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Der Umgang mit Depressionen in der eigenen Familie

XoFeno

Aktives Mitglied
Ich habe noch einen jüngeren Bruder und eine Schwester.
Meine Schwester ist die Jüngste von uns und hat bei der Familienzusammenkunft am Wochenende das Gespräch mit unseren Eltern gesucht, weil sie Depressionen hat. Sie ist jetzt seit 6 Wochen arbeitsunfähig und ein Klinikaufenthalt steht an.
Problem an der Sache ist, dass für meinen Stiefvater und meine Mutter psychische Erkrankungen als Charakterschwäche angesehen werden.

Die Situation hat dann so geendet, dass sie eher gegangen ist und es aufgegeben hat, weil sie gemerkt hat, dass sie da gegen die Wand redet.

Ich finde es sehr schade und bin immer noch entsetzt über die Reaktion meiner Eltern.
Zumal ich denke, dass es meine Schwester sehr verletzt hat.
Was kann man noch tun, um wenigstens bei unserer Mutter ein Umdenken zu ermöglichen?
 
Ich habe noch einen jüngeren Bruder und eine Schwester.
Meine Schwester ist die Jüngste von uns und hat bei der Familienzusammenkunft am Wochenende das Gespräch mit unseren Eltern gesucht, weil sie Depressionen hat. Sie ist jetzt seit 6 Wochen arbeitsunfähig und ein Klinikaufenthalt steht an.
Problem an der Sache ist, dass für meinen Stiefvater und meine Mutter psychische Erkrankungen als Charakterschwäche angesehen werden.

Die Situation hat dann so geendet, dass sie eher gegangen ist und es aufgegeben hat, weil sie gemerkt hat, dass sie da gegen die Wand redet.

Ich finde es sehr schade und bin immer noch entsetzt über die Reaktion meiner Eltern.
Zumal ich denke, dass es meine Schwester sehr verletzt hat.
Was kann man noch tun, um wenigstens bei unserer Mutter ein Umdenken zu ermöglichen?

Vielleicht ein wenig abwarten, bis Deine Schwester in der Klinik ist, und dann dort ein Gespräch mit einem behandlenden Arzt erbitten.
Rat erbitten, was mit der Mutter zu tun ist.
 
Fraglich,ob du in Bezug auf deinen Eltern was ändern kannst.
Aber das hindert dich nicht daran,sie unterstützen zu können.
Such sie mal auf.
Frag sie,wie du ihr helfen kannst.
Zeig ihr,dass sie dir wichtig ist.
Vielleicht braucht deine Mutter auch erst einmal Zeit,dass zu verdauen und darüber nachzudenken.
 
Wo kommt das deiner Meinung nach her? Diese Einstellung?
Weil sie eine Meinung und Prägung haben. In ihrem Kopf manifestiert. Das ist ihre "Charakterschwäche" Ich bin 40 meine Eltern entwickeln sich nicht weiter, ich habe mich damit abgefunden. Es kostet mich nur Kraft und Nerven.
 
Auch Eltern können ihre Meinung - egal in welchem Alter - noch ändern. Je nachdem wie alt deine Eltern sind, fehlen häufig Informationen und Hintergrundwissen zu psychischen Erkrankungen. Vielleicht kannst du sie auch mit Informationen füttern?
Sehr schön finde ich auch diese Sendung zum Thema: https://www.ardmediathek.de/video/chez-kroemer/chez-kroemer-oder-torsten-straeter-s04-e01/rbb-fernsehen/Y3JpZDovL3JiYi1vbmxpbmUuZGUvY2hlei1rcm9lbWVyLzIwMjEtMDMtMjNUMjI6MzA6MDBfYTA0NTA2ZWYtNzNjNC00OWYxLTkyZjEtMGM3NjFkNThiNWU3L2NoZXota3JvZW1lci10b3JzdGVuLXN0cmFldGVyLXJiYi1mZXJuc2VoZW4
 
Es macht mich immer wieder betroffen, wie viele Leute auf Depressionen im Umfeld reagieren. Und gleichzeitig bin ich dankbar dafür, dass mein Umfeld völlig anders reagiert (hat).
Im konkreten Fall würde ich mal ein paar Beispiele recherchieren und die Eltern damit konfrontieren. Beispielsweise: Ein sehr bekannter ehemaliger deutscher Fußball-Torwart litt an Depressionen. Und der war sicher nicht "charakterschwach". Vielleicht könnten solche Beispiele die Sichtweise ändern? Ansonsten gibt es bestimmt Broschüren o.ä. zu dem Thema die besorgt werden könnten um die Eltern aufzuklären.
 

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