Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Die Logik vom Glücklichsein - Teil X

Mal ganz hypothetisch eine Frage:

Mal angenommen, dir begegnet so eine Fee, ein Geist aus der Flasche oder so. Es wird dir ein Angebot gemacht. Du kannst wählen zwischen einem ewig glücklichen Leben, einer Million EUR oder Superintelligenz. Für was würden die meisten Menschen sich entscheiden? Für was würdest du dich entscheiden?
Für das ewig glückliche Leben (also sofern damit nicht ewiges Leben gemeint ist)
Wobei es mir fast ein bisschen egoistisch vorkommt
 
Hab' mir zuletzt Rumpsteak/Roastbeef gegönnt. Ist nicht gerade günstig, aber von der Einfachheit der Zubereitung und dem Nährstoffgehalt ist es halt schon so eine Hausnummer. Im Airfryer braucht so ein Steak vielleicht 10 Minuten.
 
Ich schätze, Buddhisten anscheinend
Wär natürlich cool, wenn man ein leidenschaftliches Feuer in Frieden leben könnte..
Keine Ahnung, ob man das erlernen könnte..

Ich denke, dass man auch von den Buddhisten oder Stoikern eine Menge lernen kann. Ob man dann tatsächlich ein Buddhist oder Stoiker ist bzw. sich so bezeichnen möchte, ist eine andere Sache. Man kann ja viele Dinge sein - bspw. gleichfalls ein Buddhist und Christ. Zumindest schließt der Buddhismus das wohl nicht aus. Manche sagen auch, dass der Buddhismus gar keine Religion ist, sondern eher eine Philosophie bzw. Lebenseinstellung.

~~~

Zu den Buddhisten fällt mir noch ein Text ein:

Shambhala-Krieger

"Ich erzähle diese Geschichte gern bei meinen Workshops, denn sie beschreibt unser eigenes Vorhaben und die Schulung, der wir uns unterziehen."

-- Joanna Macy

Sie stammt von einer Prophezeiung, die vor über zwölf Jahrhunderten im tibetischen Buddhismus entstand. Ich erfuhr davon durch meine tibetischen Freunde in Indien, wo 1980 viel davon die Rede war, dass die Prophezeiung sich in unserer Zeit bewahrheiten würde. Die vorausgesagten Zeichen, so sagten sie, seien jetzt in unserer Generation erkennbar. Da diese Prophezeiung von Zeiten großer Gefahr kündet - von Apokalypse -, war es mir, wie man sich denken kann, sehr wichtig, Näheres darüber zu erfahren.

Es gibt für die Prophezeiung verschiedene Deutungen. Manche beschreiben das Kommen des Königreichs von Shambhala als ein inneres Geschehen, eine Metapher der persönlichen spirituellen Reise und nicht so sehr auf die Welt um uns herum gemünzt. Andere sehen darin ein rein äußeres Ereignis, das in der Welt seinen Gang gehen wird, unabhängig von unserer Entscheidung zu handeln oder in irgendeiner Weise an der Heilung unserer Welt mitzuwirken. Eine dritte Version hörte ich von Choegyal Rinpoche, meinem Freund und Lehrer aus der Tashi-Jong-Gemeinde in Nordindien:

Es kommt eine Zeit, in der alles Leben auf der Erde bedroht ist. In dieser Zeit haben sich große barbarische Kräfte entwickelt, eine in der westlichen Hemisphäre, eine im Zentrum der eurasischen Landmasse. Obwohl diese beiden Mächte ihren gesamten Reichtum für die Vorbereitung ihrer gegenseitigen Vernichtung aufgebracht haben, haben sie doch viel miteinander gemeinsam: Waffen von unvorstellbarer Zerstörungskraft und Technologien, um unsere ganze Welt zu verwüsten. In dieser Zeit, wo die Zukunft des Lebens an einem seidenen Faden hängt, taucht das Königreich von Shambhala auf.

Du kannst nicht dort hingehen, denn es ist kein Ort und kein geopolitisches Gebilde. Es existiert in den Herzen und dem Geist der Shambhala-Krieger. Das ist der Ausdruck, den Choegyal benutzte: Krieger.

Du erkennst einen Shambhala-Krieger auch nicht, wenn du ihn oder sie siehst, denn sie tragen keine Uniformen, keine Abzeichen, und keine Fahnen. Sie haben keine Barrikaden, auf die sie steigen können, um auf den Feind loszugehen, oder hinter die sie sich zurückziehen können, um zu ruhen oder sich neu zu formieren. Sie haben nicht einmal ein eigenes Territorium. Sie bewegen sich immer auf dem Terrain der Barbaren.

Doch es kommt die Zeit, wo große Tapferkeit des Herzens und Unerschrockenheit des Handelns von den Shambhala-Kriegern verlangt ist, denn sie müssen geradewegs in die Zentren der barbarischen Mächte gehen, in die Löcher und Höhen und Zitadellen, wo die Waffen verwahrt werden, und sie müssen diese Waffen entschärfen. Um die Waffen, wörtlich und im übertragenen Sinne, unbrauchbar zu machen, müssen sie in die Korridore und Schaltzentralen der Macht gehen, wo die Entscheidungen gefällt werden. Die Shambhala-Krieger haben den Mut, dies zu tun, weil sie wissen, dass diese Waffen „manomaya“ sind, „geistesgemacht“. Vom menschlichen Geist geschaffen, können sie auch vom menschlichen Geist entschärft und zerstört werden. Die Shambhala-Krieger wissen, dass die Gefahren, die alles Leben auf der Erde bedrohen, nicht von außerirdischen Mächten, satanischen Gottheiten oder der Vorsehung eines bösen Schicksals ausgehen. Sie erwachsen aus unseren Entscheidungen, aus unserer Lebensweise und aus unseren Beziehungen.

In dieser Zeit also begeben sich die Shambhala-Krieger ins Training. Als Choegyal das sagte, fragte ich: »Wie trainieren sie?« »Sie schulen sich«, erwiderte er, »im Gebrauch zweier Waffen«. »Was für Waffen?« fragte ich. Da hob er seine Hände in die Stellung, in der die Lamas die Ritualgegenstände Glocke und Dorje beim Lamatanz halten.

»Die Waffen sind Mitgefühl und Einsicht. Beide sind notwendig«, sagte er. »Du brauchst das Mitgefühl, denn das ist es, was dir den Antrieb, die Kraft, die Leidenschaft gibt, etwas zu tun. Wenn du dich dem Schmerz der Welt öffnest, kommst du in Bewegung und handelst. Aber diese Waffe allein genügt nicht. Sie kann dich ausbrennen, erschöpfen, deshalb brauchst du die andere -, du brauchst die Einsicht in die radikale wechselseitig bedingte Abhängigkeit aller Phänomene. Diese Weisheit macht dir klar, dass es hier überhaupt nicht um den Kampf zwischen dem Guten und dem Bösen geht, denn die Linie zwischen Gut und Böse verläuft mitten durch jedes menschliche Herz. Mit dieser Einsicht in unsere tiefe Verflochtenheit weißt du, dass alles, was aus reinem Herzen getan wird, sich durch das gesamte Gewebe des Lebens ausbreitet, weit über das hinaus, was messbar oder wahrnehmbar ist. Doch diese Einsicht allein dürfte zu kühl, zu vernunftbezogen sein, als dass sie dich in Bewegung halten könnte - deshalb brauchst du die Hitze des Mitgefühls. Erst gemeinsam - in jedem Shambhala-Krieger und zwischen ihnen - können diese beiden uns zu beharrlichen Verfechtern eines gesunden Wandels machen. Sie sind uns gegeben, damit wir sie annehmen und zur Heilung unserer Welt nutzen«.

(Quelle: »Die Wiederentdeckung der sinnlichen Erde« – Joanna Macy)
 
Zuletzt bearbeitet:
Für das ewig glückliche Leben (also sofern damit nicht ewiges Leben gemeint ist)
Wobei es mir fast ein bisschen egoistisch vorkommt

Denke nicht, dass die Entscheidung für das persönliche Glücklichsein egoistisch wäre. Denn in dem geschilderten Wunschszenario entsteht das Glücklichsein gewissermaßen aus dem Nichts und wird nicht anderen weggenommen oder so.

~~~

Der Aspekt mit dem Egoismus käme vielleicht ins Spiel, wenn man die zusätzliche Option betrachtet, um welche ich ergänzt hatte:

Mal ganz hypothetisch eine Frage:

Mal angenommen, dir begegnet so eine Fee, ein Geist aus der Flasche oder so. Es wird dir ein Angebot gemacht. Du kannst wählen zwischen einem ewig glücklichen Leben, einer Million EUR oder Superintelligenz. Für was würden die meisten Menschen sich entscheiden? Für was würdest du dich entscheiden?

Okay, es gibt noch eine weitere Option. Es wäre auch möglich, deinen Wunsch auf einen anderen Menschen zu übertragen. Würde deine Entscheidung anders ausfallen?
 
Wie lange dauert das noch mal bis Tauben ihre Kinder ausgebrütet haben? Auf der Höhe von meinem Balkon bauen Tauben wohl gerade ein Nest, etwa 3 Meter von meinem Balkon entfernt. Das hat zur Folge, dass die Tauben gefühlt rund um die Uhr und teils aufgeregt hin- und herflattern, sich teilweise auch auf meinen Balkon setzen. Zuletzt hatte sich ja auch eine Taube in mein Schlafzimmer verirrt und mir da ein bisschen was hinterlassen, bevor ich sie dann wieder in die Freiheit entlassen habe. Das alles ist natürlich kein Weltuntergang, aber es stört meine Ruhe schon etwas.
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
A Kratzer / Biss vom Hund Leben 33
_Tsunami_ Der Ego-Faden vom kleinen Tsunami Leben 9
_Tsunami_ Der Faden vom kleinen Drachen Leben 88

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben