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Dialekt nicht mehr leiden können

Ich bin ja mit Dialekt aufgewachsen und als junge Erwachsene in einen anderen Dialektraum gezogen.

Ich finde Dialekte interessant und mag die meisten.

Was ich gar nicht leiden kann ist zum einen, wenn Leute in eine andere Gegend kommen und dann überaus erstaunt sind, dass das Brötchen dort plötzlich Semmel heißt. Nur so als Beispiel. Das hat so was Ignorantes.
Und ich kann es auch nicht leiden, wenn man den Dialekt so gar nicht ablegen kann. Eine Färbung darf schon erkennbar sein, aber in bestimmten Kontexten finde ich, sollte man einigermaßen Hochdeutsch sprechen können.
 
Ich bin ja mit Dialekt aufgewachsen und als junge Erwachsene in einen anderen Dialektraum gezogen.

Ich finde Dialekte interessant und mag die meisten.

Was ich gar nicht leiden kann ist zum einen, wenn Leute in eine andere Gegend kommen und dann überaus erstaunt sind, dass das Brötchen dort plötzlich Semmel heißt. Nur so als Beispiel. Das hat so was Ignorantes.
Und ich kann es auch nicht leiden, wenn man den Dialekt so gar nicht ablegen kann. Eine Färbung darf schon erkennbar sein, aber in bestimmten Kontexten finde ich, sollte man einigermaßen Hochdeutsch sprechen können.
In dem Punkt ist meine beste Freundin radikal. Bei der wurde immer alles in Berlin erfunden, und deshalb liegt Restdeutschland in ihren Augen auch immer falsch, wenn es um regionale Begriffe geht.

Wenn ich in der Eifel in der Bäckerei einen Berliner kaufen möchte, dann heißt es von ihr direkt:
"Jeht jar nüscht, weil der Berliner bin ja icke. Dit heest Pfannkuchen und wurde in Berlin erfunden."🙄
Den Begriff Frikadellen kann se och nüscht leiden. Dit heest Bulette, und wurde in Berlin erfunden.
Selbst die Dönererfindung reklamiert sie für Berlin.😅
 
In dem Punkt ist meine beste Freundin radikal. Bei der wurde immer alles in Berlin erfunden, und deshalb liegt Restdeutschland in ihren Augen auch immer falsch, wenn es um regionale Begriffe geht.

Wenn ich in der Eifel in der Bäckerei einen Berliner kaufen möchte, dann heißt es von ihr direkt:
"Jeht jar nüscht, weil der Berliner bin ja icke. Dit heest Pfannkuchen und wurde in Berlin erfunden."🙄
Den Begriff Frikadellen kann se och nüscht leiden. Dit heest Bulette, und wurde in Berlin erfunden.
Selbst die Dönererfindung reklamiert sie für Berlin.😅
Schöne Grüße an deine Freundin, aber die Bezeichnung"Boulette" für Frikadelle kommt aus Frankreich, nicht aus Berlin.
Heute ist das ein ganz normales Wort für Frikadellen, oder auch bayrisch "Pflanzerln", aber ursprünglich haben nur so (möchtegern😉) gebildete Leute "Boulette" gesagt, weil denen das Wort Frikadelle zu gewöhnlich war...
 
Schöne Grüße an deine Freundin, aber die Bezeichnung"Boulette" für Frikadelle kommt aus Frankreich, nicht aus Berlin.
Heute ist das ein ganz normales Wort für Frikadellen, oder auch bayrisch "Pflanzerln", aber ursprünglich haben nur so (möchtegern😉) gebildete Leute "Boulette" gesagt, weil denen das Wort Frikadelle zu gewöhnlich war...
Döner kommt auch definitiv aus der Türkei, aber da rede ich mir den Mund fusselig. 😅
Und beim Thema Boulette würde sie dann wieder auf ihre Hugenottenabstammung verweisen, und glatt behaupten, dass die Bulette von aus Frankreich nach Berlin ausgewanderten Hugenotten erfunden wurde.
Vom dünnen Eis auf dem ich gehe, wenn ich sage, dass es im Ruhrpott meiner Meinung nach schon die besseren Currywürste als in Berlin gibt, rede ich gar nicht erst. 🤣
 
Was ich gar nicht leiden kann ist zum einen, wenn Leute in eine andere Gegend kommen und dann überaus erstaunt sind, dass das Brötchen dort plötzlich Semmel heißt.
Umgekehrt finde ich es problematisch, wenn Einheimische von Zugezogenen mehr oder weniger erwarten, dass man sich dem regionalen Dialekt anpassen soll bzw. ihn irgendwann selbst sprechen soll. Vor allem in der Schweiz habe ich schon manchmal den Vorwurf gehört, dass die Zugezogenen ja nicht Schwyzerdütsch reden würden. Aber andererseits finde ich es fast schwieriger, einen fremden Dialekt zu erlernen, als eine Fremdsprache.
 
Und ich muss eine Lanze für den Ruhrpott-Dialekt brechen. Hat nichts mit bildungsfern zu tun. Der ist wie das Ruhrgebiet früher war: hart aber herzlich, oft sehr pointiert. Dazu kommt noch die Art der Menschen, die gerne mal Tacheles reden, ohne einem dabei auf den Schlips treten zu wollen.
Im Normalfall spreche ich hochdeutsch, auch zuhause. Aber sobald ich mit einem Pöttler rede verfalle ich automatisch ins Ruhrpottdeutsch. 🙂 Es gibt so herrliche Worte hier!
Und schimpfen können wir, wenn dem Doofkopp sein Sohn oder irgend sonnen Blödmannsgehilfen meint, uns ärgern zu müssen. Hömma, da bleibt kein Stein aufm andern liegen.
 
Umgekehrt finde ich es problematisch, wenn Einheimische von Zugezogenen mehr oder weniger erwarten, dass man sich dem regionalen Dialekt anpassen soll bzw. ihn irgendwann selbst sprechen soll. Vor allem in der Schweiz habe ich schon manchmal den Vorwurf gehört, dass die Zugezogenen ja nicht Schwyzerdütsch reden würden. Aber andererseits finde ich es fast schwieriger, einen fremden Dialekt zu erlernen, als eine Fremdsprache.

Ja klar, einfach mal komplett einen Dialekt übernehmen geht sehr schwer.

Aber als "Zuagroaster" sollte man in Bayern dann doch irgendwann Semmeln oder Brezn (ohne el) bestellen können, um beim Beispiel zu bleiben.
 

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