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Der Schmerz bleibt für immer

Trotz allem versuche ich, möglichst viel zu unternehmen, was mir auch Freude bereitet, was mir Spaß macht.

Das ist gut. Das genügt nur nicht. Was dir fehlt, ist nicht Freude, sondern Sinn.

Sieh es so: egal, wie und warum du in diese Welt gekommen bist, du bist jetzt hier. Deine Herkunftsgeschichte ist tragisch, das stimmt.

Vielleicht ist es aber wichtiger, was du nun tust, da du hier bist. Was für einen Sinn willst du deinem Leben geben?
 
Worüber würdest du denn lieber schreiben?
Über deine Vergangenheit?
Wie du sie " abschließen" kannst?
Warum glaubst du,fällt es dir so schwer,sie zu akzeptieren und " weiterzuziehen"?
Ich akzeptiere eigentlich meiner Meinung schon lange.

Meine nächtlichen Träume zeigen mir nur immer wieder, wie sehr ich auf der Suche bin, wie sehr ich noch in der Vergangenheit feststecke. Diese Sehnsucht, diese Suche nach Zugehörigkeit, dieses Bedürfnis nach Hilfe, Liebe und Geborgenheit.

Der Sinn meines Lebens. Naja. Irgendwann habe ich gedacht, dass der Sinn meines Lebens wohl war, dass ich etliche Kinder meiner Freunde oft und intensiv betreut hatte, auch z. B. noch in der nächsten Generation den Sohn meiner Patentochter, so lange er klein war.

Zu einigen dieser Kinder habe ich auch noch eine emotionale Verbindung. Sie auch irgendwie zu mir. Zu den Mädchen jedenfalls, die Jungs sind irgendwie anders.

Aber die sind jetzt alle groß und erwachsen und natürlich haben sie eine große Verbindung zu den Eltern.

Was ist jetzt der Sinn meines Lebens? Für mich alleine habe ich jetzt im höheren Alter festgestellt, dass es Sachen gibt, die ich mich in jungen Jahren nie getraut hatte.

Zum Beispiel Theater spielen. Das mache ich jetzt. In einer Laientheater Gruppe. Ob das jetzt der Sinn meines Lebens ist, weiß ich nicht.

Aber es macht mir Spaß.

Mein Problem ist einfach dieses alleine Leben. Wenn ich nachhause komme, ist niemand da. Niemand, mit dem ich meine Erlebnisse besprechen kann. Etwas, was ich hatte, vor etlichen Jahren mit meinem Partner, von dem ich ja schon ewig getrennt bin, der inzwischen auch schon seit vielen Jahren tot ist.

Wir hatten mal 20 Jahre zusammen gelebt. War zum Teil ne problematische Beziehung, aber es war die einzige Beziehung, die ich je hatte.

Dieser Partner kommt auch ständig in meinen nächtlichen Träumen vor. Er war für mich ein sehr vertrauter Mensch.

Wenn ich darüber nachdenke, wie mein Leben weiter geht, wenn ich dann wirklich alt und richtig krank und pflegebedürftig werden sollte, dann bleibt nur das Pflegeheim, kein luxuriöses. Ich lebe von Erwerbsminderungsrente Plus Sozialhilfe.

Meine Geschwister sind 10 und 12 Jahre älter als ich, werden wahrscheinlich früher sterben als ich. Kinder habe ich keine.
 
Und wie gesagt, ich versuche alles mögliche, um mein Leben so zu gestalten, dass ich trotz allem schöne, interessante Erlebnisse habe. Ich bin nicht passiv.

Und trotz allem, der Schmerz bleibt immer. Und manchmal möchte ich das einfach mitteilen. Weil, im normalen Leben mit Freunden und so, teile ich das eher nicht mit. Weil das die Freunde auch überfordern würde, da kann mir auch niemand helfen.

Hier kann mir wahrscheinlich auch niemand helfen,. Ich wollte mich einfach hier nur mitteilen.
 
Hallo Basi,

Meine Patentante, die vor einigen Wochen mit über 80 verstorben ist, hatte glaube ich, in entferntestem Sinne ähnliche Probleme wie du. Obwohl sie mal verheiratet war, 2 nette Töchter hatte, die sich um sie gekümmert haben und auch noch nette Enkel. Trotzdem hat sie es nie überwunden, dass ihr Mann sich damals von ihr getrennt hat. Obwohl die beiden eigentlich gar nicht gut zu einander passten. Sie hatte danach nie wieder eine richtige Beziehung und hat sich wohl letztendlich auch in den Alkohol geflüchtet, um mit ihrer Einsamkeit irgendwie zurecht zu kommen. Eigentlich war sie gar nicht einsam. Sondern hing nur ihren alten Mustern nach. Es wäre gut gewesen, wenn sie ihr Ehe für sich selbst hätte aufarbeiten können und wollen, um endlich einen persönlichen Schlussstrich darunter zu ziehen und sich für eine neue Beziehung zu öffnen. Statt dessen hat sie den Weg gewählt, sich 30 Jahre in ihrem Ehedesaster zu suhlen und den Weg nicht für neue Dinge zu öffnen. Sie hat den Weg gewählt, ihre Trauer, ihren Schmerz und auch ihre Einsamkeit mit Alkohol auszublenden. Und es geht mir in erster Linie nicht um ihren Alkoholkonsum, sondern um die Tatsache, dass sie es in den letzten 30 Jahren nicht geschafft hat, ihren Frieden mit ihrer Vergangenheit zu schliessen. Und ich glaube, dass ist auch eins deiner Probleme. Die Vergangenheit kann niemand ändern. Sie ist so wie sie ist. Und manche Fragen kann man nicht klären. Ist vielleicht auch manchmal ganz gut so? Das Einzige, was du ändern kannst, ist die Gegenwart. Auf die hast du Einfluss, egal wer dein Vater, deine Mutter und sonstige Verwandschaft war und ist!

Fühl dich gedrückt!
 
Und wie gesagt, ich versuche alles mögliche, um mein Leben so zu gestalten, dass ich trotz allem schöne, interessante Erlebnisse habe. Ich bin nicht passiv.
Das finde ich richtig gut!
Du machst weiter,so gut du kannst!
Das zeigt Stärke,die du in dir hast!
Es ist auch ok,wenn man weiß,was in seinem Leben gut ist,was schwierig und was schlecht gelaufen ist.
Und man darf auch traurig sein über das,was gewesen ist.
Aber immer wieder den Blick auf das " Jetzt" richten.
Was kann ich jetzt tun für mich?
Was brauche ich?
Was kann ich ändern,damit es mir besser geht?
Der Sinn des Lebens?
Kann man das leicht beantworten?
Vielleicht ist der Sinn,sich an die kleinen Dinge des Lebens zu erfreuen.
Mein Problem ist einfach dieses alleine Leben. Wenn ich nachhause komme, ist niemand da. Niemand, mit dem ich meine Erlebnisse besprechen kann. Etwas, was ich hatte, vor etlichen Jahren mit meinem Partner, von dem ich ja schon ewig getrennt bin, der inzwischen auch schon seit vielen Jahren tot ist.
Das kenne ich.
Ich bin seit vier Jahren eigentlich das erste Mal in meinem Leben alleine,und dieser Austausch fehlt mir auch.

Ein bisschen ist das Forum auch eine Möglichkeit sich auszutauschen.Wenn man länger hier ist,fühlt man sich hier nicht so alleine.
Vielleicht hilft es dir auch,lesen, schreiben über Gefühle,die am Tag aufkommen.
 

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