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Diagnose Depression...

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 97714
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G

Gelöscht 97714

Gast
Guten Abend,

Ich (M25) wende mich mal hier an euch vielleicht kann mir hier jemand helfen.
Am vergangenen Freitag ging ich aus eigener Kraft zu einem Therapeuten, denn seit mehreren Monaten/Wochen gehts mir S****, Stimmungsschwanken (von Fröhlich bis hin zu weinend im Eck sitzen). Sämtliche Interessen verloren an allem was mir voher spaß machte, Antriebslos, Lustlos, Einsam und Selbsthass, habe c.a 6kg abgenommen und muss mich dazu noch Zwingen Tag ein Tag aus etwas zu Essen sonst wäre ich vermutlich schon längst zusammen gebrochen. Und wurde mit einer bipolaren Depression diagnose wieder nachhause geschickt und bekam am 6.4 erneut einen Termin. Die Schlaftabletten Quetiapin 25mg soll ich gegen die Schlaflosigkeit nehmen. Jedoch trau ich mich einfach nicht die Tabletten zu nehmen, denn ich habe Angst davor... Und nicht nur das... Ich habe seit dem 14.3 (Sonntag) bis einschließlich heute wenn ich alle Stunden schlaf zusammen rechne evtl? 20 std Schlaf gehabt, sprich schlimmer Schlafmangel. Mir geht es einfach S****, ich schlage mir Nacht für Nacht um die Ohren, wenn ich mal Schlafen kann dann wach ich schweiß durchnässt nach maximal 30 Min wieder auf... Habe gestern erst 2x mein Bett frisch beziehen müssen weil es einfach völlig Schweißgetränkt war. Und letzte Nacht war es soweit... Da bekam ich das erste mal Gedanken mir selbst etwas anzutun, keinerlei Suizid Gedanken Nein ich möchte einfach mal wieder etwas Spüren... Und da kam mir Schmerz als einzige alternative in den Sinn. Und jetzt um 02:50 sitze ich wieder hier und das ganze Trauerspiel wiederholt sich. Ich kann zwar jederzeit jemanden Anrufen zum Reden aber mir is grad alles andere als nach Reden....

Was soll ich tun? Ich weiss nicht mehr weiter... Habe bereits einen Warteplatz trotz meiner aktuten Situation in einer Tagesklinik und bei 2 weiteren Therapeuten... Noch habe ich mich nicht selbst verletzt, denn mein inneres Ich wehrt sich noch dagegen, dort bleibt abzuwarten wielange das noch so bleibt... Immer und immer wieder bekomme ich kleine Wut Schübe und möchte einfach nur solange gegen die Wand schlagen bis es blutet und mit vollem Hass...

Liebe Grüße
 
Es ist toll das du dir professionelle Hilfe gesucht hast. Das ist für viele in deiner Situation schon ein großer Schritt. Versuche durchzuhalten bis du einen Therapieplatz hast.
Ich würde dir ehrlich gesagt auch raten erstmal die Schlaftabletten zu nehmen. Schlafmangel verschlimmert Depressionen, vielleicht geht es dir also ein wenig besser wenn du wieder mehr schlafen kannst. Schlaftabletten sind natürlich keine Dauerlösung, aber bei deiner inneren Unruhe ist das für ein paar Tage schon ok.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, das man nicht weiß wohin mit sich wenn es so akut ist bei einer Depression. Auch wenn es schwer ist, aber versuche zu vermeiden die ganze Zeit untätig zu sein, oft geht es einem dadurch hinterher noch schlechter. Versuche dich zu zwingen dich irgendwie zu beschäftigen, egal mit was, kann auch Hausarbeit sein. Wenn du keine Probleme hast raus zu gehen, mache kleine Spaziergänge.
Wenn du das Bedürfnis hast dich selbst zu verletzten, gibt es einige Dinge die man stattdessen tun kann, die einen ähnlichen Effekt erzielen sollen, z.B Eiswürfel auf die Haut legen, was scharfes essen, eiskalt duschen, Liegestütze. Was mir öfter geholfen hat, war z.B japanisches Minzöl wovon ich mir ein bis zwei Tropfen auf die Zunge geträufelt habe(das Zeug ist sehr ätherisch und stark) auch Haushaltsgummis ums Handgelenk machen, dran ziehen und auf die Haut flitschen lassen kann funktionieren. Google vielleicht mal nach Skills bei Selbstverletzung, gibt noch mehr Möglichkeiten.

Hoffe du bekommst bald professionelle Unterstützung.
 
Also ich habe bisher einmal Schlaftabletten genommen und das war nach fünf Tagen ohne Schlaf wegen Depression nachdem ich in Yokohama Abendessen gehen wollte, und der Reis verwandelte sich vor meinen Augen in Maden.

Die Schlaftablette war die beste Option, habe 15 Stunden geschlafen und mich danach zwar in den Beinen wie Gummi gefühlt (komisches Jucken) aber auch nur eine halbe Stunde, und ansonsten wieder großartig.

Ich würde es nicht ständig nehmen, aber wenn sowas wieder passieren sollte, dann wären Schlaftabletten die erste Wahl für mich.
 
An deiner Stelle würde ich schleunigst in der nächsten psychiatrischen Ambulanz einer Klinik anrufen und einen Termin zwecks Medikation vereinbaren.

Warum klinische Ambulanz?
Weil du da meist sehr schnell einen Termin erhälst und weil man dort gut auf solche Notfälle eingestellt ist.
Außerdem hast du dann auch noch oft gleich eine stationäre Anbindung, falls es notwendig sein sollte.

Dein Leidensdruck ist groß, und es geht dir ja auch schon länger so. Das hätte man dir von Seiten Tagesklinik eigentlich auch raten sollen, wenn du denen das genau so geschildert hast wie du es hier beschreibst.

Also warte nicht länger und gehe es an.
Gute Besserung!
 
Wenn es mir selbst so schlecht gehen würde, dann würde ich mich dringend um einen Termin bei einem Psychiater bemühen oder, um möglichst schnell bei einem Arzt vorstellig werden zu können, in einer klinischen Ambulanz.
Warum?
Du leidest massiv an Schlafproblemen, hast selbstverletzende und suizidale Gedanken.
Ich verstehe nicht, warum man dir das gleiche nicht von Seiten der Tagesklinik empfohlen hat.
Deiner Beschreibung nach bedarf es Arztgespräche und vermutlich auch einer Medikation, damit es dir bis zu deinem Klinik-Termin schon wieder etwas besser geht.
 
Du leidest massiv an Schlafproblemen, hast selbstverletzende und suizidale Gedanken.
Ich verstehe nicht, warum man dir das gleiche nicht von Seiten der Tagesklinik empfohlen hat.
Deiner Beschreibung nach bedarf es Arztgespräche und vermutlich auch einer Medikation, damit es dir bis zu deinem Klinik-Termin schon wieder etwas besser geht.

Hey, erstmal Danke für die vielen Antworten. Nachdem ich Heute nochmal bei dem Therapeuten angerufen habe bei dem ich war, wird sich schnellstmöglich um einen Platz in der Tagesklinik gekümmert und ich habe für Morgen Früh einen Termin.
 
Hallo,

hattest du neben den Depressionen auch schon Mal eine
manische/hypomanische Phase?
Wie wurde deine Diagnose gestellt, aufgrund welcher Basis?

Oft hilft Schlafentzug bei Depressionen, bei dir wohl offensichtlich aber nicht.

Schildere doch Mal deine Stimmungen, gibt es da Hochs und Tiefs.

Ich würde das Quetiapin nehmen, die Dosis ist sehr gering.
Natürlich kannst du dich auch weiter quälen mit deiner Schlaflosigkeit.

Viele Grüße und alles Gute.
Muir
 
Schlaftabletten können nur unterstützend wirken. Wichtiger ist die Schlaf Hygiene in den Griff zu kriegen.

Wann gehst du ins Bett?
Wie sieht DEIN Schlafritual aus?
Stehst Du auf, wenn Du zwischenzeitlich wach wirst?
 
Morgen, bevor ich mich gleich auf den Weg zu meinem Termin mache wollte ich hier nochmal kurz Antworten.
Hallo,

hattest du neben den Depressionen auch schon Mal eine
manische/hypomanische Phase?
Wie wurde deine Diagnose gestellt, aufgrund welcher Basis?

Oft hilft Schlafentzug bei Depressionen, bei dir wohl offensichtlich aber nicht.

Schildere doch Mal deine Stimmungen, gibt es da Hochs und Tiefs.

Ich würde das Quetiapin nehmen, die Dosis ist sehr gering.
Natürlich kannst du dich auch weiter quälen mit deiner Schlaflosigkeit.

Viele Grüße und alles Gute.
Muir

Ich habe ständig Stimmungsschwankungen, zwischen Weinend im Eck sitzen und alles ist Okay Happy Time, doch die letzten 4 Tage waren einfach der Horror ich hing in einem Loch voller Selbstzweifel... Heute ist es ein klein wenig besser.

Meine Diagnose wurde gestellt mir wurden einige Fragen gestellt, wie ich mich fühle, seit wann ich mich so fühle, wie es mir die letzte Zeit erging etc. So hat der Therapeut dann die Diagnose gestellt. Doch zu Dato dem Termin hatte ich noch nicht diese Gedanken mich selbst zu verletzten, die kamen erst vergangene Nacht... (Keine Suizid Gedanken, lediglich selbstverletzung um Missverständnisse vorzubeugen).

Zum Thema Schlaftabletten, kann ich mich einfach nicht Anfreunden die Angst vor den Nebenwirkungen ist einfach zu Groß....

Schlaftabletten können nur unterstützend wirken. Wichtiger ist die Schlaf Hygiene in den Griff zu kriegen.

Wann gehst du ins Bett?
Wie sieht DEIN Schlafritual aus?
Stehst Du auf, wenn Du zwischenzeitlich wach wirst?

Wann ich ins Bett gehe? Naja meistens garnicht, wenn ich nicht schon drin Liege und TV schaue.
Schlafritual? Habe ich schon lang keines mehr, hatte ich auch nie un es hat immer geklappt... Bis vor geraumer Zeit.
Ob ich Aufstehe wenn ich Wach werde? Ja, denn wenn ich einmal Wach bin kann ich nicht weiterschlafen. Bin numehr seit wieder 22std Wach und davor grad mal 2,5std Schlaf.
 
Deine Vorbehalte gegen eine schlaffördernde Medikation sind unbegründet, so lange es bei dir nicht irgendwelche Einschränkungen gibt: Unverträglichkeit oder Vorerkrankungen etc.

Ich selbst nehme nur sehr ungern und nur wenn ich ausreichend darüber informiert bin Medis und schreibe aus eigener Erfahrung.

Nach deiner Beschreibung sind deine Schlafprobleme um einiges größer als meine.
Bei mir ist es das Einschlafen und Durchschlafen. Ich habe vorher alles mögliche an schlaffördernden Ritualen durchprobiert. Es hat aber nicht ausgereicht.
Mein Medikament ist ein schlafförderndes Antidepressiva. Bereits die Hälfte der Einstiegs-Dosis hat mir endlich zu erholsamen Schlaf verholfen. Die ersten Tage habe ich mich gefühlt wie ein neuer Mensch. Endlich konnte ich tagsüber auch einmal etwas leisten und zu Ende bringen. Vorher hatte ich immer Probleme am Arbeitsplatz. Ich war oft gestresst, gereizt und überfordert.

Beschäftige dich mit dem Thema Schlafen und du wirst feststellen, wie wichtig gesunder Schlaf ist, psychisch und physisch.
 

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