Was beihempelsuntermsofa geschrieben hat, kann ich voll unterstreichen. Die Umwelt erwartet regelrecht Masken von uns, die freundlich, gut, liebenswert, uneigennützig, was auch immer sein sollen, und bildet sich dann auch noch ein, daß diese Masken identisch mit dem echten Menschen sein sollen. Daß jeder Mensch meistens uneigennützig, egoistisch und oft keineswegs liebenswert ist, schmutzige Gedanken über andere hegt und gern in der Nase popelt, das sind die Teile des Menschseins, die gefälligst ignoriert und totgeschwiegen werden sollen.
Ganz schlimm ist es, wenn Liebe mit ins Spiel kommt, weil ein Liebender die geliebte Person ja nicht so sieht oder sehen will, wie sie wirklich ist, sondern ein Phantasiegebilde, eine Projektion der eigenen Wünsche und Vorstellungen, eine Idealisierung, die in Wahrheit gar nicht vorhanden ist, bestenfalls eine Annäherung an dieselbe. Also eine von außen aufgesetzte Maske, für die die betroffene Person selbst gar nichts kann, weil niemand die Phantasien anderer Leute unter Kontrolle hat.
In Familien, wo jeder des anderen Macken genau kennt, sorgt gerade der Mangel an Masken dafür, daß man sich oft nicht verträgt, es gibt keine Illusionen über die Beweggründe und Fehler des anderen, weshalb man freiwillig eigentlich gar nicht so viel miteinander zu tun haben möchte.
Einen Verzicht auf Masken kann sich nur jemand erlauben, der allein lebt und sich allein durchschlägt, der nicht von anderen Menschen abhängig ist, niemandem (keinem Arbeitgeber, Ehegatten, sonstwas) um den Bart gehen muß und sich auch keine Sorgen wegen der möglichen Folgen machen muß, wenn er mal jemand anderen vor den Kopf stößt mit seiner hundertprozentig ehrlichen, maskenlosen und ungeschminkten, sprich oft als unhöflich empfundenen (da keine Höflichkeitslügen) und barschen (zu direkten) Art.
Ganz schlimm ist es, wenn Liebe mit ins Spiel kommt, weil ein Liebender die geliebte Person ja nicht so sieht oder sehen will, wie sie wirklich ist, sondern ein Phantasiegebilde, eine Projektion der eigenen Wünsche und Vorstellungen, eine Idealisierung, die in Wahrheit gar nicht vorhanden ist, bestenfalls eine Annäherung an dieselbe. Also eine von außen aufgesetzte Maske, für die die betroffene Person selbst gar nichts kann, weil niemand die Phantasien anderer Leute unter Kontrolle hat.
In Familien, wo jeder des anderen Macken genau kennt, sorgt gerade der Mangel an Masken dafür, daß man sich oft nicht verträgt, es gibt keine Illusionen über die Beweggründe und Fehler des anderen, weshalb man freiwillig eigentlich gar nicht so viel miteinander zu tun haben möchte.
Einen Verzicht auf Masken kann sich nur jemand erlauben, der allein lebt und sich allein durchschlägt, der nicht von anderen Menschen abhängig ist, niemandem (keinem Arbeitgeber, Ehegatten, sonstwas) um den Bart gehen muß und sich auch keine Sorgen wegen der möglichen Folgen machen muß, wenn er mal jemand anderen vor den Kopf stößt mit seiner hundertprozentig ehrlichen, maskenlosen und ungeschminkten, sprich oft als unhöflich empfundenen (da keine Höflichkeitslügen) und barschen (zu direkten) Art.