Also ich hab jetzt nicht alles durchgelesen, also sorry, wenn ich was sage, das vielleicht schon gesagt wurde. 🙂
Also zum Thema Arbeit: Ich bin sonst auch eher der Ansicht, dass die Arbeit des einzelnen ein Teil der Gesellschaft ist und maßgeblich zur eigenen Zufriedenheit beitragen kann, aber ich finde es auch bedenklich, die Gesellschaft in "zahlende Mittmenschen" und Schmarotzer zu unterteilen. Schmarotzer sind meiner Meinung nach eher die, die den Staat um Millionen bescheißen und sich nix dabei denken. In Deinem Fall sieht es mir eher so aus, dass Du Dich einfach so sehr von der Welt abgewandt hast, dass Dir der Gedanke an Arbeit sowie jede Form des "Rausgehens" einfach unmöglich erscheinen. Das Internet lässt uns halt eine Nische- eine Scheinwelt mit der wir uns soziale Kontakte vorgaukeln können (das gab es halt früher nicht so- da MUSSTE man raus).
Klar ist es möglich, seine Sozialen Kontakte durch das Internet zu erweitern (z.B. eben eine Freundin zu finden, die am anderen Ende der Welt lebt), aber man kann die Realität nicht ersetzen.
Du merkst ja selber, dass Du eine tiefe Sehnsucht nach realen Kontakten hast- genau das ist der Grund, warum es dir bei Deiner Freundin so gut geht. Das bedeutet aber doch, dass die Fähigkeit ein zufriedenes Sozialleben zu führen IN DIR drin vorhanden ist. Erkennst Du das? Meinst Du nicht, es würde sich lohnen, das auszubauen? Nette Kontakte zu haben, zusätzlich zu Deiner Freundin? Wenn es bei ihr geht, geht es auch bei anderen! Du hast es nur verlernt.
Versuche es doch mal in ganz kleinen Schritten. Reduziere mal Deine Zeit im Internet (setzte dir also ein Zeitlimit pro Tag!). Und dann schau mal, ob es da draußen nicht was zu entdecken gibt. Warum nicht mal einen kurzen Smalltalk mit der Bäckerin oder dem Metzger führen? Verstehst Du, was ich meine? Was hast Du zu verlieren, wenn Du das Abentheuer wagst? Vielleicht findet sich ja dann auch mal ein Job, der Dir gefällt und schaffst Dir die Möglichkeit, deine Talente auszuleben.
Alles Gute!