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Der Stiefsohn und die Pubertät...ich mach wohl alles falsch

Ich finde eine Therapie für alle schon gewinnbringend für alle, vorausgesetzt, die Therapie ist gut. Jeder lernt dazu, versteht.

Du schreibst: es geht mir nur um Unterordnung und seine Gefühle zu unterdrücken. JETZT unterdrückt er seine Gefühle und therapeutische wäre es gewinnbringend, wenn er seine Gefühle auseinandersetzen lernt und es benennen kann. Die Eltern werden in Gesprächen viel erfahren können

Du schreibst, dass es logisch ist, dass er neidisch ist und alles kaputt macht. Nein, dass ist nicht logisch. Wir haben so viele Trennungskinder, die nicht alles zerstören nur weil sie neidisch sind.
Du meintest sicherlich @Kolya
Nochmal: Therapie ist ein Gewinn und keine Strafe

Kolya
 
Vielleicht sind die Sachen, die man unternehmen möchte, für einen 13jährigen mittlerweile auch einfach zu langweilig. Spazierengehen, Zoobesuche...da muss was anderes her, was eher in dem Alter interessant sein könnte. Und wenn er selbst nichts weiss, könnte man ja mal zusammen gucken - damit er sich nicht ausgeschlossen fühlt, sondern mitentscheidet.
 
was sagst du zu den ganzen Beiträgen?
Zunächst einmal möchte ich klarstellen, dass wir L. mit Sicherheit NICHT einfach so für irgendwas an den Pranger stellen wollen, geschweige denn, dass wir oder ich ihn nicht in der Familie haben wollen.
Ich dachte eigentlich ich hätte klar gemacht, dass wir bzw. ich mich bemühe, einen Weg zu finden, wie (vor allem) L. mit seinen Gefühlen besser zurecht kommt. Ich SEHE sein Leiden, ich VERSTEHE seine Ängste und vor allem HABE ich auch immer wieder versucht (und versuche es noch), mit ihm zu reden, für ihn da zu sein. Aber das kann ich nur insoweit, wie er mich lässt. Leider ist das kaum der Fall, weshalb ich ja hoffe, dass ihn die Therapie da weiter bringt. Ich sehe dieselbe nämlich auch nicht als Strafe, sondern als Hilfe.
Er hat seit jeher Schwierigkeiten, Worte für seine Gefühle zu finden oder dieselben einzuordnen.
Ich möchte aber dennoch behaupten, dass ich bisweilen sogar ein besseres emotionales Verhältnis zu ihm habe als sein Papa. (traurig aber wahr)
Seinen Papa aber lediglich als 'Clown' oder 'Spaßpapa' dahin zu stellen, finde ich deshalb trotzdem nicht in Ordnung. Sein Vater hat sich wirklich bemüht und immer alles für L. getan. Natürlich, auf emotionaler Ebene hätte da eindeutig mehr sein können, aber vielleicht hat er das ja auch nie gelernt?! Selbst ich nehme meinen Mann als eher arm an Empathie wahr. Aber ich kann damit anders umgehen und das anders einordnen, als L. es kann.
Klar, für die Vaterrolle wäre ein bisschen mehr Empathie sicher nicht verkehrt. Habe ich so auch schon kommuniziert. 🤷
Dass auch Er da vielleicht Hilfe brauchen könnte bzw. wir alle als Familie ist hier durchaus auch schon Thema gewesen. Leider ist mein Mann nicht unbedingt positiv und aufgeschlossen dem Thema Therapie gegenüber eingestellt. Was wohl auch ein Grund dafür ist, dass er sich für L. erst vor neun Monaten und nach langem Zureden meinerseits drum bemüht hat.
Ich selbst stehe tatsächlich mit dem Thema auf diversen Wartelisten und das auch schon seit geraumer Zeit. Aber selbst die niederschwelligen Angebote hier haben Wartezeiten von über einem halben Jahr.

Was L.'s leibliche Mutter betrifft...fehlende Reife trifft es zwar, ist aber leider auch lange nicht das Einzige. Es stehen da noch ganz andere Probleme im Raum. Aber ob sie sich damit helfen lässt oder nicht, liegt alleine in ihrer Verantwortung. Da kann sie ja nun mal niemand zu zwingen.

So, nun zum Letzten, was ich gerne gesagt hätte:
Natürlich wusste ich, dass mein Mann einen Sohn hat, als ich ihn geheiratet habe. Stand für mich auch nie zur Debatte, dass L. hier mit uns zusammen wohnen wird.
Ja, auch mit meinen eigenen Kindern werde ich wohl zu gegebener Zeit den ein oder anderen Konflikt haben, das ist mir bewusst.

L.'s Verhalten IST zeitweilig anstrengend und schwierig, ich glaube das kann keiner hier leugnen.
Und bei allem Verständnis für seine Situation und auch für die Beweggründe, die dahinter stehen, ich glaube die wenigsten hier würden Beifall klatschen, wenn es IHRE persönlichen Gegenstände wären, die zerstört würden oder ihre Privatsphäre die dermaßen verletzt würde.
Ich denke, mit 13 Jahren ist ein Kind alt genug, zu verstehen, dass das Dinge sind, die einfach nicht gehen.
Ich bin ja deshalb nicht gegen L. als Person oder will ihn gar rausschmeißen. Im Gegenteil, ich bemühe mich, Frage um Rat und suche Hilfe.
Ich bleibe dabei, es muss auch erlaubt sein, Grenzen innerhalb eines (neuen) Familienverbandes zu setzen. Diese Grenzen gelten ja nicht nur für L. sondern auch für den Papa, mich und die gemeinsamen Kinder.
Ich glaube einfach, L. hatte viel zu lange in seinem Leben überhaupt keine klaren Grenzen seitens seiner Blutsfamilie.
Mama war sowieso nie verfügbar und Papa hat ihm seit jeher den Hintern hinterher getragen, um eben diese Tatsache auszubügeln.
Leider ist da, wie gesagt, auf emotionaler Ebene wenig passiert.
 

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