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Der Weg aus der Pornosucht

Smokie

Mitglied
Hallo Ihr Lieben,

Ich bin neu hier, fühle mich oft einsam, befinde mich in Therapie wegen meiner Pornosucht und bin seit 137 Tagen pornofrei. Ich habe in dieser Zeit schon viel über mich selbst gelernt, aber ich merke gerade, wie schwer es mir fällt, wirklich über meine Gefühle zu sprechen, sowohl in der Therapie als auch in meiner Beziehung. Dennoch fühle ich mich trotzdem oft allein mit meinen Gedanken und Emotionen.

Es ist für mich sehr schwer, jemandem in meinem direkten Umfeld alles anzuvertrauen, ohne Angst zu haben, dass ich jemanden verletze oder falsch verstanden werde. Deshalb suche ich hier nach einem Raum, in dem ich langfristig über meine Gefühle, Ängste und Fortschritte sprechen kann.

Ich hoffe, hier jemanden zu finden, mit dem ich mich regelmäßig austauschen kann, um nicht allein durch diese Phase zu gehen.

Vielen Dank schon mal fürs Lesen. Ich würde mich über Antworten, Tipps oder einfach nur ein offenes Gespräch sehr freuen
 
Hallo @Smokie, zum Thema kann ich leider nicht viel sagen, aber ich wünsch dir, dass du jemand findest, mit dem du dich austauschen kannst.

bin seit 137 Tagen pornofrei

Das ist doch schon was, bleib dran.

wie schwer es mir fällt, wirklich über meine Gefühle zu sprechen, sowohl in der Therapie als auch in meiner Beziehung.

Das wird schon noch besser, deshalb macht man ja Therapie.

Alles Gute.
 
Guten Morgen, danke dir. Ja ich hoffe ich finde eine Möglichkeit mich auszutauschen und mir mal was von der Seele zu reden. Ich fühle mich echt einsam mit dem ganzen Kram.
 
Ich würde mich über Antworten, Tipps oder einfach nur ein offenes Gespräch sehr freuen
Magst du kurz was über dich erzählen? Wie alt bist du ungefähr? Bist du in einer Beziehung? Hast du ein relativ gesundes Umfeld (Familie, Freunde, Arbeitskollegen)? Kommst du mit Hilfe des Therapeuten mit dem Porno detox relativ gut klar oder ist es ein täglicher Kampf gegen die Versuchung?

Was ist eine grössere Herausforderung für dich: pornofrei zu bleiben oder über deine Gefühle zu reden?
 
Guten Abend, ich komme recht gut klar und habe kein Verlangen danach. Bin 44 Jahre jung, verheiratet, mein Umfeld ist gut, habe eine stressigen Job und irgendwie nie gelernt großartig Gefühle zu zeigen und an mich ran zu lassen. Bin ein ehr freundlicher und geselliger Zeitgenosse. Treibe regelmäßig Sport und seit der Therapie ordne ich mein Leben, meditiere, schreibe Tagebuch und hinterfrage vieles bei mir.
 
ich komme recht gut klar
Dein Leben hört sich soweit eigentlich ganz normal an. Eigentlich...
mir mal was von der Seele zu reden.
Umschreib doch einfach mal in einem Satz was dich momentan am meisten beschäftigt. Ich frag dann einfach weiter. Wenn's dir lieber ist kannst du auch weiter ausholen. Irgendwo musst du ja anfangen.

P.S. Als Gast sehe ich nicht wenn mir jamand antwortet, es sei denn, 'Loretta' steht irgendwo im Beitrag, denn danach suche ich. Dies nur zur Info.
 
Guten Morgen Loretta, danke für deine Nachricht. Grundsätzlich ist bei mir alles in Ordnung aber ich habe dennoch Angst vor der Zukunft, bin ich auf einem guten Weg aus dieser Sucht? Schaffe ich das alles oder fresse ich wieder alles in mich rein? Ich bin seit meiner Therapie viel emotionaler und ab und zu laufen Tränen was sonnst nie der Fall war. Leider habe ich dann in solchen Situationen niemanden mit dem ich quatschen kann. Ja ich spreche viel mit meiner Frau darüber aber das Thema verletzt sie sehr und ich bin froh das sie noch da ist und mich unterstützt, dass ist aber nicht leicht für sie.
 
Leider habe ich dann in solchen Situationen niemanden mit dem ich quatschen kann.
Ich sehe das Problem. Das Thema ist heikel und es braucht schon grosses Vertrauen um sein Innerstes preisgeben zu können. Dann braucht es einen verständnisvollen Zuhörer der nicht gleich urteilt und der bereit ist wieder und wieder zuzuhören, aber auch wohlwollendes Feedback zu geben. So jemanden haben nicht viele Menschen. Und wenn, dann sind diese als Laien schnell mal überfordert und man fühlt sich wieder allein, verschliesst sich und frisst es unverarbeitet in sich hinein.

In deinem Fall geht es ja nicht nur um das Thema an sich, sondern auch noch um Emotionen die für dich neu sind und mit denen du nicht umzugehen weisst. Die Therapie hat Emotionen in dir ausgelöst die dich heulsusig machen (ist nicht böse gemeint) und ein richtiger Mann weint nun mal nicht.

Mach die Therapie unbedingt weiter, denn sie hat schon ganz viel bewirkt. Der Therapeut hat einen Knoten in dir gelöst und wenn du dich irgendwo fallen lassen und deinen Tränen und deine Zweifeln freien Lauf lassen kannst, dann bei ihm. Bei ihm musst du dich auch nicht andauernd erklären, denn er kennt die Geschichte schon. Und... er begleitet dich auf deinem Weg das ganze verarbeiten zu können. Dafür wird er bezahlt. Jetzt musst du nur noch den Mut aufbringen ihm gegenüber das auszusprechen, was dir so schwer fällt. Der härteste Moment ist immer der, wenn man etwas zum ersten Mal laut ausspricht. Bereits beim zweiten Mal fällt es etwas leichter und irgendwann sprudelt man nur so drauf los. Das ist der Moment wo die Heilung beginnen kann. Ab da geht's bergauf.
Ja ich spreche viel mit meiner Frau darüber aber das Thema verletzt sie sehr
Verstehe ich. Überfordere sie nicht. Sie ist kein Zuhörer der, wenn er genug hat, sich verabschieden und Luft holen kann, sondern sie hat dich immer um sich herum. Das ist sehr stressig und kann zu Rückzug führen um sich selber zu schützen. Du darfst mit ihr reden, aber sobald sie dir zu verstehen gibt, dass es ihr zuviel wird, lass für den Moment gut sein.

Nicht nur du musst dich mit den neu aufgekommenen Emotionen herumschlagen, sondern auch sie. Sie hat einen Ehemann vor sich, den sie so nicht kennt. Sie hat einen Mann geheiratet, der stark und beschützend ist und jetzt wird er plötzlich emotional und müsste selber in die Arme genommen werden. Das ist als Ehefrau nicht leicht. Auch sie muss lernen damit umzugehen.
Deshalb suche ich hier nach einem Raum, in dem ich langfristig über meine Gefühle, Ängste und Fortschritte sprechen kann.
Den Raum hast du jetzt, du hast ihn selber eröffnet. Ein Tagebuch ist schon ok, aber es gibt keine Rückmeldung und du bleibst trotzdem mit allem allein. Hier hast du den ein oder anderen Mitleser der dir vielleicht Rückmeldung gibt oder dir zumindest zu verstehen gibt: "Ich weiss zwar nicht was sagen, aber ich lese dich. Du bist nicht allein." Du bist hier anonym, keiner kennt dich. Und falls du irgendwann bereust dies oder das öffentlich geschrieben zu haben, kannst du einzelne deiner Beiträge oder gar den ganzen Thread löschen lassen und nichts bleibt zurück.

Was beschäftigt dich jetzt gerade am meisten worüber du quatschen möchtest?
 
Guten Morgen ihr Lieben, kurzes Update.
Heute ist Tag 142 ohne konsumieren. Mir fällt das nicht schwer und es ist für mich gerade kein Thema rückfällig zu werden. Ich hoffe das bleibt so.
Ich habe leider noch immer niemanden mit dem ich mich diesbezüglich austauschen kann oder jemanden mit dem ich meine Gefühlslage besprechen kann. Komme aber gerade auch so gut zurecht. Ich arbeite gerade viel auf und das hilft mir sehr.
Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende.
 

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