HuHu,
(...) Erzähl das mal einer 70 Jährigen die kaum Geld hat. Leute wollen ihr Eigenheim genießen und dukannst nicht damit kommen, dass man das Haus eh bald renoverien musst. Zudem gibt es die Förderung nur für die Wärmepumpe und nicht für modernisierungen von Dach, Fenster und Dämmungen, da muss man mit deutlich mehr Kosten rechnen, und darauf haben diemeisten halt kein Bock. Zumal wer bezahlt denn die Förderungen? Die kommen doch vom Steuerzahler, von der eine in die andere Tasche ist das nur. Also positv sowas zu sehen halte ich für äußerst fragwürdig.
Ja, das erzählt ich gerne einer 70Jährigen, dass sie in 30 Jahren spätestens ihre Heizung umrüsten muss....
Und ja tatsächlich:
ja, das erzähl ich meiner 65 jährigen Mutter, die kaum Geld hat schon seit Jahren. Die Renovierungen WERDEN kommen. Egal wie sehr man sein Eigenheim einfach nur genießen will.
Das sei ja jedem unbenommen.
Das Eigenheim kann man aber nur genießen, wenn man es instand hält und nicht zu einer Bruchbude verkommen lässt.
Und das bedeutet eben, dass man es beizeiten renovieren muss.
Und gerade WENN man wenig Geld hat, ist man gut beraten, sich rechtzeitig vorzubereiten und langfristig zu denken:
Ein Dach MUSS ungefähr alle 50 Jahre neu gemacht werden, ebenso wird bei den meisten älteren Gebäuden eine Fassadensanierung (inkl mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit eine Asbestentsorgung- und DAS geht wirklich ins Geld!) fällig und ja: Auch Fenster halten nicht ewig.
Das ist es ja: Diese Arbeiten stehen an, egal was im Gesetz steht.
Eine Altbausanierung IST teuer und zwar komplett unabhängig davon, ob man jetzt mit Wärmepumpe oder weiter mit Gasheizung saniert.
Das macht keinen großen Unterschied!
Und WENN man sie schon machen muss, dann macht es doch absolut keinen Sinn, diese Arbeiten nicht nach neuestem Stand zu verrichten oder? 30 jahre sind auch mehr als genug Zeit, sich entsprechend vorzubereiten.
Das gesetz regelt lediglich, dass diese Arbeiten modern und zukunftsweisend ausgeführt werden müssen und keiner sich einen nicht zukunftstauglichen Mist andrehen lassen muss, wie zB undichte Fenster oder eben eine Heizung, die nicht mehr zukunftsfähig und auch in absehbarer Zeit nicht mehr finanzierbar sein wird.
Es macht keinen Sinn, die Augen davor zu verschließen, egal ob man 70 ist und sein Eigenheim genießen will oder ob man 30 ist und gerade zu bauen beginnt.
ich finde es ehrlich gesagt auch fairer den Leuten klar zu sagen: "bis in 30 Jahren muss das gelaufen sein", als ihnen weiter vorzumachen, sie könnten bis zum St. Nimmerleinstag mit Gas oder Öl heizen. Wer einem das erzählt belügt einen. Wollen wir belogen werden?
Was sagen wir denn dann denen, die in 30 jahren 70 sind und die ihr Haus aufgrund dieser Lügen nicht fit gemacht haben: Ähm sorry, Leute, hier wird jetzt der Gasanschluss gekappt, weil keiner eurer Nachbarn mehr einen hat: Pech gehabt. Sorry, Öl wird nicht mehr zu Heizzwecken geliefert. Lohnt sicht nicht mehr...usw
Oder stell Dir mal vor, man lässt es weiterhin zu ,dass leute Gasheizungen in ihre Neubauten bauen und dann nach ein paar Jahren verliert der neubar drastisch an Wert, weil keiner mehr sowas haben will.
DAS ist unfair: Den leuten die Wahrheit sagen, ist zwar im ersten Moment vielleicht nicht so schön, aber es ist wenigstens fair.
Es wäre doch fies, Leute jetzt zu belügen und morgen dann hängen zu lassen.
Lieber jetzt die Wahrheit sagen und jedem Zeit geben, sich entsprechend aufzustellen, als den Bürgern falsche Tatsachen vorzuspiegeln.
Apropos Asbest: Das Zeug ist auch seit 1993 verboten und darf nicht mehr eingebaut werden und auch nicht mehr "Lebensverlängernd" saniert werden- wenn eine Asbestfassade kaputt ist, muss sie ersetzt werden und teuer entsorgt werden: Weil es eben schädlich ist. Wäre es da auch besser gewesen, den Leuten keine Angst zu machen und sie weiterhin ihr Asbest einbauen zu lassen, weil man es den leuten ja nicht antun kann, ihnen eine Renovierung zuzumuten? Da sagt auch keiner: Das darf man den Leuten nicht zumuten: So eine Asbestentsorgung kostet ein Vermögen (und das tut es!), was tun wir mit den armen leuten, die sich das nicht leisten können?
Ob wohl damals der Aufschrei auch so immens war, als es verboten wurde?
🤔
Übrigens: Nur mal so am Rande: der größte Feind des Eigenheims ist NICHT die umweltfreundliche Sanierung, sondern es ist die Erbschaftssteuer und es sind Immobilienspekulanten, die die Preise hochtreiben, so dass eh fast keiner mehr in den genuss kommt, ein Eigenheim zu genießen.
Also wer das Eigenheim als solches retten will und genießbar machen will, der sollte sich besser an diesen Fronten engangieren.