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Die Angst vor dem nächsten Karriereschritt - was tun?

G

Gast

Gast
Kennt ihr das Gefühl der Angst vor dem nächsten Karriereschritt?
Wie würdet ihr euch verhalten? Stellt euch folgende Ausgangssituation vor:
- Ihr habt in der Theorie eine ganz ordentliche Qualifikation, aber kaum Praxiserfahrung
- Ihr steigt unterhalb eurer Qualifikation in eine Tätigkeit ein, für die ihr eigentlich überqualifiziert seid
- Es geht erstmal darum in irgendeiner Form Praxiserfahrung zu sammeln, auch wenn ihr euer Potential nicht ganz umsetzen könnt
- Ihr bringt in euren Job gute Leistungen, es gibt aber kaum Möglichkeiten mal gefordert zu werden, weil es die Position nicht zulässt. Es gibt nur ganz selten mal Sonderprojekte, die ihr selbst ins Rollen bringen müsst, aber diese machen immer nur einen kleinen Prozentsatz eurer Arbeit aus. Richtige Vakanzen gibt es in eurem Unternehmen nicht. Es gibt praktisch keine Chancen zur Weiterentwicklung.
- Ihr habt eigentlich keine konkrete Idee, was ihr sucht und was ihr im Stande seid zu leisten, da ihr nie die Chance hattet euch auszuprobieren. Jetzt schafft ihr es tatsächlich mal durch irgendwelche Bewerbungen auf gut Glück in Vorstellungsgesprächen bei anderen Arbeitgeber zu überzeugen. Ihr habt wirklich mal eine Chance zu wechseln. Es winken mehr Geld, mehr Verantwortung - endlich mal Herausforderungen. Aber im letzen Moment kurz vor der Vertragsunterschrift zieht ihr doch wieder den Schwanz ein und traut euch doch nicht zu wechseln, da ihr selbst euch nicht so richtig im Klaren seid, ob ihr den neuen Anforderungen gerecht werden könnt. Dieses Szenario habe ich bereits zwei mal erlebt.
Klar, in der Theorie seid ihr für die Stellen qualifiziert -aber in der Praxis habt ihr dort noch nicht gearbeitet. Die Angst zu Scheitern und am Ende auf Dauer arbeitslos zu werden ist momentan noch größer als der Wunsch zur Weiterentwicklung. Aber innerlich ärgert ihr euch schon, dass ihr es nicht wenigstens mal versucht habt.
Was kann ich tun um die Angst vor der nächsten Karriereschritt zu besiegen und endlich mal den Job zu wechseln?
Oder will/sollte ich den Job gar nicht wechseln?
Wie begründet ist die Angst vor der Arbeitslosigkeit? Wie schlimm ist es wirklick für den Lebenslauf, wenn man mal eine Herausforderung sucht bei der man scheitert? Ist man dann wirklich für den Arbeitsmarkt verbrannt?
Wie sind eure Erfahrungen?
 

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Twilight

Aktives Mitglied
hallo,


so eine ähnliche Situation werde ich wohl bald auch haben.
Um welchen Job geht es denn?
Hast du ne IHK Weiterbildung gemacht oder was genau hast du jetzt höher gelernt?

Ich denke nicht das es schlimm ist keine Praxiserfahrung zu haben, Wenn es zur Vertragsunterschrift kommt weiß der Arbeitgeber ja das du keine Erfahrung hast?
 

Nordrheiner

Sehr aktives Mitglied
Hallo, Gast,

es gibt einen Spruch, der mir hier passend erscheint: "Den Mutigen gehört die Welt."

Wenn Du mutig neue Aufgaben anpackst, wird Dir im jeden Fall mehr Gutes gelingen, als wenn Du mit Angst vor dem Scheitern irgendwo anfängst. Mit Angst im Nacken tendierst Du eher zu der selbsterfüllenden Prophetie "ich habe es ja geahnt, dass es schief gehen wird." Genau das passiert - mit Angst im Nacken - manchmal schneller als gewünscht.

Überlege einfach mal, was Angst für Dich bedeutet.
1) Ist Angst ein Freund, der Dich mahnt, eine mögliche neue Situation zu prüfen, bevor Du Dich darauf einlässt?
Oder
2) Ist Angst ein Freund, der ängstlich bleibt, auch wenn ich alles geprüft habe, soweit es sich prüfen lies? Und habe ich keine wirklichen Gründe für ein Scheitern gefunden? Dann beruhige ich den Freund und lasse mich nicht von ihm beeinflussen. In dem Fall gilt: Angst ist ein schlechter Ratgeber.

Es wird in jeder neuen Firma und an jedem neuen Arbeitsplatz und mit jeder neuen Aufgabe etwas geben, was Du vorher nicht wissen konntest, was Du nicht auf Machbarkeit prüfen konntest. So ist das Leben!

Ich lernte mal: Wenn Du an einer Weggabelung stehst und mußt Dich entscheiden, ob Du einen einfachen Weg gehen willst oder einen Weg, der Mut erfordert, dann entscheide Dich für den Weg, der Mut erfordert.

Wichtig ist mir: Mit einem neuen Weg verbinde ich ein für mich gutes Ziel. Warum sollte ich sonst einen Weg einschlagen, der neue und ggf. unkalkulierbare Risiken birgt?

Im übrigen bin ich selbst mutig, da ich über ein gutes Gottvertrauen verfüge und mich daher gute Ziele anziehen. Sicherheitsfanatiker verpassen das Leben, denke ich mal. Aber das ist Einstellungssache. Wir Menschen neigen dazu, alles und jeden kontrollieren zu wollen, immer auf der sicheren Seite zu bleiben. Richten wir uns danach, dann täuschen wir uns, denk ich. Wir können nichts kontrollieren. Auch auf der angeblich sicheren Seite kann ein Blitz einschlagen.

Nur Mut!
LG, Nordrheiner
 

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