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Die Angst vor dem Sterben

Leena3913

Neues Mitglied
Hey.
Eigentlich ist es mir auf der einen Ebene komplett klar, dass meine Angst komplett verständlich ist und das wahrscheinlich jeder Mensch in seinem Leben darüber nachdenkt.
Ich mache mir jedoch trotzdem manchmal um meine Reaktion sorgen. Früher als ich noch jünger war hatte meine Angst damals wirklich richtig angefangen. Ich weiß nicht so ganz wie ich damals mit 7-9 auf den Gedanken am Tod gekommen bin, aber ich lag in dem alter Abends oft im Bett und habe darüber nachgedacht.
Bei mir war der Gedankenlauf immer dieser, dass ich an meine Zukunft gedacht habe wenn ich alleine Leben werde in der Zukunft. Das älter werden und dann immer der Gedanke wie ich dann am Ende sterben würde. Würde ich am Ende friedlich im Schlaf gehen, oder müsste ich am Ende leiden und um Luftringend im Krankenhaus gehen.
Ich weiß wirklich nicht wie ich als Kind darauf kam, aber ich hatte in diesem Zeitraum immer abends richtige weinkrämpfe weil mich der Gedanke ans allein sein so fertig gemacht hat, genauso sie der Gedanke an mein Ableben.
Schon damals hat mein. Ganzer Körper gezittert als ich daran gedacht habe.
Jetzt habe ich jahrelang mal wieder nicht daran gedacht und alles mit dem älter werden verdrängt.
Ich war jedoch vor ein paar Minuten bei Facebook und habe dort ein Video geschaut. Es war eigentlich am Anfang sehr lustig und ich mußte oft schmunzeln. Dort haben Sie das älter werden mit dem aufleveln bei einem Spiel im Vergleich gestellt. Als sie dann jedoch auf die 'letzten' Jahre kamen und gesagt haben das der Spieler dann jedoch Bugs an seiner Person finden wird und das dann nicht mehr alles so einfach funktionieren wird, wurde mir wieder sehr murmelig. Ich habe ane fangen zu zittern und bekam Schweiz auf die Stirn und begann mich wieder an meine Kindheit zu denken wo ich die gleichen Ängste hatte und war einmal kurz davor wieder in Tränen auszubrechen an dem Gedanken. Ich habe danach schnell das Video ausgemacht und habe mich nach ein paar Minuten beruhigt und schreibe nun hier im Forum, damit ich vielleicht einige hilfreiche Kommentare bekommen kann. Ich möchte persönlich bitte nicht Dinge hören wie, dass jeder Mensch stirbt und das man nichts dagegen tun kann. Mir ist dies auf einem Level klar und ich kann es auf verarbeiten. Das hilft mir jedoch nicht mit meiner Angst.
Danke schon einmal für eure Hilfe wenn ihr mir antwortet.
 
A

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Re: Die Angst vor dem Sterben
Ich glaube, ich kann dich da sehr gut verstehen. Denn mich haben tägliche (!) Todesängste geplagt fast 40 (!) Jahre lang.
Sie begannen, nachdem ich mit 8 Jahren reell dem Tod mal sehr nah war nach einer OP und endeten erst Pfingsten 97. Dann aber Gott sei Dank für immer.

Da der Tod ja nun tatsächlich unausweichlich ist (ich seh ihm mittlerweile sehr gelassen entgegen), kann man halt auch nicht schlichtweg von Einbildung sprechen.
Sondern muss, Binsenweisheit, einen Weg finden, damit umzugehen.

Welchen könntest du dir für dich vorstellen?
 
Hallo Lenaaa,

ich kenne diese Panikattacken.

Wie alt bist Du jetzt?

Als ich studiert habe, jobbte ich am Wochenende im Altersheim. Die alten Menschen sind irgendwann gestorben.

Du die Berührung mit dem Tod, ist meine Angst ein wenig gegangen. Mir wurde klar, daß es eine Zeit gibt, laufen zu lernen, eine Zeit der Schule und Berufsausbildung, der Partys machen, Kinder kriegen. Im Alter stirbt man und ich kann Dir aus eigener Erfahrung im Gespräch mit den alten Menschen sagen, daß die meisten bereit sind. Das Leben ist gelebt. Die waren klar bei Bewusstsein.

Schlimm finde ich es auch, wenn das Leben noch nicht abgeschlossen.

Letzendes weiß man nicht wie man damit umgehen wird, wenn der Doktor einem sagt, Sie haben Krebs. Ich denke, dann geht es erst mal: Flucht nach vorn.

Viell. akzeptiert man es irgendwann.

Meine Freundin hatte monatelang Schmerzen und ging von Arzt zu Arzt. An einem Samstag schielte sie. Sie fuhrt ins KH: Lungenkrebs mit Hirnmetastasen. Sie lehnte die Therapie ab und verstarb innerhalb der nächsten 3 Monate. Sie hat nie beklagt, daß sie Angst vor dem Tod hat.

Man kann sich viell. auf das jetzige Leben konzentrieren. Jeder hat eine Aufgabe, auf die wir uns stürzen sollten. Panik lenkt nur ab. Im Grunde genommen "ungelegte" Eier über die man nachgrübelt.

Ich habe auch Angst vor dem Tod. Ich stelle mir ihn kalt und schwarz vor. Ich bin alleine in einem Art Universum. Kein Halt.

Wir alle wissen nicht, wie er ist.

Epikur sagt:

Der Tod kann mir nix anhaben. Bin ich, ist der Tod nicht, ist der Tod, bin ich nicht.

Typisch Mann, macht es sich einfach 😀

Mein Vorschlag:

Viell. hast Du mal die Möglichkeit mit sterbenskranke Menschen zu arbeiten. Die Einstellung wird sich sicherlich ändern.

Gruß

Kolya
 
Hey.
Eigentlich ist es mir auf der einen Ebene komplett klar, dass meine Angst komplett verständlich ist und das wahrscheinlich jeder Mensch in seinem Leben darüber nachdenkt.
Ich mache mir jedoch trotzdem manchmal um meine Reaktion sorgen. Früher als ich noch jünger war hatte meine Angst damals wirklich richtig angefangen. Ich weiß nicht so ganz wie ich damals mit 7-9 auf den Gedanken am Tod gekommen bin, aber ich lag in dem alter Abends oft im Bett und habe darüber nachgedacht.
Bei mir war der Gedankenlauf immer dieser, dass ich an meine Zukunft gedacht habe wenn ich alleine Leben werde in der Zukunft. Das älter werden und dann immer der Gedanke wie ich dann am Ende sterben würde. Würde ich am Ende friedlich im Schlaf gehen, oder müsste ich am Ende leiden und um Luftringend im Krankenhaus gehen.
Ich weiß wirklich nicht wie ich als Kind darauf kam, aber ich hatte in diesem Zeitraum immer abends richtige weinkrämpfe weil mich der Gedanke ans allein sein so fertig gemacht hat, genauso sie der Gedanke an mein Ableben.
Schon damals hat mein. Ganzer Körper gezittert als ich daran gedacht habe.
Jetzt habe ich jahrelang mal wieder nicht daran gedacht und alles mit dem älter werden verdrängt.
Ich war jedoch vor ein paar Minuten bei Facebook und habe dort ein Video geschaut. Es war eigentlich am Anfang sehr lustig und ich mußte oft schmunzeln. Dort haben Sie das älter werden mit dem aufleveln bei einem Spiel im Vergleich gestellt. Als sie dann jedoch auf die 'letzten' Jahre kamen und gesagt haben das der Spieler dann jedoch Bugs an seiner Person finden wird und das dann nicht mehr alles so einfach funktionieren wird, wurde mir wieder sehr murmelig. Ich habe ane fangen zu zittern und bekam Schweiz auf die Stirn und begann mich wieder an meine Kindheit zu denken wo ich die gleichen Ängste hatte und war einmal kurz davor wieder in Tränen auszubrechen an dem Gedanken. Ich habe danach schnell das Video ausgemacht und habe mich nach ein paar Minuten beruhigt und schreibe nun hier im Forum, damit ich vielleicht einige hilfreiche Kommentare bekommen kann. Ich möchte persönlich bitte nicht Dinge hören wie, dass jeder Mensch stirbt und das man nichts dagegen tun kann. Mir ist dies auf einem Level klar und ich kann es auf verarbeiten. Das hilft mir jedoch nicht mit meiner Angst.
Danke schon einmal für eure Hilfe wenn ihr mir antwortet.

Ich glaube ja an Unsterblichkeit. Allerdings muss ich dabei auch aus diesem bestimmten Leben scheiden, um in ein weiteres zu gelangen. Aufgrund meines religiösen Weltbildes kann ich aber gut mit der Begrenztheit des menschlichen Lebens (nicht der Seele!) leben.

Mit der Einsamkeit und jeglichen anderen Dingen, vor denen ich in der Zukunft Angst haben könnte, gehe ich ähnlich um. Die machen mir schon Sorgen, aber ich relativiere sie, indem ich mir sage, dass Gott (falls es ihn gibt), diese unangenehmen Sachen) zumindest zuläßt. Ich versuche leidvolle Erfahrungen in einem höheren Sinnzusammenhang aufzufangen. Im Übrigen - das kann auch jeder Nicht-Religöse tun - kann man sich auch "mannhaft" (sorry an die Damenwelt!😉) unangenehmen Lebenssituationen stellen, an ihnen reifen etc.

Ob Deine von Dir geschilderten Ängste wirklich pathologischen Charakter haben, halte ich noch für zweifelhaft. Wenn sie chronisch auftreten, sollte man sich vielleicht mal fragen, welche Ursachen dahinter stecken. Denn normalerweise haben Menschen nur wenig Angst vor dem Tod. Und wenn doch, so geht es meist um die damit verbundenen Schmerzen und nicht um das NichtMehrDaSein.

Vielleicht fehlt Dir auch einfach nur Orientierung. Orientierung, die Dir die Angst nimmt, das Schöne, das Du hast, verlieren zu können. Ich glaube, ich schieb' gleich noch einen kleinen Beitrag dazu.
 

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