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Gast
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Hallo zusammen!
Mein Leben ist eigentlich ganz schön. Ich habe eine tolle Familie, tolle Freunde und habe eine harmonische Beziehung.
Das Problem liegt in meinem Job. Nach der Schule habe ich mich dummerweise dazu entschieden eine Ausbildung zu machen. Ich wurde danach unbefristet übernommen. Klingt erst einmal toll. Aber trotzdem habe ich ständig das Gefühl, das ich mehr gekonnt hätte. Einfach mehr kann.
Ich habe mein Abitur mit einem Schnitt von 1,8 gemacht, wollte eigentlich gerne studieren gehen. Aber ich war mir niemals sicher, was ich werden wollte. Also habe ich mir gedacht, dass ich mich erst einmal vorsichtshalber bewerbe und dann immer noch spontan entscheiden kann, was ich gerne machen möchte. Immer bin ich den Weg des geringsten Widerstandes gegangen. Bei meiner ersten Bewerbung habe ich sofort eine Zusage bekommen und habe dann alles andere einfach aufgegeben und gar nicht erst weiter versucht.
Seit ich die Schule verlassen habe, denke ich ständig, dass es nicht mehr wirklich rund läuft. Ich meine, ich gehörte immer zu den Menschen, die gerne in die Schule gingen, die sich niemals vorstellen konnten, die Schule zu verlassen und etwas Anderes zu machen. Man könnte schlicht und einfach sagen: Ich habe die Schule geliebt.
Mein Job ist ganz okay. Ich sitze im Büro, habe tolle Arbeitszeiten, mein Team ist super lieb und ich fühle mich wohl. Die Arbeit an sich jedoch, erfüllt mich nicht. Es ist absolut langweilig und unergiebig. Mir fehlt der Sinn. Der Sinn diesen Job die nächsten 40 -45 Jahre weiter zu machen.
Ich habe mich nun für ein Lehramtsstudium beworben. So kann ich grds. ja wieder zur Schule gehen. Ich habe mich dazu entschieden, weil ich dort glücklich war und das Gefühl habe, ich kann etwas verändern. Die Fächerkombination, die ich wähle ist jedoch eigentlich sinnlos, weil das jeder studiert, der nichts anderes kann. Was nicht heißen soll, dass ich nichts anderes kann. Aber mich interessiert nun einmal nichts anderes. Je mehr ich über die Arbeitsmarksituationen lese, desto mehr wanke ich in meiner Entscheidung. Ich stand schon zweimal kurz davor zu kündigen und zu studieren, doch kurz vorher habe ich immer einen Rückzieher gemacht. Schon immer hatte ich große Probleme mich zu entscheiden. Nun stehe ich wieder kurz davor und habe das Gefühl, ich schaffe es wieder nicht. Ständig sehe ich nur die Probleme: Finde ich danach wieder einen Job? Scheitere ich vielleicht schon direkt? Ist es das Richtige für mich? Was ist, wenn ich am Ende doch lieber wieder zurück möchte (was mein Stolz niemals zulassen würde und mein AG vllt auch nicht)?
Mein Umfeld ist mit meinen Problemen natürlich bestens betraut. Doch je mehr Meinungen ich kenne, desto schlimmer wird es. Als ich noch niemandem von meinem Plan erzählt habe, war ich mir sicher. Zu 100 % wollte ich einfach gehen und den Plan vom Studium durchziehen. Doch ich diskutiere alles aus: jedes kleine Problem. Manchmal kommt es mir vor, als wäre es gar nicht mein Leben, sondern ich betrachte alles von oben und durch das ganze Abwägen, was nun richtig ist oder falsch, finde ich keine Lösung. Keine eindeutige Lösung zumindest.
Ich erwarte nicht, das jemand eine Lösung für mein "Desaster" hat. Aber vielleicht kennt irgendjemand dieses Gefühl, dass das Leben einem entgleitet. Dass man nicht mehr Herr über die Lage ist und sich auf eine merkwürdige Art einfach hilflos fühlt.
Würde mich über Antworten freuen.
LG!
Mein Leben ist eigentlich ganz schön. Ich habe eine tolle Familie, tolle Freunde und habe eine harmonische Beziehung.
Das Problem liegt in meinem Job. Nach der Schule habe ich mich dummerweise dazu entschieden eine Ausbildung zu machen. Ich wurde danach unbefristet übernommen. Klingt erst einmal toll. Aber trotzdem habe ich ständig das Gefühl, das ich mehr gekonnt hätte. Einfach mehr kann.
Ich habe mein Abitur mit einem Schnitt von 1,8 gemacht, wollte eigentlich gerne studieren gehen. Aber ich war mir niemals sicher, was ich werden wollte. Also habe ich mir gedacht, dass ich mich erst einmal vorsichtshalber bewerbe und dann immer noch spontan entscheiden kann, was ich gerne machen möchte. Immer bin ich den Weg des geringsten Widerstandes gegangen. Bei meiner ersten Bewerbung habe ich sofort eine Zusage bekommen und habe dann alles andere einfach aufgegeben und gar nicht erst weiter versucht.
Seit ich die Schule verlassen habe, denke ich ständig, dass es nicht mehr wirklich rund läuft. Ich meine, ich gehörte immer zu den Menschen, die gerne in die Schule gingen, die sich niemals vorstellen konnten, die Schule zu verlassen und etwas Anderes zu machen. Man könnte schlicht und einfach sagen: Ich habe die Schule geliebt.
Mein Job ist ganz okay. Ich sitze im Büro, habe tolle Arbeitszeiten, mein Team ist super lieb und ich fühle mich wohl. Die Arbeit an sich jedoch, erfüllt mich nicht. Es ist absolut langweilig und unergiebig. Mir fehlt der Sinn. Der Sinn diesen Job die nächsten 40 -45 Jahre weiter zu machen.
Ich habe mich nun für ein Lehramtsstudium beworben. So kann ich grds. ja wieder zur Schule gehen. Ich habe mich dazu entschieden, weil ich dort glücklich war und das Gefühl habe, ich kann etwas verändern. Die Fächerkombination, die ich wähle ist jedoch eigentlich sinnlos, weil das jeder studiert, der nichts anderes kann. Was nicht heißen soll, dass ich nichts anderes kann. Aber mich interessiert nun einmal nichts anderes. Je mehr ich über die Arbeitsmarksituationen lese, desto mehr wanke ich in meiner Entscheidung. Ich stand schon zweimal kurz davor zu kündigen und zu studieren, doch kurz vorher habe ich immer einen Rückzieher gemacht. Schon immer hatte ich große Probleme mich zu entscheiden. Nun stehe ich wieder kurz davor und habe das Gefühl, ich schaffe es wieder nicht. Ständig sehe ich nur die Probleme: Finde ich danach wieder einen Job? Scheitere ich vielleicht schon direkt? Ist es das Richtige für mich? Was ist, wenn ich am Ende doch lieber wieder zurück möchte (was mein Stolz niemals zulassen würde und mein AG vllt auch nicht)?
Mein Umfeld ist mit meinen Problemen natürlich bestens betraut. Doch je mehr Meinungen ich kenne, desto schlimmer wird es. Als ich noch niemandem von meinem Plan erzählt habe, war ich mir sicher. Zu 100 % wollte ich einfach gehen und den Plan vom Studium durchziehen. Doch ich diskutiere alles aus: jedes kleine Problem. Manchmal kommt es mir vor, als wäre es gar nicht mein Leben, sondern ich betrachte alles von oben und durch das ganze Abwägen, was nun richtig ist oder falsch, finde ich keine Lösung. Keine eindeutige Lösung zumindest.
Ich erwarte nicht, das jemand eine Lösung für mein "Desaster" hat. Aber vielleicht kennt irgendjemand dieses Gefühl, dass das Leben einem entgleitet. Dass man nicht mehr Herr über die Lage ist und sich auf eine merkwürdige Art einfach hilflos fühlt.
Würde mich über Antworten freuen.
LG!