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der tod unseres sohnes

belinda

Neues Mitglied
ich fühle mich seit dem tod unseres sohnes am 20.9.07 so hilflos.ich kann und will es nicht begreifen,das er nicht mehr da ist.jeder tag ist für mich ein kampf um die arbeit zu überstehen.wenn nicht meine tochter noch wäre,dann hätte ich keinen lebensmut mehr.wofür denn auch noch.alles ist so sinnlos geworden.unser sohn wurde nur23 jahre alt.es gab und gibt kein heilmittel gegen seine krankheit was einen noch betroffener macht.
 

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Werner

Sehr aktives Mitglied
Hallo Belinda,
das kann ich gut verstehen - ich habe zwar keine Kinder verloren, aber einige andere nahe Menschen. Hilflosigkeit und nicht verstehen können ist eine blöde Mischung und das Ergebnis durchaus die Sinnlosigkeit.

Bei mir ist der letzte schlimme Todesfalls fast 20 Jahre her und mir gings ab da wieder besser, wo ICH MIR einen Sinn aus dem gebastelt habe, was geschehen ist. Und wo mir klar wurde, dass ohne Tod kein Leben möglich ist und umgekehrt. Dass ich manche Realitäten einfach akzeptieren muss, wie das Kleingedruckte in einem Vertrag.

Und dass es auf jeden Fall sinnvoller ist, sich um die Lebenden inkl. mich selbst zu kümmern als um Tote.

Viele Grüße,
Werner
 
Q

*quasi*

Gast
Mir kamen die Tränen, Belinda......was ist geschehen...? Magst du erzählen....? Ich denke, das Schlimmste, was Eltern - ich bin auch Mutter - widerfahren kann, ist, ein Kind zu verlieren, egal, in welchem Alter.
Grauen pur.
Wenn dir möglich und du willst, erzähle von deinem Sohn, lehre ihn uns kennen, lass un Teil haben an seiner Geschichte und seinem und deinem Leid. Ok, ich spreche nur für mich, aber mir ist es wichtig und das ist nicht nur so dahin gesagt.
Ich denk an dich und dein Leid geht mir mitten ins Herz.
Christa
 

Marcus

Aktives Mitglied
Hallo Belinda!

Der Sohn meines Kollegen starb auch etwa in dem Alter.

Ich sagte ihm, daß niemand verloren geht im großen Schöpfungsraum, und daß er ihn wieder treffen wird, wenn für ihn die Zeit gekommen ist.
Er versucht, daran zu glauben, denke ich.

Die einzige Möglichkeit für DICH, mit dem Tod Deines Sohnes fertig zu werden, ist, meiner Ansicht nach, das Verständnis für Leben und Tod zu entwickeln.

Verstorbene können uns in unseren Träumen Nachrichten übermitteln, aber die Voraussetzung, daß wir diese empfangen können ist, daß wir dafür OFFEN sein müssen.

Wer meint, Verstorbene existierten nicht mehr, „nur“, weil sie ihren Körper wieder abgelegt haben, der ist in einem großen Irrtum und wird über den vermeintlichen Verlust niemals hinwegkommen.

Stattdessen möchte ich Dir empfehlen, zu versuchen, es zu verstehen, daß Dein Sohn keineswegs nicht mehr existiert.
Er kann Dich sogar sehen und er sieht Dein Leid.
Mit Deiner Trauer allerdings machst Du es IHM auch nicht leichter, verstehe das bitte.

Er hat seine Zeit auf der Erde verbracht, mehr war für ihn nicht nötig.

Jetzt geht er seinen Weg weiter, wie jeder andere auch, und dazu wäre es für Ihn wichtig, DICH wieder fröhlich zu sehen.
Sei dankbar für die Zeit, in der er Dich begleitet hat, und lass ihm seine eigene Entwicklung.

Jeder geht wieder, wenn seine Aufgaben hier erfüllt sind, der eine früher, der andere später.

Freue Dich auf euer Wiedersehen. Es gibt keinen Grund zur Trauer!!!

Lieben Gruß

Marcus
 

karre217

Mitglied
Hallo Belinda!

Der Sohn meines Kollegen starb auch etwa in dem Alter.

Ich sagte ihm, daß niemand verloren geht im großen Schöpfungsraum, und daß er ihn wieder treffen wird, wenn für ihn die Zeit gekommen ist.
Er versucht, daran zu glauben, denke ich.

Die einzige Möglichkeit für DICH, mit dem Tod Deines Sohnes fertig zu werden, ist, meiner Ansicht nach, das Verständnis für Leben und Tod zu entwickeln.

Verstorbene können uns in unseren Träumen Nachrichten übermitteln, aber die Voraussetzung, daß wir diese empfangen können ist, daß wir dafür OFFEN sein müssen.

Wer meint, Verstorbene existierten nicht mehr, „nur“, weil sie ihren Körper wieder abgelegt haben, der ist in einem großen Irrtum und wird über den vermeintlichen Verlust niemals hinwegkommen.

Stattdessen möchte ich Dir empfehlen, zu versuchen, es zu verstehen, daß Dein Sohn keineswegs nicht mehr existiert.
Er kann Dich sogar sehen und er sieht Dein Leid.
Mit Deiner Trauer allerdings machst Du es IHM auch nicht leichter, verstehe das bitte.

Er hat seine Zeit auf der Erde verbracht, mehr war für ihn nicht nötig.

Jetzt geht er seinen Weg weiter, wie jeder andere auch, und dazu wäre es für Ihn wichtig, DICH wieder fröhlich zu sehen.
Sei dankbar für die Zeit, in der er Dich begleitet hat, und lass ihm seine eigene Entwicklung.

Jeder geht wieder, wenn seine Aufgaben hier erfüllt sind, der eine früher, der andere später.

Freue Dich auf euer Wiedersehen. Es gibt keinen Grund zur Trauer!!!

Lieben Gruß

Marcus
Hallo

Wie ich das gelesen habe sind mir auch die Tränen gekommen.
Ich habe auch mal einen ganz lieben Menschen verloren und es bis heute nicht richtig verkraftet.Aber diese Sätze lassen mich das ganze auch anders sehen.


Gruß karre217
 

belinda

Neues Mitglied
hier meldet sich wieder die mutter unseres sohnes der am 20.9.07 nach langer schwerer krankheit verstorben ist.(bericht vom 17.4.09).ich möchte mich für die anteilnahme bedanken.es tut gut zu wissen das sogar für uns- fremde menschen an unser schicksal so intensiv mitfühlen.die einfühlsamen worte,gedanken und das vermitteln-das unser sohn uns nur vorausgegangen ist und doch irgendwo da ist macht mir wieder mut.ich versuche mich daran aufzubauen.die phasen die ich immer noch durchlebe von trauer,wut ,aggressivietät und hilflosigkeit kommen immer wieder durch.unsere tochter sagt mir immer-mutti es ist nur die hülle die im sarg liegt.unser sohn markus schwebt über uns.sie sagt mir ich muß versuchen ihn loszulassen,dann meldet er sich (eventuell in meinen träumen).ich solle unseren sohn markus ins licht schicken.wenn ich doch nur schon soweit wäre.momentan kann ich nicht weiterschreiben,ich bin zu aufgewühlt.
es grüßt euch belinda( mein richtiger name ist gerlinde)
 

belinda

Neues Mitglied
hallo quasimodo
mir haben deine anteilnahme.deine einfühlsamen worte und das du wahrscheinlich ein mensch bist der gut zuhören kann gefallen.solche menschen kann man als freunde gut gebrauchen.ich jedenfalls wäre daran interresiert näher in kontakt zu treten.ich hoffe das du einverstanden bist.gruß belinda(gerlinde)
 

Bobbele

Mitglied
Liebe Belinda,
dein Leid erschüttert mich zutiefst. Ich kann gut verstehen, dass du nicht so leicht loslassen kannst. Leider kann ich dir auch keine Hilfe bieten - ich selbst habe vor kurzem meine Mutter verloren -
da ich auch grosse Trauer empfinde und nicht damit umgehen kann. Ein Kind zu verlieren ist das Schlimmste was ich mir vorstellen kann.
Die Vorstellung, von den Menschen zu träumen ist schön.
Ich wünsche dir von Herzen ganz viel Kraft, mögest du einen Weg finden deine Trauer zu überwinden, mit der Liebe für deinen Sohn im Herzen, ohne das es schmerzt.
Ganz liebe Grüsse
 
Q

*quasi*

Gast
Liebe Belinda, es ist schön, dass du wieder ins Forum zurück gekommen bist.
Manchmal hilft es schon, wenn man über den Verstorbenen einfach reden darf, ohne jedes Wort abwägen zu müssen, weil man weiß: Hier sind Menschen, von denen viele ähnlich tiefes Leid erlebt haben.
Die aber dennoch in der nötigen Distanz zu deiner Situation stehen, um auch deine Tränen, deinen Schmerz, deine Not auszuhalten und mitzutragen.
Ich bat dich damals - vielleicht war es da zu früh, verzeih, falls -, uns von deinem Sohn zu erzählen, wie er war, von seinem Wesen, aber auch seiner KH und seinem Tod.
Das, was dir im Herzen ist zu erzählen.
Aus meinen threads wirst du wissen, dass ich Christ bin.
Und somit an ein Leben nach dem Tod glaube, an die Auferstehung mit Jesus.
Wenn dein Sohn im Licht Gottes lebt, solltest du ihn nicht dort suchen, denn er ist dort glücklich.
Greif nicht ein in einen Prozess, der dir unendlich weh tut, aber für ihn das Leben bedeutet.
Gönne ihm - denn er hat, wenn ich deine Worte richtig verstehe - ja gelitten durch seine KH - , jetzt ausruhen zu dürfen. Und nimm Abschied von ihm auf dieser Erde - du wirst, wenn du glaubst, ihn eines Tages wiedersehen.
Es gibt einen wunderbaren Text von Jürgen Werth - ich kopiere ihn dir hier mit hinein und hoffe, dass er dein Herz erreicht und tröstet:


Nun bist du fort (Jürgen Werth)

Nun bist du fort, und nichts auf dieser Welt bringt dich zurück.
Nun bist du fort.
Hätt' ich dich nicht gekannt, wär dieser Tag ein Tag wie tausende zuvor.
Doch nun wisch ich mir ganz verschämt die erste Träne vom Gesicht. Nun bist du fort... Schon gut - ich weine nicht!
Du hast geglaubt an den, der selbst die Auferstehung war.
Du hast geglaubt, und du hast oft gesagt, wenn du mal gehen mußt, gehst du zu ihm.
Doch sag, was bleibt mir nun von dir, was ist davon schon von Gewicht?
Nun bist du fort... Schon gut - ich weine nicht!
Ich weiß, du lebst, du bist nun frei und froh wie nie zuvor.
Ich weiß, du lebst, doch schreibst du nie mehr einen Brief, rufst nie mehr an.
Du lebst, als wärst du tot. Ich weiß, ich weine nur um mich.
Wie ich ihn hasse, den Verzicht!
Nun bist du fort... Schon gut - ich weine nicht!
Ich weiß nicht wie, doch hinter Wolken sehe ich ein schwaches Licht. Ich weiß nicht wie, doch du, ich freu mich auf einmal ganz leis für dich.
Du weißt nun mehr als ich. Ach, du, ich tu dir sicher leid, wie ich hier steh im Kerzenlicht.
Nun bist du fort... Schon gut - ich weine nicht!
Du bist zu Haus, du gingst mir nur ein kleines Stück voraus.
Du bist zu Haus! Die Uhr an deinem Arm steht nun für immer still, die Zeit hat ausgedient.
Der Tod, die Schmerzen sind vorbei.
Ich glaub, zurück willst du wohl nicht.
Nun bist du fort... denn du lebst in Gottes Licht.
 

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