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Die Logik vom Glücklichsein - Teil X

Oh Mann, muss nach erneuter Aufforderung vom Jobcenter wohl mal wieder die Hausverwaltung anschreiben. Die Hausverwaltung überweist mir das Guthaben aus der Betriebskostenabrechnung einfach nicht, obwohl ich die schon zweimal angeschrieben habe. Die hätten mir ja wenigstens mal antworten können.

Vielleicht sehe ich das ja irgendwie falsch, aber das Jobcenter meint nach Prüfung der Betriebskostenabrechnung ja auch, dass mir ein Guthaben zugehen müsste.

Na gut, schreibe ich die Hausverwaltung eben zum dritten Mal an - dieses Mal vielleicht mit etwas mehr "Nachdruck", wenn man das denn so nennen will.

~~~

Irgendwie hatte ich schon die Vermutung, dass es so laufen würde. "Normale" Korrespondenz scheint einfach nicht zu funktionieren.

~~~

Zum Glück ist das mit dem Sehen, Lesen und Schreiben für mich nicht mehr so extrem anstrengend wie früher. Sonst würde ich jetzt nämlich gar nichts machen, nur die Augen schließen und mich ins Bett legen, was natürlich sub-optimal wäre.
 
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Oh Mann, muss nach erneuter Aufforderung vom Jobcenter wohl mal wieder die Hausverwaltung anschreiben. Die Hausverwaltung überweist mir das Guthaben aus der Betriebskostenabrechnung einfach nicht, obwohl ich die schon zweimal angeschrieben habe. Die hätten mir ja wenigstens mal antworten können.

Vielleicht sehe ich das ja irgendwie falsch, aber das Jobcenter meint nach Prüfung der Betriebskostenabrechnung ja auch, dass mir ein Guthaben zugehen müsste.

Na gut, schreibe ich die Hausverwaltung eben zum dritten Mal an - dieses Mal vielleicht mit etwas mehr "Nachdruck", wenn man das denn so nennen will.

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Irgendwie hatte ich schon die Vermutung, dass es so laufen würde. "Normale" Korrespondenz scheint einfach nicht zu funktionieren.

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Zum Glück ist das mit dem Sehen, Lesen und Schreiben für mich nicht mehr so extrem anstrengend wie früher. Sonst würde ich jetzt nämlich gar nichts machen, nur die Augen schließen und mich ins Bett legen, was natürlich sub-optimal wäre.

Ja, irgendwie hatte/habe ich Glück. Hätte alles bis jetzt ja auch vollkommen anders laufen können. Wenn ich an die Zeit zurückdenke, wo diese Sehbelastung, diese Schmerzen, so schlimm waren, dass ich für viele Monate den Briefkasten nicht geöffnet und natürlich auch die Briefe nicht gelesen oder beantwortet habe, da war es richtig schlimm. Natürlich brachte der Verzug mit der Korrespondenz bzw. das Nicht-Lesen und das Nicht-Beantworten diverse Probleme mit sich. Wenn das alles nicht so schlimm gewesen wäre, hätte ich vermutlich auch niemals wegen dieser außerordentlichen Kündigung meiner Wohnung vor Gericht stehen müssen, und allerlei andere Dinge, die enorm belastend waren.

Natürlich, das alles ist noch nicht vorbei bzw. gelöst, aber so speziell und schwierig das alles ist, ich denke, mit ein bisschen Glück ist noch was möglich. Eine Sicherheit ist das natürlich nicht, mehr so ein Wunsch und Bestreben.
 
Auch ist es gut, dass der neue Optiker, der Nils, so viel fragt und zweifelt. Das ist ja das, was mich mit dieser Sehproblematik letztlich weitergebracht hat - nur hatte ich das gewissermaßen in 100-facher Ausfertigung, und habe gewissermaßen bei jedem Optiker für mich wichtige Details gelernt, welche andere Optiker wiederum gar nicht berücksichtigt hatten. Die Summe des Ganzen machte für mich den Unterschied, weswegen auch eine Standard-Refraktion bei Nils eher nicht besonders aufschlussreich bzw. hilfreich sein wird, aber ich lasse mich gerne überraschen.

Es mag überheblich klingen, aber ja, ich würde sagen, dass ich besser lernen musste und gelernt habe, wie extrem empfindlich meine Augen sind, und was bei mir funktioniert oder eben nicht. Ein einzelner Optiker wird das nur schwerlich nachvollziehen bzw. überblicken können.

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Zuletzt meinte Nils ja auch, dass so ein Viertel Dioptrie in der Sphäre oder Zylinder kaum was ausmacht. Ja, wäre schön, wenn dem so wäre. Für mich machen diese kleinen Abstufungen einen gewaltigen Unterschied. Es ist bei jeder noch so kleinen Modifikation der Unterschied zwischen mehr oder weniger Augenschmerzen/Kopfschmerzen.

So ziemlich jeder Optiker oder auch Augenarzt, der meine Augen neu refraktionieren/messen würde, würde mit ziemlich hoher Sicherheit sagen, dass die Werte, mit denen ich arbeite, gar nicht stimmen bzw. funktionieren können. Aber hey, ich sehe damit nicht wirklich "unscharf" und habe eben weniger von diesen Schmerzen, was ich von diesen ganzen anderen Sachen, die mir so verpasst wurden, leider nicht sagen kann. Da ist dann gewissermaßen gleich "game over", und da ist auch nix mit Gewöhnung oder so. Habe das alles schon viel zu oft hinter mir.

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Und es ging in der Vergangenheit ja nicht nur um die Standard-Glaswerte. Es brauchte teils Jahre bis der eine oder andere Optiker auf die Idee kam, dass sich bspw. die falsche Glasart, der falsche Vorneigewinkel der Fassung, die falsche Zentrierung oder ein künstliches Prisma sich schrecklich auf mein Sehen auswirken. Dem Nils habe ich das alles auch erklärt, wobei ich zuletzt den Eindruck hatte, dass er die Hälfte davon schon wieder vergessen hat. Ist aber auch nicht so wichtig. Hauptsache, ich weiß es, und es wird entsprechend berücksichtigt.

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Ob das Ganze überhaupt in Gänze lösbar ist, weiß ich nicht, aber ich bin mir doch ziemlich sicher, dass ich auch mit den neu modifizierten Brillengläsern wieder etwas weniger Schmerzen haben werde. Dafür alleine lohnt sich das Ganze aus meiner Sicht schon.
 
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Und der Jordan Peterson mal wieder:

"Und wisst ihr, eine interessante Sache über Psychologen ist, dass ihr lernen werdet, dass Menschen mit psychischen Krankheiten zu euch kommen werden. Das ist fast niemals wahr. Leute kommen zu euch, weil ihr Leben so verdammt kompliziert ist. Sie können es nicht unter Kontrolle halten, nicht auf eine Weise, die nicht so aussieht, als würde es noch komplizierter werden.

Und das verursacht dann Symptome. Es ist wie diese alte Idee, eine Art Metapher für genetische Anfälligkeit: Nehme einen Ballon und blase ihn über die maximale Toleranz hinaus auf, dann platzt er an seiner schwächsten Stelle. Das ist ungefähr, was eine genetische Anfälligkeit ist.

Wenn die Komplexität stetig erhöht wird, wirst du irgendwann an deinem schwächsten Punkt platzen. Vielleicht wirst du körperlich krank, vielleicht fängst du an zu trinken, vielleicht bekommst du eine Angststörung, vielleicht bekommst du eine Zwangsstörung, vielleicht wirst du depressiv. Was auch immer, irgendwas ist bei dir der schwächste Punkt. Und wenn der Druck stetig steigt, platzt du an deiner schwächsten Stelle. Das ist dann eine psychische Krankheit, aber das passiert nicht einfach so. Manchmal, aber nicht sehr oft.

Für gewöhnlich prasseln Dinge auf die Leute ein - zwei oder drei verschiedene Dinge. Und dann kollabieren sie entsprechend ihrer biologischen Schwäche. Vielleicht baust du sie dann wieder auf, aber es ist fast immer ein Komplexitätsphänomen, keine psychische Krankheit. Nicht immer, aber fast immer."
 
Und der Jordan Peterson mal wieder:

"Und wisst ihr, eine interessante Sache über Psychologen ist, dass ihr lernen werdet, dass Menschen mit psychischen Krankheiten zu euch kommen werden. Das ist fast niemals wahr. Leute kommen zu euch, weil ihr Leben so verdammt kompliziert ist. Sie können es nicht unter Kontrolle halten, nicht auf eine Weise, die nicht so aussieht, als würde es noch komplizierter werden.

Und das verursacht dann Symptome. Es ist wie diese alte Idee, eine Art Metapher für genetische Anfälligkeit: Nehme einen Ballon und blase ihn über die maximale Toleranz hinaus auf, dann platzt er an seiner schwächsten Stelle. Das ist ungefähr, was eine genetische Anfälligkeit ist.

Wenn die Komplexität stetig erhöht wird, wirst du irgendwann an deinem schwächsten Punkt platzen. Vielleicht wirst du körperlich krank, vielleicht fängst du an zu trinken, vielleicht bekommst du eine Angststörung, vielleicht bekommst du eine Zwangsstörung, vielleicht wirst du depressiv. Was auch immer, irgendwas ist bei dir der schwächste Punkt. Und wenn der Druck stetig steigt, platzt du an deiner schwächsten Stelle. Das ist dann eine psychische Krankheit, aber das passiert nicht einfach so. Manchmal, aber nicht sehr oft.

Für gewöhnlich prasseln Dinge auf die Leute ein - zwei oder drei verschiedene Dinge. Und dann kollabieren sie entsprechend ihrer biologischen Schwäche. Vielleicht baust du sie dann wieder auf, aber es ist fast immer ein Komplexitätsphänomen, keine psychische Krankheit. Nicht immer, aber fast immer."

Fast logisch fällt mir da ein Zitat von Henry David Thoreau ein:

"Simplify. Simplify."

Aber ja, sage das mal jemandem, der vor lauter Wasser kein Ufer sieht.
 
Ich denke nicht, dass man das so pauschal sagen kann.

Psychische Probleme können verschiedene Ursachen haben, und manchmal mehrere Ursachen, aber ich denke, es hat nicht zwingend was mit "Komplexität" zu tun.

Manchmal ist es recht einfach.

Wenn es einfach ist, was auch immer, in der Weise, dass es für einen bewältigbar ist und einem keine chronischen Leiden oder so verursacht, braucht man vermutlich auch keinen Psychologen oder so.
 
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