G
Gast
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Guten Tag,
ich m (27) möchte mir hier gerne etwas von der Seele schreiben.
Und zwar geht es dabei um Freundschaften.
Alte Freundschaften besser gesagt, Freundschaften die schon 10 Jahre oder länger bestehen.
Freundschaften die unabhängig voneinander existierten und nicht unbedingt eine klassische Clique darstellten.
Vor 8-10 Jahren sind wir alle mit der Schule fertig gewesen. Der eine besser, der andere schlechter.
Manch einer packte das Gymnasium, andere die Real-oder Hauptschule.
Der eine fing gleich eine Lehre an, der andere erst später, manche fingen an zu studieren.
Andere machten eine Lehre und bildeten sich weiter, studierten ebenfalls oder machten den Meister etc.
Zur Zeit vor und während unserer Ausbildungen und in den ersten Jahren danach, ging es in unseren Freundschaften hauptsächlich um persönliche Einstellungen, die persönliche Weltsicht und darum welche Person man war.
Es ging also mehr um das ''Sein'', es ging um den Menschen an sichund um den Freund der man war.
Mittlerweile hat sich das total gedreht. Es geht nur noch um das ''Haben'' und nicht mehr um das ''Sein''.
Ich kann verstehen, dass materielle Werte mit Ende 20 als wichtiger erachtet werden als mit Anfang 20, aber das es mal so weit kommen würde hätte ich nicht gedacht.
Obwohl mich Leute schon über 10 Jahre lang kennen, werde ich plötzlich in Schuhbladen gesteckt.
Ich meine ich habe viel in der Industrie gearbeitet, habe eine technische Ausbildung gemacht, als Facharbeiter gearbeitet und werde nach Jahren der Akzeptanz nun plötzlich als nicht mehr ganz normal dargestellt (was mir durch die Blume gesagt wird und über verbale Seitenhiebe verdeutlicht wird) nur weil ich jetzt einen sozialen Beruf studiere?! Dabei bin ich doch der selbe Mensch!!!
Ich habe es ausserdem gar nichtmal so schlecht erwischt. Klar sind meine Gehaltsaussichten als Sozi nicht die Besten der Welt und sind kaum mit einem Ingenieur zu vergleichen, aber ich stehe auf eigenen Beinen und beschäftige mich mit etwas das mir persönlich Spaß macht. Ich bin gewissermasen raus aus dem Hamsterrad der Industrie und Wirtschaft.
Ausserdem bin ich noch im Studium und kann mich allgemein nicht beklagen. Klar habe ich momentan nicht die Kohle wie meine Freunde, die 60 Stunden in der Woche im Unternehmen stehen, aber durch Nebenjobs verdiene ich deutlich mehr als der Durchschnittsstudent. Und es ist auch nicht so als hätte ich vor dem Studium noch nie was gearbeitet,was eigentlich auch alle wissen.
Jeder versucht sich zu profilieren und das nicht nur gegenüber mir. Es ist eine richtige Hackordnung entstanden.
Manch einer der sich im Laufe der Zeit als Kollegenschwein und schlechten Menschen offenbarte, bekommt trotzdem die größte Ehre und den größten Respekt geschenkt, jedoch nicht für 10 Jahre lange treue bedingungslose Freundschaft, nein, sondern dafür 5000 Netto zu verdienen und sich 2-3 Eigentumswohnungen zu kaufen und dies trotz unfairer, ja fast schon verräterischer und intreganter Aktionen innerhalb des Freundeskreises!
Geht es hier noch um die Menschen an sich oder nur noch um die Rolle die sie in ihrer Firma spielen und um die Zahlen auf der Gehaltsabrechnung?
Es gibt keine wirklichen Gesprächsthemen mehr ausser Karriere,Geld,Karriere und Geld.
Natürlich ist dies ein wichtiger Teil des Lebens aber kann man innerhalb eines Jahrzehnts tatsächlich so sehr geistig abstumpfen um sich nur noch über Karriere zu definieren und nur noch darüber zu reden?
Mir ist jedenfalls die Lust vergangen!
Nach unzähligen Anläufen tendiere ich dazu mein schon vor Jahren aussortiertes soziales Umfeld weiter auszusortieren!
Ich kann es nicht weiter ertragen. Das will und muss ich mir nicht antun! Auch wenn es Isolation und Einsamkeit bedeutet.
Was ist nur mit uns passiert?!
ich m (27) möchte mir hier gerne etwas von der Seele schreiben.
Und zwar geht es dabei um Freundschaften.
Alte Freundschaften besser gesagt, Freundschaften die schon 10 Jahre oder länger bestehen.
Freundschaften die unabhängig voneinander existierten und nicht unbedingt eine klassische Clique darstellten.
Vor 8-10 Jahren sind wir alle mit der Schule fertig gewesen. Der eine besser, der andere schlechter.
Manch einer packte das Gymnasium, andere die Real-oder Hauptschule.
Der eine fing gleich eine Lehre an, der andere erst später, manche fingen an zu studieren.
Andere machten eine Lehre und bildeten sich weiter, studierten ebenfalls oder machten den Meister etc.
Zur Zeit vor und während unserer Ausbildungen und in den ersten Jahren danach, ging es in unseren Freundschaften hauptsächlich um persönliche Einstellungen, die persönliche Weltsicht und darum welche Person man war.
Es ging also mehr um das ''Sein'', es ging um den Menschen an sichund um den Freund der man war.
Mittlerweile hat sich das total gedreht. Es geht nur noch um das ''Haben'' und nicht mehr um das ''Sein''.
Ich kann verstehen, dass materielle Werte mit Ende 20 als wichtiger erachtet werden als mit Anfang 20, aber das es mal so weit kommen würde hätte ich nicht gedacht.
Obwohl mich Leute schon über 10 Jahre lang kennen, werde ich plötzlich in Schuhbladen gesteckt.
Ich meine ich habe viel in der Industrie gearbeitet, habe eine technische Ausbildung gemacht, als Facharbeiter gearbeitet und werde nach Jahren der Akzeptanz nun plötzlich als nicht mehr ganz normal dargestellt (was mir durch die Blume gesagt wird und über verbale Seitenhiebe verdeutlicht wird) nur weil ich jetzt einen sozialen Beruf studiere?! Dabei bin ich doch der selbe Mensch!!!
Ich habe es ausserdem gar nichtmal so schlecht erwischt. Klar sind meine Gehaltsaussichten als Sozi nicht die Besten der Welt und sind kaum mit einem Ingenieur zu vergleichen, aber ich stehe auf eigenen Beinen und beschäftige mich mit etwas das mir persönlich Spaß macht. Ich bin gewissermasen raus aus dem Hamsterrad der Industrie und Wirtschaft.
Ausserdem bin ich noch im Studium und kann mich allgemein nicht beklagen. Klar habe ich momentan nicht die Kohle wie meine Freunde, die 60 Stunden in der Woche im Unternehmen stehen, aber durch Nebenjobs verdiene ich deutlich mehr als der Durchschnittsstudent. Und es ist auch nicht so als hätte ich vor dem Studium noch nie was gearbeitet,was eigentlich auch alle wissen.
Jeder versucht sich zu profilieren und das nicht nur gegenüber mir. Es ist eine richtige Hackordnung entstanden.
Manch einer der sich im Laufe der Zeit als Kollegenschwein und schlechten Menschen offenbarte, bekommt trotzdem die größte Ehre und den größten Respekt geschenkt, jedoch nicht für 10 Jahre lange treue bedingungslose Freundschaft, nein, sondern dafür 5000 Netto zu verdienen und sich 2-3 Eigentumswohnungen zu kaufen und dies trotz unfairer, ja fast schon verräterischer und intreganter Aktionen innerhalb des Freundeskreises!
Geht es hier noch um die Menschen an sich oder nur noch um die Rolle die sie in ihrer Firma spielen und um die Zahlen auf der Gehaltsabrechnung?
Es gibt keine wirklichen Gesprächsthemen mehr ausser Karriere,Geld,Karriere und Geld.
Natürlich ist dies ein wichtiger Teil des Lebens aber kann man innerhalb eines Jahrzehnts tatsächlich so sehr geistig abstumpfen um sich nur noch über Karriere zu definieren und nur noch darüber zu reden?
Mir ist jedenfalls die Lust vergangen!
Nach unzähligen Anläufen tendiere ich dazu mein schon vor Jahren aussortiertes soziales Umfeld weiter auszusortieren!
Ich kann es nicht weiter ertragen. Das will und muss ich mir nicht antun! Auch wenn es Isolation und Einsamkeit bedeutet.
Was ist nur mit uns passiert?!