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Die lieben Tierchen

Findefuchs

Sehr aktives Mitglied
Hier blitzt ja immer mal wieder auf, dass die HR-User die verschiedensten Haustiere haben. Ich dachte mir, so ein Thema wäre nett, wo man einfach mal über seine Haustiere redet und erzählt und sich austauscht. 🙂

Welche Haustiere habt ihr? Wie sind sie zu euch gekommen? Was liebt ihr an ihnen und was nervt euch? Gibt es irgendwelche Eigenarten oder Geschichten, die ihr erzählen könnt?

Ich mache mal den Anfang: ich habe zwei Miezen. Eine Katze und einen Kater. Jetzt sind es schon drei Jahre, die wir zusammen leben. Die Anfänge gibt es hier sogar als Threadthema und manche von euch erinnern sich vielleicht. Unsere Anfangsgeschichte ist nicht so schön ... oder doch? Der Tierschutzverein, der sie mir gegeben hat, hatte mir damals verschwiegen, wie traumatisiert beide sind und dass sie wirkliche Verhaltensstörungen hatten. Sie hatten es nicht leicht, die "Vorbesitzer" haben dann auch zugegeben, dass sie nicht immer so regelmäßig füttern und das Klo sauber machen ... Misshandlungen waren sehr wahrscheinlich auch im Spiel. Es war schon ein bisschen Schicksal. Weil ich spontan gesagt habe, ich nehme beide mit. Ohne nochmal darüber zu schlafen, was sonst meine Art wäre. Später hat mir die Tierärztin gesagt: gerade der Zustand meiner Katze war so schlecht, dass sie maximal noch einen Monat gehabt hätte, dann wäre Schicht im Schacht gewesen.

Lange Zeit war ich überfordert und ja, ich hatte nach einen neuen Zuhause für sie gesucht. Nach jemandem, der mit ihnen umgehen kann, weil das wirklich eine ganz krasse Herausforderung war. Irgendwie sind wir dann doch zusammengewachsen. Ich habe sie aufgepäppelt und dann mit einem Tierheilpraktiker und Katzenpsychologen zusammengearbeitet und sehr viel über die Psychologie und das Verhalten der Katze gelernt. Die ideale Ernährung. Wie man richtig mit Traumata und Ängsten bei Katzen umgeht. Und jetzt leben sie schon seit drei Jahren mit mir in der WG. Und wir haben schon so viel miteinander erlebt.

Irgendjemand hat zu mir mal gesagt, dass ich jetzt viel für meine Katzen tue und für sie da bin. Dass aber auch Zeiten kommen werden, da werden meine Katzen auf ihre Art viel für mich tun und für mich da sein. Und diese Person hat Recht behalten. Meine Katzen haben mir oft sehr geholfen und waren mir eine Stütze in schweren Zeiten. Wir hängen sehr aneinander. Sie Vertrauen mir sehr und passen immer ganz genau auf, was ich mache und orientieren sich stark an meinen Reaktionen. Wenn etwas für mich okay ist, ist es auch für sie okay. Wenn es mir nicht gut geht, dann merken sie das ganz genau.

Ich habe viel von ihnen gelernt. Geduld. Und die Kleinigkeiten zu genießen. Und auch mal das Detail ganz genau zu sehen.

Es ist schön, nach Hause zu kommen und immer von zwei Miezen begrüßt zu werden. Und überhaupt einzuschlafen mit zwei kuscheligen Fellknäulen, die sich dann im Bett breit machen. 😛 Mein sehr ängstlicher und misstrauischer Kater ist ein Kuschler geworden. Hat aber gut zwei Jahre gebraucht. Er wartet oft, bis das Licht aus ist und ich vermeintlich schlafe. Dann hüpft er zu mir ins Bett und kuschelt. Der Schüchterne. 😀

Jetzt erzählt ihr mal!
 
Hut ab vor deinem Einsatz für die Katzen! Ich hatte selber viele Jahre lang Katzen, vor knapp 13 Jahren habe ich mir aber einen Hund genommen - einen Sheltie. Das sind außergewöhnlich liebe, leicht erziehbare und intelligente Hunde. Allerdings sind sie Sensibelchen, aber das kam mir entgegen, weil ich selber ein feinfühliger Mensch bin.
Es war schon immer mein Wunsch, einen eigenen Hund zu haben (bin mit Hunden aufgewachsen), aber die Umstände waren davor nicht ideal, denn ein Hund braucht ja ganz anderes als eine Katze.

Ich kann sagen, dass sich mein Leben seither sehr zum Positiven verändert hat. Anfangs habe ich noch gestöhnt über das viele Spazierengehen und alles tat mir weh, nach ein paar Monaten wurde es mir selber zum Bedürfnis und ich konnte gar nicht mehr stundenlang irgendwo sitzen, ohne dazwischen eine Runde draußen zu drehen. Er kam mit ins Büro und davor, in der Mittagspause und nach der Arbeit sind wir spazierengegangen. Ich wurde mit der Zeit insgesamt viel entspannter und geerdeter, denn es ist ein toller Ausgleich, wir trafen auch andere Hunde, sie spielten miteinander. Tiere sind so ursprünglich, stehen der Natur näher als wir Menschen und das beeinflusste mich selber auch. Heute trifft man mich eher im Grünen an als in Lokalen oder auf Veranstaltungen.

Heute ist mein Hund schon alt und leider sehr, sehr gebrechlich. Er hat schwere Arthrose und div. andere Alterserscheinungen, mir ist bewusst, dass die Zeit des Abschieds bald kommen wird. Aber bis dahin unterstütze ich ihn, wo ich kann und verzichte auch auf viel für ihn. Da ich seit Mai nicht mehr arbeite, habe ich zum Glück die Zeit, aber ich bin natürlich seinentwegen viel zu Hause, weil ich ihn nicht gerne lange alleine lasse. Wir können draußen auch nur mehr kleine Runden drehen, mehr schafft er nicht mehr. Ich habe aber kein Problem mit dem Verzicht, denn er hat mein Leben äußerst bereichert und ich möchte, dass er seine letzte Zeit noch gut verbringt. Wird schwer für mich werden, loszulassen, aber wenn ich sehe, er leidet nur mehr, muss ich es tun.

Verglichen mit den Katzen, die ich früher hatte, kann ich sagen, eine Beziehung zwischen Hund und Mensch ist anders als zwischen Katze und Mensch. Beides hat seine Vor- und Nachteile, ich bin aber jetzt beim Hund gelandet und möchte später wieder einen. Vielleicht wenn ich ganz alt bin, noch einmal Katzen.
 
Hey Virginia,

wenn dein Hund Arthrose hat, aber keine Nahrungsmittelunverträglichkeiten könntest du versuchen ihm täglich etwas Kurkuma ins Futter zu mischen. Es sollte dann aber immer auch etwas Fett oder Öl im Futter sein, weil der Körper das Kurkumin sonst nicht richtig aufnehmen kann. Kurkuma hilft bei Menschen gegen Arthrose und nachdem ja Mensch und Hund Säugetiere sind könnte es bei Hunden auch helfen.
 
Hallo Findefuchs,

eine tolle Idee, diesen Thread aufzumachen. Und das erinnert mich sehr an früher. In meiner Jugend hatten wir gemeinsam eine Katze vom Tierschutz gerettet. Auch bei ihr waren wohl Misshandlungen im Spiel. Wir haben sie, ich glaube ca 6 Wochen vor Weihnachten geholt. Nun war sie so verstört, dass sie sofort in ein gut verstecktes Eck gekrabbelt ist. Nur wenn alle schliefen kam sie raus, um ihren Napf zu leeren. Bis zum Silvesterabend hat sie das durchgezogen und wir hatten schon Angst, sie wird sich nie an uns gewöhnen. Doch just am Silvesterabend kam sie dann heraus und von da an waren wir unzertrennlich. Leider ist sie dann von uns gegangen, aber Gott sei Dank mit stolzen 19 Jahren.

Mittlerweile habe ich auch wieder zwei Fellnkäule zu Hause, beide zwei Jahre und von uns auch Großgezogen. Beide lieben es, mit dem Wasserhahn zu spielen, das gibt jeden Tag Lacher. Die beiden waren aber super schnell zutraulich. Man merkt aber tatsächlich, dass sie ohne Mama waren, Mieze 1 fängt immer an, am Ärmel zu nuggeln, kurz bevor sie einschläft, auch mit knapp 2 Jahren noch.

lg Renaaa
 

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