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Der Weg

  • Starter*in Starter*in Born
  • Datum Start Datum Start
B

Born

Gast
Hallo

Stellt euch eine Straße vor viele km lang und absulut gerade jedoch mit vielen Abbiegemöglichkeite, diese Straße ist das Leben und die Abbiegemöglichkeiten sind die Dinge die einem Menschen im Leben geschehen können aber nicht müssen.
Also Dinge wie Verlust, Trauer, Glück, Pech, unser Werdegang und das was wir aus unserem Leben machen.

Die Kunst ist also das egal wie oft wir abbiegen immer wieder den Weg auf jene Straße finden müssen zurück in ein geordnetes Leben von einem glücklichen Leben aber war nie die Rede.
Je länger wir auf der Nebenstraße bleiben je schwerer wird der Weg zurück und je länger dauert er.

Ich bin leider zuoft abgebogen und hatte mich auf Jahre verfahren bis ich wieder den Hauptweg fand,a ber glücklich wurde ich nie.
 

Hallo Born,

schau mal hier: Der Weg. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Vielleicht ist das Ziel gar nicht wieder auf den Hauptweg zu kommen, sondern vielmehr die anderen Wege zu gehen.
Vllt ist das auch der Grund warum du dein Glück auf deinem Hauptweg nicht gefunden hast.
 
Ich denke, dass wir selbst der Weg sind, dass wir in uns einen Halt und eine Heimat finden müssen, so dass es uns auf den Nebenstraßen als auch auf den Hauptstraßen öfter gut geht als schlecht geht.

Es kommt, denke ich, bei fast allem auf die innere Einstellung an. Es gibt Menschen, die im Gefängnis sind und glücklich sind, weil sie in sich forschen und das Beste auf vielem machen können.

Glück kann man suchen, man kann vieles ausprobieren, was einen näher zu sich bringt und vor allem durch Achtsamkeit und Dankbarkeit kleinen Dingen gegenüber lernen, mit wenig glücklich oder zumindest zufrieden zu sein.
 
Hallo @Born,
interessanter, philosphischer Gedanke!

Ich würde mich als das andere Extrem bezeichnen.
Vor 15 Jahren oder so, da war ich weder auf einem "Hauptweg" noch auf "Nebenwegen" - eher auf "Irrwegen". Hab viel ausprobiert und schließlich mein Studium geschafft und konnte als "Werkstudent" bei der Firma beginnen, bei der ich heute noch arbeite (>12 Jahre inzwischen dort). Das ist wohl mein "Hauptweg" geworden. Dadurch konnte ich mir was aufbauen: Ich wohne beispielsweise in der Provinz mit eigenem Haus, Frau und kleinen Kindern.

Bei mir dürfe also eher das Gegenteil der Fall sein: Ich muss auf dem Hauptweg bleiben weil:
- Hauptverdiener der Familie mit Kredit aufs Haus (und daher angewiesen auf den (sicheren) Job)
- Es gibt wohl keinen "besseren" Job als den, den ich nun schon über 12 Jahre bei ein und derselben Firma ausübe. Ich bin eigentlich "dankbar" seit Corona die Möglichkeit zu haben ultraflexibel im HomeOffice zu arbeiten. Das macht Vieles einfacher - gerade mit kleinen Kindern. Die äußeren Rahmenbedingungen passen da halt einfach.
- Veränderung ist schwierig. Es geht nicht mehr nur noch um mich. Ich habe Verpflichtungen. Ich hab wenig "Zeit" nach der Arbeit. Mich auf "Nebenwegen" auszuprobieren geht nur noch "nebenbei", also "zweigleisig fahren": Hauptweg: "sieherer Brotjob", Nebenweg(e): Tja... Ich grüble noch und versuche mich in Weiterbildung, sofern es meine Zeit zulässt. Aber da will ich hin. Aber mir liegt die Welt nicht mehr zu Füßen, so wie das noch war, als man frisch aus Schule/Studium/Ausbilung kam....

Deshalb und weil mich die Arbeit oft "unterfordert" bzw. weil sie oft schon nach der Hälfte der Arbeitszeit pro Woche erledigt ist, jammere ich oft rum. Ich würde gerne was Neues ausprobieren. Bis zur Rente ist noch lange. Aber: Wie gesagt. Ich bin gebunden auf dem "Hauptweg". Bei mir geht's nur noch darum möglichst ohne Schaden bis zur Rente durchzukommen und ggf. "nebenher" etwas anderes zu probieren, mich weiterzubilden, etc....

Aber auch ich sage: Dankbarkeit und Demut sind wichtig. Wir müssen uns üben darin. Es gibt gerade jetzt wesentlich schlimmere Dinge auf der Welt.
 

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