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Die Einsamkeit macht mich kaputt.

  • Starter*in Starter*in Kleines Seelchen
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Natürlich haben wir es selber in der Hand, etwas aus unserem Leben zu machen, oder eben nichts zu machen. Wer wenn nicht wir selbst?
Wir leben zum Glück in einem freien Land, in dem wir zum großen Teil selber entscheiden können: wir müssen keine Angst haben, dass wir abgeknallt werden, wenn wir das Haus verlassen, oder im Knast landen. Also können wir das Haus auch verlassen, wir können einen Beruf und ein Hobby erlernen, wir können sogar Gelder von diversen Ämtern bekommen, wenn unser eigenes nicht reicht und wir haben Zugang zu medizinischer Versorgung.
Es gibt unzälige gesellschaftliche Aktivitäten, die uns angeboten werden und teilweise sogar kostenlos sind, unzählige Hobbys, Sportarten, Ehrenämter, Vereine, Bildungsangebote auf jedem Niveau, Cafes, Bars, Restaurants usw. wer also- wenn nicht wir selbst- trägt die Verantwortung, wenn wir dieses Angebot nicht nützen?
 
Hallo Kleines Seelchen, Grüß Dich,
Ich beziehe mich auf deinen Eingangspost. Wie geht es dir?
Ich vermute du hast noch nicht den Mut gefunden, dich irgendwelchen Vereinen anzuschließen. Ist auch wirklich schwer sowas. Und in deiner Situation noch ein Stück schwerer.
Ich habe Kinder wie du weißt, und doch fühle ich mich öfters einsam. Dann gehe ich in mich, fühle das ich nicht einsam bin, ich habe ja mich.
Tja aber dann ist da dieser Wunsch einen Menschen zu kennen, der mir ähnlich ist, meinen Gedanken ähnlich ist. Doch den oder die gibt es nicht, ich habe es schon mein ganzes Leben lang versucht und ausprobiert, das was ich suche finde ich nicht.
Ich habe angefangen zu begreifen, das ich dies wohl nicht finden werde.
Und dann ist da auch noch meine Scheu, in den letzten Jahren dazu gekommen andere Menschen kennenzulernen , wohl resultierend aus den schlechten Erfahrungen die ich einsammelte.
Ich kann dir dein einsames Gefühl nachempfinden.

Es gibt ganz viele Menschen, die dieses Gefühl empfinden, aus verschiedenen Gründen, unterschiedlich zusammengesetzt, aber unterm Strich fühlt es sich Einsam an.
Das Einzige was mich rettet, ich freunde mich mit dieser Einsamkeit an. Naja, ich habe es auch leichter, objektiv gesehen habe ich nicht die Probleme die du hast. Naja da gibt es noch mein eigenes Bild über mich, und das ist nicht so schön.
Trotzdem muß ich zugeben, das mein Aussehen schon was anderes vorspiegelt.

Es macht mich so traurig, wenn ich deine Zeilen lese.
Weißt du Kleines Seelchen, versuch dir darüber bewußt zu werden, das alle die hier im Forum schreiben, einsam sind, oder Langeweile haben, oder was erfahren wollen, oder ein Problem lösen wollen. Jeder steckt in seinem eigenen Gefängnis. Das ist die Wahrheit. Manchmal sieht man das nicht, weil man nur bei sich selbst schaut wie Fehlerbeladen man ist.


Liebe Grüße Pecky
 
Bist du Frührentner eigentlich?

Falls nicht, sollte oberste Priorität sein, wie du wieder in die Arbeitswelt zurückkommen kannst.

Arbeitslosigkeit ist Grund Nr. 1, dass einem soziale Kontakte fehlen und man sich einsam fühlt.

Bzw. wenn da wirklich schwerere Depressionen vorliegen, hilft natürlich nur der Gang zu einem Psychiater oder Psychotherapeuten.
 
Um bei cloudys Idee zu bleiben. Könntest du nicht auch in einer Behinderten-Werkstatt arbeiten? Du sagst ja selbst, dass du kaum was sehen kannst und noch tausend andere Beschwerden hast, an die ich mich, ehrlich gesagt, auch nicht an alle erinnern kann.

So würdest du ja auch unter Menschen kommen, falls eine normale Arbeit nicht möglich wäre.
 
[...]

Seelchen, ich denke, Du brauchst Gelegenheiten, mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen. Arbeit, ein Hobby, ein Ehrenamt, was davon zu Dir passt, das musst Du entscheiden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Solange du dich nicht selbst als erfolgreichen Menschen betrachtest, wie sollten es dann andere in dir erkennen? Du siehst dich halt auch immer nur auf der Schattenseite. Ich persönlich fände es schön, wenn auch mal was anderes von dir käme.
Erfolgreich ist man, oder eben nicht (natürlich im Rahmen der individuellen Vorstellung). Bei mir muss, kann und soll da also auch niemand etwas erkennen, was nicht da ist.
Zumal für mich gerade das die Ursache dafür ist, dass wir in dieser verrückten Welt leben: einen erfolgreichen Menschen abgeben zu müssen, weil man auf der Schattenseite nichts anderes erwarten kann, dass andere nichts mit einem zu tun haben wollen. Deswegen strebt alles nach Erfolg und mimt den Starken und Souveränen und es kümmert dadurch wenig, wenn andere unter die Räder kommen. Denn unerfolgreich zu sein und auf der Schattenseite zu sein, wird zum Nichtakzeptierenswerten, zum Verachtenswerten. So wie man nicht sein darf, so dürfen andere nicht sein. Man wird gefühllos sich selbst gegenüber, damit auch anderen gegenüber. So wie man von sich fordert "sei anders, sei erfolgreich", so fordert man es von anderen. Das fördert meiner Meinung nach massiv Mitleidlosigkeit, Intoleranz und feindschaftliche Tendenzen.

Man muss doch den Menschen sehen, der er ist. Und ihn nicht auf das beschränken, was er nach außen hin vorgibt, oder was er durch Erfolg, ob vermeintlich oder tatsächlich, repräsentiert. Wer einen Menschen ablehnt, weil er auf der Schattenseite steht, sollte meiner Meinung nach mal gründlich über sich selbst nachdenken, woher dieses Empfinden der "Schrecklichkeit" des Unerfolgreichen (bzgl. im System Fuß zu fassen oder im sozialen Bereich) denn kommt.

Hallo Kleines Seelchen, Grüß Dich,
Ich beziehe mich auf deinen Eingangspost. Wie geht es dir?
Ich vermute du hast noch nicht den Mut gefunden, dich irgendwelchen Vereinen anzuschließen. Ist auch wirklich schwer sowas. Und in deiner Situation noch ein Stück schwerer.
Ich habe Kinder wie du weißt, und doch fühle ich mich öfters einsam. Dann gehe ich in mich, fühle das ich nicht einsam bin, ich habe ja mich.
Tja aber dann ist da dieser Wunsch einen Menschen zu kennen, der mir ähnlich ist, meinen Gedanken ähnlich ist. Doch den oder die gibt es nicht, ich habe es schon mein ganzes Leben lang versucht und ausprobiert, das was ich suche finde ich nicht.
Ich habe angefangen zu begreifen, das ich dies wohl nicht finden werde.
Und dann ist da auch noch meine Scheu, in den letzten Jahren dazu gekommen andere Menschen kennenzulernen , wohl resultierend aus den schlechten Erfahrungen die ich einsammelte.
Ich kann dir dein einsames Gefühl nachempfinden.

Es gibt ganz viele Menschen, die dieses Gefühl empfinden, aus verschiedenen Gründen, unterschiedlich zusammengesetzt, aber unterm Strich fühlt es sich Einsam an.
Das Einzige was mich rettet, ich freunde mich mit dieser Einsamkeit an. Naja, ich habe es auch leichter, objektiv gesehen habe ich nicht die Probleme die du hast. Naja da gibt es noch mein eigenes Bild über mich, und das ist nicht so schön.
Trotzdem muß ich zugeben, das mein Aussehen schon was anderes vorspiegelt.

Es macht mich so traurig, wenn ich deine Zeilen lese.
Weißt du Kleines Seelchen, versuch dir darüber bewußt zu werden, das alle die hier im Forum schreiben, einsam sind, oder Langeweile haben, oder was erfahren wollen, oder ein Problem lösen wollen. Jeder steckt in seinem eigenen Gefängnis. Das ist die Wahrheit. Manchmal sieht man das nicht, weil man nur bei sich selbst schaut wie Fehlerbeladen man ist.


Liebe Grüße Pecky
Danke. Dein Beitrag ist erfrischend, weil er versucht die Empfindungs- und Problemwelt des TE zu berücksichtigen, anstatt rein mit vorwurfsvollen Anfeuerungen zu kommen und alles abzuwürgen.

Ich kann Kleines Seelchen leider selber keinen Tipp geben, den er nicht schon bekommen hat. Mit Schuhe anziehen und Spazierengehen, ist es halt leider nicht getan. Ich weiß, wie es ist, wenn Bemühungen rückwärts laufen; wie es hemmt, wenn man sich falsch und verkehrt fühlt. Raus gehen und machen und sich anders zu geben, ist so einfach gesagt, wenn Handicap und Phobie zuschlägt (und wer weiß, was für persönliche Hindernisse noch mit reinspielen können) und manchmal möchte man einfach nur bei sich selber bleiben dürfen und nicht gebrochen werden. Nichts mimen zu müssen, kein Darsteller sein zu müssen, keinen Erfolg vorzeigen zu müssen. Nicht blöde begrinst, abgewertet und abgelehnt zu werden. Das scheint so viel verlangt. Und ich sehe (das ist mein Erleben), wie die Leute, mit diesen Forderungen, wie man zu sein hat und nicht zu sein hat, verrückt gemacht werden.


Keine Ahnung, ob das zu OT gehört oder was hilft oder nicht. Bei Bedarf löschen.
 
Ich hatte mal eine Nachbarin, die hatte einen Sohn, damals knapp 2 Jahre. Der hatte die gleiche Krankheit.
Sein Aussehen war erschreckend, schon als Kind. Er tat mir so leid. Wenn wir am Sandkasten saßen, schloß ich manchmal die Augen zu einem kleinen Schlitz, hab einfach nur gefühlt, um nicht von der Ausdruckslosigkeit in seinem Gesicht ablenkt zu werden. Wir haben Sandburgen gebaut und mit Förmchen Kuchen gebacken.
Leider hatte er auch eine Gehbehinderung und konnte nie so glücklich hin und her tollen, wie es Kinder in dem Alter machen.

Das Leben ist schon so schwierig, wenn man unter Phobien leidet, aber optisch gekennzeichnet zu sein und unter Ängsten leiden ist schon hart und hemmend.
Es geht auch nicht um Vergleichen was ist schlimmer. Jedes Problem ist für den einzelnen schlimm. Das bedeutet nicht das derjenige es nicht tragen kann, aber manchmal fühlt es sich so an als könne man es nicht tragen, würde unter der Last einbrechen.

Es geht mir auch gar nicht um bemitleiden, sondern ich frage mich bei anderen Menschen oft, wie/was würde ich mich fühlen, wenn ich in seinen Stiefeln laufen müßte. Nicht nur mal für kurz, sondern für lange.
Das frage ich mich bei vielen Menschen. Ich empfinde ehrliches Mitgefühl.
Und ich denke, nicht das sich die Probleme mit Allerweltratschlägen lösen lassen.
Fragen, fragen kann man, : hast du das schon ausprobiert, und das und das.
Dabei weiß doch sicher jeder, mit einer Person/einem Freund an der Seite geht vieles einfacher, ist vieles leichter. Aber das können wir nicht leisten im Forum.
Trotzdem, statt Vorwürfe helfen mutvolle Gespräche.
Hilfe ist nicht was ein anderer meint was Hilfe ist, sondern das was der Betroffene als Hilfe annehmen kann.

Neutrales Beispiel: Ein Mensch der nichts wegwerfen kann, es würde diesem Menschen wohl wenig helfen wenn man ihm schreibt, schmeiß die Sachen einfach weg.
Ist doch logisch.
Das Problem liegt viel tiefer.
Der Rat hilft nicht. Ist zwar der kürzeste Weg zur Lösung, funktioniert aber nicht.
Das Problem, das seine Wohnung überläuft von Sachen ist auch noch da.
Was fehlt ist die Emphatie, ein Mensch der zur Seite steht und Mut macht und bespricht. Vielleicht ein kleines Stück des Weges mitgeht.(was wir im Forum nicht leisten können). Ist der Mensch deswegen hoffnungslos verloren.
Hat er dadurch sein Recht verwirkt Zuspruch, Mitgefühl zu bekommen. Hier geht es nicht um ein technisches Problem. Geldstück reinwerfen, Taste auswählen, und es kommt unten was raus. Problem gelöst.

Ein Mensch ist vielschichtiger, voller Erinnerungsmuster, Erfahrungen. Meistens hat er schon einiges probiert, um sich selbst aus der Klemme zu helfen. Ist oft gescheitert, an seinen eigenen Blockaden, oder denen seiner Mitmenschen. Kommt nicht weiter.
Mensch sucht hier im Forum nach Verständnis Zuspruch, Input, vielleicht kommt ein Lösungsweg zustande, aber das Wichtigste ist doch die Kommunikation mit Menschen.

Ich glaube der Thementitel spricht vielen aus der Seele, obwohl jedem sein Problem ein anderes ist. Unterm Strich kommt ein ähnliches einsam fühlen raus, nur auf anderen Säulen begründet.
 
Zuletzt bearbeitet:
Meine Erfahrung mit Einsamkeit:

Wenn du sagst, wie allein du bist, weil sogar alle Verwandten schon verstorben sind und Freunde nicht vorhanden, etc., wenn du irgendwo mit Menschen ins Gespräch kommst und denen von deiner Einsamkeit erzählst, dann fühlen sie sich leider aufgefordert dir zu sagen wo du hin sollst, was du tun sollst, was, wo, wie, um die Möglichkeit zu haben neue Leute kennen zu lernen aber niemals, NIEMALS hätte einer von denen mir gesagt: Komm, lass uns mal was zusammen machen.

Also ist es besser, nie was von der Einsamkeit zu erwähnen, weil jeder, aber auch jeder sich veranlasst fühlt, dir zu sagen wo's "langgeht" aber niemals dich fragen würde, ob er sich mit dir anfreunden dürfe. (Ausnahmen gibt es immer).

Ich glaube, wenn Menschen sagen, sie sind einsam, dann möchten sie sich mit denen unterhalten, denen sie es sagen und nicht hören, wo sie hin sollen um Leute kennen zu lernen.

Sogar in der Volkshochschule meinte jemand, NEIN, neue Bekannte brauche ich nicht aber geh doch mal da und da und dort hin. Und da und da und dort war ich vorher schon, dort und da und da wurde mir empfohlen zur Volkshochschule zu gehen. Inzwischen geht es mir am A*** vorbei ob ich einsam bin oder nicht. Ich rede nicht mehr drüber. Hier wollte ich aber mal kurz antworten, ist leider doch etwas länger geworden als beabsichtigt.
 
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