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Die Bäume fallen um

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Jusehr

Sehr aktives Mitglied
Es dürfte ja hinreichend bekannt sein, dass die Bäume wie auch Teile der Landwirtschaft durch die aktuelle Hitzewelle stark belastet sind.

Heute bin ich nun akustischer Zeuge so eines Baumsturzes geworden. Der Fall zog sich etwas hin (zwei, drei Sekunden?). Vermutlich auch ein Opfer der Hitzewelle. Ein meines Erachtens solide wirkender Stahlzaun knickte erheblich ein. Gut, dass dort keine Kinder gespielt haben. Ich meine dort (oder ganz in der Nähe) würde sich auch ein Kindergarten befinden.

Am Wochenende habe ich damit angefangen, drei "öffentliche" Bäume zu versorgen, um die sich sonst niemand zu kümmern scheint. Vielleicht wäre das auch etwas für andere Leute, die einfach (noch) nicht auf die Idee gekommen sind.

Ich denke, dass sich der Aufwand in vielen Fällen lohnen könnte. So ein Baum ist doch viel wert, oder?

Ich vermisse auch eine Art öffentlichen Aufschrei oder wenigstens entsprechende Tipps. Stattdessen wird Sensations-Journalismus bezüglich Griechenland oder Schweden gemacht.

Und wo sind die Grünen?
 
Hallo Jusehr,

Sehr gute Idee, wie ich finde. Dass so ein Baum 2-3 mal in der Woche ca. 100 Liter Wasser benötigt, ist dir sicherlich bekannt. Daher mein Tipp: Sucht euch einen Baum in unmittelbarer Nähe aus, es bringt nämlich leider herzlich wenig, mit der 10-Liter Gießkanne im Wald umherzuspringen 😀

Liebe Grüße,
SFX
 
Hallo Jusehr, zählen Obstbäume auch? Seit der Trockenheit schon vor Pfingsten ist das meine allabendliche Aufgabe, die Neupflanzungen der letzten fünf Jahre zu bewässern, okay: darunter sind auch ein Gingko und eine Eiche. Dafür sammle ich ganz ökologisch Regenwasser. Noch sind 2 cbm übrig. Ab einer gewissen Größe verfügen Bäume aber über genügend Wurzelwerk, darunter auch tiefer gehende Wurzeln, um sich eigenständig mit Wasser versorgen zu können. Es ist lobenswert daß Du Dich um Bäume kümmerst, die Hilfe brauchen. -- Was ich in diesem Zusammenhang höchst verwerflich finde, ist das Verhalten von Brüssel (EU) angesichts der teilweise verheerenden Waldbrände in Schweden und Griechenland (Sensationsjournalismus (füllt prima das "Sommerloch")). Da schwafelt man in Brüssel von Einheit, von Zusammenstehen, von "europäischen Lösungen" und wenn der Wald brennt, schauen die meisten mit einem Schulterzucken zu - ist ja nicht unser Wald. Beschämend, äußerst beschämend ist dieses Verhalten. Da hätte sich die EU mal bewähren können und versagt kläglich. Und von solchen Blindgängern sollen wir uns vorschreiben lassen, was wir zu tun und zu lassen haben, wie wir leben sollen? - nicht im Ernst. -- Viele Grüße
 
Hier (Mittelbayern) hat es am Sonntag und Montag kräftig geregnet..
Vor ~2 Jahren gabs hier auch eine starke Hitzewelle, bei der den Bäumen das Laub abgedörrt ist und gerätselt wurde, welchen Schaden sie davon tragen. Haben aber im Jahr darauf wieder alle ausgetrieben und stehen auch dieses Jahr wieder im vollsten Grün. Also die Bäume scheinen schon was wegstecken zu können...

Im sog. Jahrhundersommer 2003 habe ich eine stattliche, freistehende Fichte erlebt, die danach von oben herab zu vllt. 60% abgedörrt ist. War sehr schade drum. Unten drunter hatten die Weidetiere immer ihren Schatten gefunden.
 
Da sagst du was Jusehr. Ich gehe 3 Mal täglich Gassi, und ich erlebe die Last, welche die Bäume und Pflanzen als kaum noch aushaltbar.
Ich spüre ihr Leid, sogar die feuchten Ranken die sich überall am Boden ausgebreitet haben, hängen erschöpft und blass an ihren Stängeln.

Ich habe auch schon einen Baum gegossen.
Aber das reicht nicht. Klar.

Es macht mich so ärgerlich, heute morgen um 03.30 Uhr, als ich Gassi ging stellte ich fest das mal wieder das Sportfeld, also der Fußballrasen, mit Sprenklern gewässert wurde. Ich verstehe ja die Notwendigkeit, aber verdammt:

Würde die Stadt sich mal um die vielen alten lieben Bäume kümmern, und da mal eine Bewässerungsaktion stattfinden lassen, das wären die richtigen Taten.

In der Stadt werden die riesigen Blümenkübel alltäglich bewässert und das Fahrzeug blockiert auch noch den Verkehr.
Dies riesen Dinger sind sowieso häßlich und unnötig, und versperren nur die Sicht.

Was sollen diese unnötigen Handlungen?

Warum wird nicht an unsere liebe Natur gedacht von den Städten und Kommunen, den Bürgermeister einer Stadt?

Was läuft falsch in unsrer Gesellschaft?

Wieso bekommt die Feuerwehr nicht den Auftrag unsere Wälder zu bewässern?
 
Bei der Trockenheit stelle ich wieder mal fest, wie dankbar ich für Pflanzen sind, die in Deutschland heimisch sind und auch Trockenperioden gewöhnt sind.

Die deutsche Eiche im Wald hat wenig Probleme mit Trockenheit.
Junge Bäume und jegliche kulturfremde Pflanzen oft schon, insofern finde ich es gut vor allem junge Bäume zu gießen. Dabei gilt lieber seltener aber dafür reichlich. Wie hier schon gesagt braucht ein Baum zig Liter.

An dieser Stelle aber auch der Appel an private Gartenbesitzer und Städte, gezielt resistente heimische Pflanzen und Bäume zu setzen. Ökologisch gesehen grenzt es an eine Sünde Pflanzen wie die allseits beliebten Hortensien zu setzen. Auch das täglich Berieseln von Rasenflächen stiehlt wertvolles Nass. Dann lieber Wildpflanzen und Wiese statt Hortensien und englischen Rasen.

Es werden noch weitere heiße Sommer auf uns zukommen, der Klimawandel ist im Gange, leider.
 
Da wird noch viel zu wenig geforscht. Ist ja zum Beispiel bekannt, daß auch Bäume die gut mit Wasser versorgt sind, schon mal umkippen. Und da fragt man sich, gehts um Selbstmord. Was mache ich, wenn sich so einer vor mein Auto stürzen will?
 
Was tut denn die hübsche Hortensie der guten Eiche?

Sagen wir mal so, Wasser wird immer kostbarer. Man spricht davon, dass irgendwann Kriege um das kostbare Nass geführt werden.
Ein Blick in die Zukunft verdeutlicht, dass sich die weltweite Lage in den kommenden Jahren rasant verschlechtern wird. So sind sich zahlreiche Experten dahin gehend einig, dass bereits im Jahr 2050 sieben Milliarden Menschen täglich mit dem Problem der Wasserknappheit konfrontiert sein werden.

Und wir wässern täglich unsere Hortensien.

Viele kulturfremde Pflanzen, die zudem eine ökologische Nullnummer sind. Sie fördern das Insekten- und Vogelsterben. Und wofür? Dafür dass wir bestimmte hochgezüchtete künstlich anmutende Blüten schön finden, weil uns Gartenmärkte diese als "exotische Schönheiten" verkaufen.

Jedem steht es frei seinen Garten zu gestalten wie er will. Die zunehmend heißen Sommer und die globale Wasserknappheit legt aber nahe, dass man Pflanzen wählt, die möglichst keine künstliche Bewässerung benötigen.
 
der Fußballrasen, mit Sprenklern gewässert wurde.

Wenn gleichzeitig Bäume "verdursten" finde ich das auch ziemlich unverhältnismäßig. Vielleicht ist das Privatsache eines Fußball-Vereins.

Ich glaube auch, dass der Trend der nächsten Jahrzehnte in Richtung Noch-Mehr-Wärme gehen wird. Darüber sollten sich nicht nur Privatpersonen, sondern wohl auch die Politik Gedanken machen.
 
Teilweise wirkt Deutschland auch trotz Niederschlag wie eine baumfreie Wüste.😀 Dabei tragen mehr Bäume zu mehr Regen und Grundwasser bei.
 
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