Nun ist ja wieder die Bundestagswahl vorbei.
Es war die xte Wahl, an der ich teilgenommen habe.
Warum scheitern kleinere, vielleicht auch noch unbekanntere Parteien regelmäßig an der 5-%-Hürde und warum bildet sich unsere Regierung stets in irgend einer Form nur aus dem Reportoir der großen, etablierten Parteien seit Bildung der ersten Regierung nach Ende des zweiten Weltkriegs?
Nun, ein Grund dafür ist bestimmt der Gedanke von Wählern wie:
"Eigentlich finde ich diese neue, kleine Partei da gut. Die würde ich am liebsten wählen. Aber: Die schafft es ja eh nicht in den Bundestag. Dann wähle ich lieber eine der "etablierten" Parteien."
Oder:
"Eigentliche finde ich diese neue, kleine Partei da gut. Aber: Bei der aktuellen Lage muss ich leider taktisch wählen, damit die andere Partei X nicht an die Macht kommt. Also wähle ich wieder eine der etablierten Parteien, damit diese genug Stimmen bekommt, damit sie (möglicherweise in Koalition mit anderen etablierten Parteien) an die Macht kommt, damit Partei x auf keinen Fall an die Macht kommt."
Oder aus ähnlichen Gedankengängen verzichtet der Wähler oft leider dann darauf, das zu wählen, was er eigentlich möchte.
Wo ist dann dabei aber noch die Demokratie?
Eine mögliche Lösung dieses Problems könnte die Einführung der Ersatzstimme sein. Man hätte als Wähler also eine Stimme mehr mit der man Folgendes zum Ausdruck bringen kann:
"Eigentlich bevorzuge ich diese Partei:" ->Kreuz bei dieser Partei als Primär-/Hauptstimme. "Sollte diese Partei es aber nicht schaffen, z. B. über die 5-%-Hürde zu kommen, dann wähle ich zumindest taktisch mit meiner Ersatzstimme eine etablierte Partei, damit Partei x auf keinen Fall an die Macht kommt." -> Kreuz bei der etablierten Partei als Ersatzstimme.
Vorteile:
- Der tatsächliche Wählerwille würde viel mehr zum Ausdruck gebracht werden. Die Wahl wäre also demokratischer.
- Kleinere Parteien könnten somit viel eher "aufsteigen". Es könnte tatsächlich irgendwann einmal zu einem Wechsel der großen, etablierten Parteien kommen, die eben schon seit nach dem Krieg (ob alleine oder in Koalition) "an der Macht" sind.
Aber zumindest würde die Einführung einer Ersatzstimme die grundsätzliche Möglichkeit bieten, kleinere, weniger etablierte Parteien z. B. zu mehr Macht zu verhelfen um bspw. in den Bundestag einziehen zu können.
Nachteile;
Eigentlich sehe ich hier nur den möglichen Nachteil, das so natürlich so auch kleinere - ich umschreibe es mal mit "radikalere" - Parteien mit der Haupt-/Primärstimme belegt werden könnten um eben auch diese Parteien zu Aufstieg zu verhelfen. Nur gillt das ja eben nicht nur für solche kleineren, "radikaleren" Parteien sondern eben für alle Parteien. Also würde ich es deshalb dann nicht unbedingt als Nachteil sehen.
Hier noch ein interessanter Artikel dazu:
HIER
Leider ist der Versuch der Einführung einer Ersatzstimme bei zwei Landtagswahlen daran gescheitert, dass die großen, etablierten Parteien dies ablehnten, da sie vermutlich darin eine Schwächung ihrer eigenen Macht sahen.
Tja, schade. Gute Nacht, Demokratie.
Die Einführung der Ersatzstimme bei Wahlen wird wohl für immer und ewig ein Traum bleiben.
Aber immerhin gibt es hierzulande noch keinen Wahlbetrug . Immerhin läuft zumindest das noch "demokratisch" ab.
Was sind denn eure Meinungen dazu?
Ich denke im Übrigen, dass das Ergebnis der letzten Bundestagswahl komplett anders ausgesehen hätte, wäre die Wahl inklusive Ersatzstimme erfolgt.
Ich denke, es hätten mehr Parteien die 5-%-Hürde geschafft und wären somit im Bundestag vertreten gewesen und somit Teil der Opposition.
Die etablierten Parteien hätten alle samt Stimmen verloren, hätten sich können/müssen - um weiter an der Macht zu bleiben - aber für mehr Koalitionspartner entscheiden, um eine Regierung bilden zu können.
Es war die xte Wahl, an der ich teilgenommen habe.
Warum scheitern kleinere, vielleicht auch noch unbekanntere Parteien regelmäßig an der 5-%-Hürde und warum bildet sich unsere Regierung stets in irgend einer Form nur aus dem Reportoir der großen, etablierten Parteien seit Bildung der ersten Regierung nach Ende des zweiten Weltkriegs?
Nun, ein Grund dafür ist bestimmt der Gedanke von Wählern wie:
"Eigentlich finde ich diese neue, kleine Partei da gut. Die würde ich am liebsten wählen. Aber: Die schafft es ja eh nicht in den Bundestag. Dann wähle ich lieber eine der "etablierten" Parteien."
Oder:
"Eigentliche finde ich diese neue, kleine Partei da gut. Aber: Bei der aktuellen Lage muss ich leider taktisch wählen, damit die andere Partei X nicht an die Macht kommt. Also wähle ich wieder eine der etablierten Parteien, damit diese genug Stimmen bekommt, damit sie (möglicherweise in Koalition mit anderen etablierten Parteien) an die Macht kommt, damit Partei x auf keinen Fall an die Macht kommt."
Oder aus ähnlichen Gedankengängen verzichtet der Wähler oft leider dann darauf, das zu wählen, was er eigentlich möchte.
Wo ist dann dabei aber noch die Demokratie?
Eine mögliche Lösung dieses Problems könnte die Einführung der Ersatzstimme sein. Man hätte als Wähler also eine Stimme mehr mit der man Folgendes zum Ausdruck bringen kann:
"Eigentlich bevorzuge ich diese Partei:" ->Kreuz bei dieser Partei als Primär-/Hauptstimme. "Sollte diese Partei es aber nicht schaffen, z. B. über die 5-%-Hürde zu kommen, dann wähle ich zumindest taktisch mit meiner Ersatzstimme eine etablierte Partei, damit Partei x auf keinen Fall an die Macht kommt." -> Kreuz bei der etablierten Partei als Ersatzstimme.
Vorteile:
- Der tatsächliche Wählerwille würde viel mehr zum Ausdruck gebracht werden. Die Wahl wäre also demokratischer.
- Kleinere Parteien könnten somit viel eher "aufsteigen". Es könnte tatsächlich irgendwann einmal zu einem Wechsel der großen, etablierten Parteien kommen, die eben schon seit nach dem Krieg (ob alleine oder in Koalition) "an der Macht" sind.
Aber zumindest würde die Einführung einer Ersatzstimme die grundsätzliche Möglichkeit bieten, kleinere, weniger etablierte Parteien z. B. zu mehr Macht zu verhelfen um bspw. in den Bundestag einziehen zu können.
Nachteile;
Eigentlich sehe ich hier nur den möglichen Nachteil, das so natürlich so auch kleinere - ich umschreibe es mal mit "radikalere" - Parteien mit der Haupt-/Primärstimme belegt werden könnten um eben auch diese Parteien zu Aufstieg zu verhelfen. Nur gillt das ja eben nicht nur für solche kleineren, "radikaleren" Parteien sondern eben für alle Parteien. Also würde ich es deshalb dann nicht unbedingt als Nachteil sehen.
Hier noch ein interessanter Artikel dazu:
HIER
Leider ist der Versuch der Einführung einer Ersatzstimme bei zwei Landtagswahlen daran gescheitert, dass die großen, etablierten Parteien dies ablehnten, da sie vermutlich darin eine Schwächung ihrer eigenen Macht sahen.
Tja, schade. Gute Nacht, Demokratie.
Die Einführung der Ersatzstimme bei Wahlen wird wohl für immer und ewig ein Traum bleiben.
Aber immerhin gibt es hierzulande noch keinen Wahlbetrug . Immerhin läuft zumindest das noch "demokratisch" ab.
Was sind denn eure Meinungen dazu?
Ich denke im Übrigen, dass das Ergebnis der letzten Bundestagswahl komplett anders ausgesehen hätte, wäre die Wahl inklusive Ersatzstimme erfolgt.
Ich denke, es hätten mehr Parteien die 5-%-Hürde geschafft und wären somit im Bundestag vertreten gewesen und somit Teil der Opposition.
Die etablierten Parteien hätten alle samt Stimmen verloren, hätten sich können/müssen - um weiter an der Macht zu bleiben - aber für mehr Koalitionspartner entscheiden, um eine Regierung bilden zu können.