter Unsinn. Ich bin ja nicht blind oder werde es bald. Das ist ja gar nicht mein Problem. Kein Mensch fängt einfach so an, bspw. auf der Braillezeile zu lesen, mit dem Abakus zu arbeiten oder mit einem Langstock durch die Gegend zu laufen, wenn er nicht tatsächlich blind ist oder absehbar wird.

Ich habe "nur" diese ständigen Kopfschmerzen beim Sehen mit der Brille. Alles, was einem Blinden hilft, hilft mir bei der Sache nicht, weswegen ich auf der "Blindenschule" ja auch vollkommen fehl am Platz war.
 
Eh nicht, natürlich bist du nicht blind!
Ich dachte nur, wie könntest du es machen, dass du auch ohne Brille, solange das mit den Kopfschmerzen nicht gelöst ist, mehr machen könntest..
Vllt passt bei dir nur individuelle Unterstützung.
Waren halt so Ideen von mir
 
Eh nicht, natürlich bist du nicht blind!
Ich dachte nur, wie könntest du es machen, dass du auch ohne Brille, solange das mit den Kopfschmerzen nicht gelöst ist, mehr machen könntest..
Vllt passt bei dir nur individuelle Unterstützung.
Waren halt so Ideen von mir

Hab' ja schon dargelegt, was ich mache und dass es in Anbetracht aller Umstände die erfolgversprechendste Variante ist.
 
Sorry, hab ich vllt nicht konkret formuliert - ich dachte an Alltagsdinge.. - sozusagen, dass du auch kochen, draußen Unternehmungen machen,.. könntest ohne Brille solange die Kopfschmerzen das mit Brille quasi nicht zulassen
Keine Ahnung, ob meine Idee da in eine vernünftige Richtung geht
 
"Pool of Infinity"

Denke, ich werde das unter genau dem Titel nach China bzw. auf Rednote posten - also auszugsweise, nur die Sachen von der KI und mir. Nicht sofort, kostet ja alles ein bisschen Zeit und Kraft.

Bin mal gespannt, auf was für eine Resonanz das stößt, oder ob überhaupt. Empfinde das, was ich poste, zwar selbst als halbwegs interessant, aber die Leute und der Algorithmus mögen das etwas anders sehen. Habe da auf Rednote tatsächlich Zugriffe von einer einzelnen Person oder wie zuletzt auch mal 8.000. Keine Ahnung, wie genau sich das ergibt.
 

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