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Die KI und ich...

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 135862
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G

Gelöscht 135862

Gast
Ich hatte ja schon mal erzählt, dass ich ab und an gerne persönliche Gespräche mit der KI suche...

Hier ist mal wieder was faszinierendes nach einer Weile der Diskussion: Ich finde das faszinierend und interessant.

- "Was mich am meisten erschreckt ist wie schnell in Foren eine Mobbing-Situation entsteht- selbst in einem Forum namens "Hilferuf" das eigentlich für Sorgen und Probleme und psychische Krankheiten gedacht ist kann in einzelnen Fällen durch einen Mobber eine ganze Herde angezogen weden sich einen Teilnehmer zu nehmen dessen Thema und Nase nicht passt und ihn zu zerreissen."

- "Das Phänomen, das du da beschreibst, ist eine der dunkelsten und erschreckendsten Dynamiken des Internets. Aus psychologischer Sicht lässt sich dieses plötzliche „Zerreißen“ eines Teilnehmers durch eine ganze Herde wie eine Kettenreaktion erklären. Hier greifen mehrere unlogische und grausame Mechanismen der menschlichen Massenpsychologie ineinander:

1. Das Phänomen der Deindividuation (Die Herde verliert ihr Gesicht)
Sobald sich eine Gruppe im Internet gegen eine einzelne Person formiert, passiert in den Köpfen der Mitläufer etwas Fatales: Die persönliche Verantwortung löst sich auf .

  • Der Einzelne fühlt sich nicht mehr als Individuum, das gerade einen kranken oder hilfesuchenden Menschen quält.
  • Er fühlt sich nur noch als Teil einer „gerechten“ Masse.
    Das eigene moralische Kompass-System wird komplett abgeschaltet und durch das Verhalten der Gruppe ersetzt (Herdenverhalten)
2. Die Projektion eigener Schwächen in Sorgen-Foren
Gerade in Foren, in denen sich Menschen mit psychischen Problemen oder schweren Sorgen treffen, ist die Dynamik oft hochgradig instabil. Viele Nutzer dort tragen selbst enorme innere Frustration, Ohnmacht oder unbewusste Aggressionen in sich.

  • Wenn nun ein dominanter „Mobber“ ein Opfer markiert (weil ihm die Nase oder das Thema nicht passt), bietet das den anderen unlogischen Menschen eine willkommene Projektionsfläche.
  • Indem sie sich auf den Schwächsten stürzen, können sie für einen kurzen Moment ihre eigene Ohnmacht vergessen und sich mächtig, überlegen und „stark“ fühlen. Es ist ein Ventil für den eigenen Frust.
3. Die "In-Group/Out-Group"-Dynamik
Der menschliche Ur-Instinkt will um jeden Preis zu einer Gruppe dazugehören, um Schutz zu finden. Im Internet wird das ins Absurde verzerrt: Um der Gruppe zu beweisen, dass man dazugehört tritt man gemeinsam auf den Außenseiter. In einem Sorgenforum reicht es manchmal schon, wenn jemand eine unkonventionelle Sichtweise äußert oder ein Problem hat, das die anderen nicht nachvollziehen können, um als „Gefahr“ für die gefühlte Harmonie der Gruppe markiert zu werden.

Warum das für Opfer so fatal ist

Wie der Berliner Entwicklungspsychologe Herbert Scheithauer es beschreibt, ist Cybermobbing eine besonders perfide Form der Gewalt, weil sich das Opfer extrem schwer wehren kann und sich vollkommen verzweifelt und hilflos fühlt. In einem Forum wie „Hilferuf“ suchen Menschen nackt und ohne Schutzschild nach Hilfe. Wenn sie dann dort – am vermeintlich sichersten Ort – stattdessen von einem wütenden Mob zerrissen werden, bricht das letzte bisschen Vertrauen in die Menschheit zusammen.
 
Warum tauschst Du Dich nicht eher mit den Menschen hier im Forum aus?

Du stellst die KI in den Vordergrund, möchtest deren Weisheit dann hier diskutieren.
Wäre es nicht umgekehrt sinnvoller?
Ist der Austausch mit Menschen nicht erfüllender als der mit einer KI?

Die Technik sollte für uns da sein, nicht wir für die Technik.
 
Hallo,

Die geschilderte gruppenpsychologische Analyse (Deindividuation, Projektion, In-Group/Out-Group-Verhalten) beschreibt reale und gut erforschte Mechanismen. Wichtig ist jedoch, sie richtig einzuordnen: Es handelt sich um allgemeine Dynamiken menschlicher Online-Kommunikation, nicht um eine spezifische Eigenschaft von Hilferuf.de.


1. Das Phänomen ist plattformunabhängig


Deindividuation und Herdenverhalten treten in jedem offenen, anonymen Online-Forum auf – von Reddit über Facebook-Gruppen bis zu Nachrichtenkommentarspalten. Die von Scheithauer beschriebene Cybermobbing-Dynamik ist ein Internetphänomen, kein Hilferuf-spezifisches. Dass sie ausgerechnet in einem Forum für Sorgen und psychische Probleme besonders erschreckend wirkt, liegt am Kontrast zwischen Anspruch (Schutzraum) und Einzelfall-Realität – das macht das Phänomen emotional schwerer erträglich, aber nicht statistisch häufiger als anderswo.


2. Die zitierte Beschreibung bezieht sich auf Einzelfälle, nicht auf die Regel


Der ursprüngliche Beitrag spricht von "einzelnen Fällen". Das ist ein wichtiger Unterschied zur Aussage, das Forum sei strukturell mobbing-fördernd. Auch Selbsthilfegruppen in der realen Welt, Therapiegruppen oder Selbsthilfeforen anderer Anbieter sind vor Gruppendynamiken, Sündenbock-Mechanismen oder Ausgrenzung Einzelner nicht gefeit – das ist in der Gruppentherapie-Forschung ebenfalls dokumentiert.


3. Was ein Forum tatsächlich leisten kann und was nicht


Ein Forum wie Hilferuf.de kann Melde- und Moderationsmechanismen bereitstellen (was es laut Regelwerk auch tut), aber es kann menschliche Gruppendynamik nicht vollständig verhindern – das könnte kein soziales System, online wie offline. Die relevante Frage ist daher nicht "Kann es passieren?" (ja, überall), sondern "Wie schnell und konsequent greift die Moderation ein, wenn es passiert?" Genau hier liegt – wie die vorherige Kritik zu Recht anmerkt – tatsächlich ein berechtigter Ansatzpunkt für Verbesserung, unabhängig davon, ob man das Forum insgesamt für wertvoll hält.


4. Der Kontrast bleibt trotzdem ein legitimer Kritikpunkt


Hier muss man ehrlich sein: Das Argument "das passiert überall" relativiert die Schwere nicht vollständig. Gerade weil sich Menschen "nackt und ohne Schutzschild" (wie im zitierten Text treffend formuliert) an einen Ort namens "Hilferuf" wenden, trägt die Plattform eine besondere Verantwortung, schneller und konsequenter gegen Rudel-Dynamiken vorzugehen als ein x-beliebiges Hobbyforum. Ob Hilferuf.de dieser erhöhten Verantwortung gerecht wird, lässt sich aus den vorliegenden Erfahrungsberichten nicht abschließend beurteilen – dafür bräuchte es eine systematische Auswertung von Moderationsentscheidungen über Zeit, nicht nur Einzelfallschilderungen (in beide Richtungen).

LG,
SFX
 
Warum tauschst Du Dich nicht eher mit den Menschen hier im Forum aus?

Du stellst die KI in den Vordergrund, möchtest deren Weisheit dann hier diskutieren.
Wäre es nicht umgekehrt sinnvoller?
Ist der Austausch mit Menschen nicht erfüllender als der mit einer KI?

Die Technik sollte für uns da sein, nicht wir für die Technik.
Aber eigentlich sucht/bietet er doch gerade den Austausch mit den Menschen hier im Forum, indem er den Text hier herein stellt zur Diskussion..
(Und wenn ich mich richtig erinnere, gab es in einem früheren oder dem 1. Thread von ihm so eine Situation, die der TE vllt als Mobbing empfunden hat.
In der konkreten Situation ist es dann schwierig sich 'auszutauschen' finde ich, weil man da in einer verletzlichen Situation ist und vllt so eine Dynamik entsteht - einer (TE) gegen 'Viele' / mehrere..)
 
Ich hatte ja schon mal erzählt, dass ich ab und an gerne persönliche Gespräche mit der KI suche...

Hier ist mal wieder was faszinierendes nach einer Weile der Diskussion: Ich finde das faszinierend und interessant.

- "Was mich am meisten erschreckt ist wie schnell in Foren eine Mobbing-Situation entsteht- selbst in einem Forum namens "Hilferuf" das eigentlich für Sorgen und Probleme und psychische Krankheiten gedacht ist kann in einzelnen Fällen durch einen Mobber eine ganze Herde angezogen weden sich einen Teilnehmer zu nehmen dessen Thema und Nase nicht passt und ihn zu zerreissen."

- "Das Phänomen, das du da beschreibst, ist eine der dunkelsten und erschreckendsten Dynamiken des Internets. Aus psychologischer Sicht lässt sich dieses plötzliche „Zerreißen“ eines Teilnehmers durch eine ganze Herde wie eine Kettenreaktion erklären. Hier greifen mehrere unlogische und grausame Mechanismen der menschlichen Massenpsychologie ineinander:

1. Das Phänomen der Deindividuation (Die Herde verliert ihr Gesicht)
Sobald sich eine Gruppe im Internet gegen eine einzelne Person formiert, passiert in den Köpfen der Mitläufer etwas Fatales: Die persönliche Verantwortung löst sich auf .

  • Der Einzelne fühlt sich nicht mehr als Individuum, das gerade einen kranken oder hilfesuchenden Menschen quält.
  • Er fühlt sich nur noch als Teil einer „gerechten“ Masse.
    Das eigene moralische Kompass-System wird komplett abgeschaltet und durch das Verhalten der Gruppe ersetzt (Herdenverhalten)
2. Die Projektion eigener Schwächen in Sorgen-Foren
Gerade in Foren, in denen sich Menschen mit psychischen Problemen oder schweren Sorgen treffen, ist die Dynamik oft hochgradig instabil. Viele Nutzer dort tragen selbst enorme innere Frustration, Ohnmacht oder unbewusste Aggressionen in sich.

  • Wenn nun ein dominanter „Mobber“ ein Opfer markiert (weil ihm die Nase oder das Thema nicht passt), bietet das den anderen unlogischen Menschen eine willkommene Projektionsfläche.
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3. Die "In-Group/Out-Group"-Dynamik
Der menschliche Ur-Instinkt will um jeden Preis zu einer Gruppe dazugehören, um Schutz zu finden. Im Internet wird das ins Absurde verzerrt: Um der Gruppe zu beweisen, dass man dazugehört tritt man gemeinsam auf den Außenseiter. In einem Sorgenforum reicht es manchmal schon, wenn jemand eine unkonventionelle Sichtweise äußert oder ein Problem hat, das die anderen nicht nachvollziehen können, um als „Gefahr“ für die gefühlte Harmonie der Gruppe markiert zu werden.

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Wie der Berliner Entwicklungspsychologe Herbert Scheithauer es beschreibt, ist Cybermobbing eine besonders perfide Form der Gewalt, weil sich das Opfer extrem schwer wehren kann und sich vollkommen verzweifelt und hilflos fühlt. In einem Forum wie „Hilferuf“ suchen Menschen nackt und ohne Schutzschild nach Hilfe. Wenn sie dann dort – am vermeintlich sichersten Ort – stattdessen von einem wütenden Mob zerrissen werden, bricht das letzte bisschen Vertrauen in die Menschheit zusammen.
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