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Die digitale Verblendung

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 66896
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Gelöscht 66896

Gast
... ich könnte auch gleich "Verblödung"schreiben. Sicher werde ich vor allem unter jungen Leuten auf heftigen Widerstand stoßen. Für sie ist alles "chic"... Kleines Beispiel: am Rande eines sogenannten Busbahnhofs in einer Kleinstadt (die sich "große Kreisstadt" nennt - stimmt beides nicht: weder groß noch Kreisstadt), also am Rande dieses Busbahnhofs beobachtete ich eine Mutter (vlt. Anfang 30) mit ihren beiden Kindern aus meinem Bus heraus. Der Junge (etwa 5 Jahre) hüpfte vollkommen sich selbst überlassen und unbeaufsichtigt auf den Bussteigen und Fahrbahnen herum. Das Mädchen (vlt. 3 - 4 Jahre)hatte die Mutter wegen eines dringenden Bedürfnisses im nahe gelegenen Gebüsch versteckt (kann ja vorkommen). Das Mädchen kam allein wieder aus dem Gestrüpp hervor und zog und zerrte an ihrer Kleidung im verzweifelten Bemühen, sich wieder anzuziehen. Zum Glück legte sie nur einen kleinen Ausschnitt des Bauches frei. Mama konnte ihr allerdings nicht helfen, weil - und jetzt komme ich zum Punkt: das Handy mit der linken Hand und dem linken Ohr von Mama verwachsen schien. Der wirre Blick ins Leere sprach Bände. Als die Kleine endlich - Hilfe erwartend - bei Mama ankam, erntete sie noch Tadel: "Siehst Du nicht, daß ich telefoniere?!" Wie das Mädchen aussah, nahm die Mutter gar nicht wahr. Sie fühlte sich durch den Nachwuchs nur gestört. - anschließend war meine Abfahrtszeit erreicht und ich verließ kopfschüttelnd den Busbahnhof. - ja, digital ist einiges möglich. Wohl gibt es aber noch keine Anzieh-App für Kleinkinder... Viele Grüße
 
Ich befürworte den technischen Fortschritt, vieles geht heute einfacher und schneller. Das ist mittlerweile schon Standard.
Allerdings bin ich der Ansicht, dass ein Kind kein teures iPhone braucht und auch noch keinen eigenen PC im Kinderzimmer. Ganz ohne Handy würde ich mein Kind aber nicht mehr in die Welt rausschicken wollen, das Ding hat sich bereits als Retter in der Not erwiesen. Darauf angewiesen zu sein erstmal jemanden zu finden, der benötigte Hilfe herbeirufen kann oder mich drauf verlassen zu müssen, dass ein anderer schon handeln wird, wenn etwas ist, das will ich echt nicht mehr.
 
da bin ich bei dir, ich finde es genau so unmöglich.

Straßenverkehr ist auch noch sowas, wo ich die Hände über den Kopf schlage. guck mal in die Autos rein, so viele die am Handy rumspielen. Zahlen der Unfallvorschung sprächen Bänder. habe selbst schon beobachtet, wie eine ältere Frau an einer Kreuzung stand weil sie Vorfahrt gewähren musste und als ein 40 tonner auf ihrer Höhe war sie losfuhr. rate mal was die Frau in der Hand hatte

oder im Betrieb während der Pause stehen mehrere Personen in einem Kreis und jeder starrt auf sein Handy statt sich miteinander zu unterhalten. allessamt auf der Jagt nach dem nächsten "like"
 
Ich befürworte den technischen Fortschritt, vieles geht heute einfacher und schneller. Das ist mittlerweile schon Standard. Allerdings bin ich der Ansicht, dass ein Kind kein teures iPhone braucht und auch noch keinen eigenen PC im Kinderzimmer. Ganz ohne Handy würde ich mein Kind aber nicht mehr in die Welt rausschicken wollen, das Ding hat sich bereits als Retter in der Not erwiesen. Darauf angewiesen zu sein erstmal jemanden zu finden, der benötigte Hilfe herbeirufen kann oder mich drauf verlassen zu müssen, dass ein anderer schon handeln wird, wenn etwas ist, das will ich echt nicht mehr.
Das verstehe ich durchaus. Tenor meines EP ist aber: man kann alles übertreiben. Wenn die Sucht nach dem elektronischen Spielzeug zur Gefahr für sich und andere wird, hört der Spaß eben auf.
 
Ich krieg auch regelmässig die Krise, wenn Leute in den kleinen Blumenladen in dem ich arbeite gelatscht kommen schon mit Handy am Ohr und dann noch minutenlang weiter telefonieren.
In so einem Fall fühle ich mich weder bemüssigt zu grüssen, noch nach den Kundenwünschen zu fragen.
Ich finde das einfach schlechtes Benehmen und ich möchte auch nicht mithören müssen.

In meinem Umfeld (vielleicht liegt's am alter) ist diese ständige Handy-guckerei noch allgemein verpönt und so kommt man selber auch garnicht auf die Idee.

Allerdings muss ich auch sagen dass ich froh bin und das auch möchte, dass die Kinder immer mit handy unterwegs sind. Hat sich schon oft genug bewährt.

Und ich finds auch klasse, dass man sobald man die Nummern mit jemandem ausgetauscht hat per whatsapp quasi immer mit demjenigen verbunden ist.
Das hört ich mir in meiner Jugend auch gewünscht.
 
damit rennst Du bei mir offene Türen ein: manchmal kann man wirklich nur noch den Kopf schütteln, wenn man sieht, wie blind leute jedem technischen Ding hinterher laufen, ohne ihr Hirn vorher einzuschalten.
 
Klar ist ein Handy im Notfall nützlich. Aber wenn man die Kinder schon früh darauf trimmt, ständig erreichbar zu sein, braucht man sich über die spätere Sucht nicht zu wundern. Also ich hab es als Kind genossen mal Abenteuer erleben zu können und dabei auf mich selbst gestellt zu sein. Warum die Eltern heute so ängstlich sind und alles kontrollieren wollen ist mir ein Rätsel.
 
Ich finde das Verhalten Eltern gegenüber Kindern hat nichts mit Digitalisierung oder Handys zu tun, sondern ist eine Grundfrage wie verantwortlich und gut Eltern Kinder erziehen.

Vor dem digitalen Zeitalter hätte man ähnliches Verhalten beobachten können. Nur war es dann kein Smartphone sondern die Kippe im Mund, die Zeitung oder sonstwas, was Mutter wichtiger fand als ihr Kind.

Zumal so ein Handy eben auch positiv genutzt werden kann. Kind kann jederzeit anrufen. Es kommt also nur darauf an WIE man Technik nutzt.

Ich war mit 18 auch einer der letzten mit einem Handy und ein Smartphone hatte ich auch erst spät für meine Generation. Aber ich will's heute nicht mehr hergeben. Es ist unendlich praktisch.
 
Naja zur "digitalen Verblendung" gehören nunmal auch diverse Onlineforen dazu... *hust*
 
Zur "digitalen Verblendung" gehören aber auch diverse Onlineforen dazu... *hust*
 
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