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Der richtige Partner für mich?

Psi

Mitglied
Hallo zusammen,

Ich wende mich an euch, weil ich mit diesem Thema alleine nicht weiterkomme und Meinungen von außen benötige.

Ich habe seit fast 1 Jahr einen Freund. Wir wohnen auch schon zusammen. Natürlich ist trotzdem alles relativ neu und wir sind in der Findungsphase, was den Alltag angeht.
Ich habe eine 8-jährige Tochter, bis f32 und er ist m39.
Wir beide hatten es in früheren Beziehungen nicht leicht, haben viele schlechte Erfahrungen gesammelt, schaffen es aber, uns auf diese Beziehung voller Wertschätzung, Liebe und auf Augenhöhe einzulassen. Wir vertrauen und unterstützen uns.
Auch mit meiner Tochter kommt mein Partner gut klar.
Jetzt zu unseren „Hürden“…

Ziemlich zu Beginn der Beziehung haben wir darüber gesprochen, dass wir noch ein gemeinsames Kind haben und irgendwann heiraten wollen. Ende letzten Jahres haben wir das Thema „Kind“ konkretisiert und gesagt, dass wir nach unserem Sommerurlaub „loslegen“ wollen. Vor einem Monat eröffnete er mir, dass er doch keine Kinder haben möchte, weil es für ihn zu viele Nachteile mit sich bringen würde. Er möchte die Zeit lieber mit uns genießen, in den Urlaub fahren usw.
Wir haben darüber gesprochen und uns geeinigt, dass wir kein gemeinsames Kind mehr haben wollen. Ich habe mich sehr auf die Hibbel-Zeit gefreut und auf ein Baby, aber ich kann ihn verstehen und da ich ein Kind habe, ist das für mich okay. Nicht schön, es tut auch noch etwas weh, aber dass weiß er auch. Er sagte auch, wenn es für mich super wichtig ist, dann würde er sich auch darauf einlassen, aber das wollte ich nicht. Ich will nur ein Kind, wenn er auch zu 100% dahinter steht. Also ist das Thema sozusagen geklärt und abgehakt.

Jetzt kam letzte Woche das Thema „Heirat“ auf und er machte einen etwas doofen Spruch. Dadurch war mir klar, dass er auch hier seine Meinung geändert hat. Ich habe ihn also gestern darauf angesprochen und er sagte, dass ihm eine Ehe nicht wichtig sei. Und wieder der Gleiche Satz „Wenn du es unbedingt möchtest und es wichtig für dich ist, dann kriegen wir das schon hin.“. Das hat mich sehr verletzt. Ich fühle keinen tieferen Bindungswunsch von ihm. Er sagt, es liegt daran, dass er seine Träume und Wünsche durch die Erfahrungen der letzten Beziehungen aufgegeben hat und einfach Realist geworden ist. Ihm ist es einfach wichtig, mit seiner Partnerin für immer glücklich zusammen zu sein.
Auch das kann ich verstehen. Und das finde ich eigentlich gut.

Aber aktuell fühle ich mich irgendwie „abgeschnitten“. Wir hatten quasi zwei Bänder für uns - das Kind und die Ehe. Jetzt wurde mir in einem halben Jahr irgendwie beides genommen und abgeschnitten. Ich kann ihm natürlich sagen, dass mir eine Ehe schon wichtig wäre und ich ihn gerne heiraten würde, aber ich wüsste, dass er es nur für mich macht und nicht, weil er es will. Ich wüsste auch gar nicht, wie so etwas aussehen soll. Ich sage ihm, dass ich ihn heiraten will - er sagt ok. Dann gäbe es ja keinen Antrag, es sei denn, ich sage, dass ich es möchte…. Usw. Versteht ihr mein Dilemma?

Und durch diese zwei doch sehr wichtigen Themen, die wir besprochen haben, frage ich mich nun, ob das vielleicht Anzeichen dafür sind, dass er evtl gar nicht der Richtige für mich ist. Aber auf der anderen Seite habe ich nun die beste, aufrichtigste, ehrlichste und harmonischste Beziehung meines Lebens. Will ich sie wegen traditionellen, eigentlich nicht elementaren Punkten, einfach aufgeben?

Im Prinzip geht es mir eigentlich nur darum, dass ich fühlen möchte, dass ich nicht sich zu 100% an mich binden möchte - von sich aus. Und dass er mir das auch zeigt.

Wie denkt ihr darüber?
Bin ich zu empfindlich? Oder sorge ich mich zurecht?

Vielen Dank im Voraus!
 
Ich sehe zwei Aspekte:

Erstens scheinen dir Ehe und eine gemeinsames Kind ja wichtig zu sein. Und nun steckst du in beidem ihm zuliebe zurück. Wäre ich der Mann, würde ich dich heiraten, einfach schon deshalb, weil du im Kinderthema ihm entgegengekommen bist.

Zweitens liest sich das für mich so, als habe er seine Meinung ja geändert, als hätte er zu Beginn der Beziehung beides auch gewollt. Ist das so? Wenn ja, dann war er damals nicht aufrichtig, oder aber seine Einstellung hat sich geändert.

Sei mir nicht böse, ich sehe aber bei Beziehungen, in denen in den für die meisten wohl wichtigsten Themen keine Einigkeit besteht, kaum eine Chance.
 
@juka

Es ging von ihm aus.
Er wollte zusammenziehen und das Kind relativ zeitnah wegen seines Alters.
Ich dränge nicht. Und es ging mir auch nicht darum jetzt sofort zu heiraten. Sondern das Thema geklärt zu haben, weil ich keine Lust habe, dass ich noch einmal dieses Gefühl durchmachen muss, wie mit dem Kind. Da haben wir uns ein halbes Jahr lang darauf vorbereitet, Themen wie Urlaub und Auto an die zukünftige Familie mit 4 Personen angepasst… und dann hieß es „Nein, ich will doch nicht.“

@Wangerland76

Vielen Dank für deine Worte. So etwas in der Art habe ich mir auch erhofft.
Ich habe ihn auch gefragt, ob ich vielleicht nicht die Richtige für ihn bin bzw er sich bei mir nicht sicher ist, weil er erst ein Kind wollte und jetzt nicht mehr. Und bei der Hochzeit ist nun ähnlich. Aber er meint, es läge nicht an mir, er hätte einfach vorher nie so intensiv über das Kinderthema nachgedacht und bei der Ehe - „können wir ja machen, wenn es dir wichtig ist.“

Nur wie gesagt, ich will ja, dass er es will. Und das scheint nicht der Fall zu sein. :-(
 
Willkommen im Forum 💐

Jeder kann zu jedem Zeitpunkt seine Meinung ändern.
Das tut weh. Keine Frage.
Aber....
Man kann auch ohne Ehe wunderbar zusammen leben.
Ein Jahr ist ja nichts.
Und es kann ja auch durchaus sein, dass er seine Meinung wieder ändert.

Warum ist Dir die Ehe so wichtig?
Warst Du mit dem Kindsvater auch verheiratet?

Wenn Dir Tradition so wichtig ist, warum bist Du dann nicht mit dem Vater Deines Kindes verheiratet 😉

Du hast eine tolle Beziehung, zerrede sie doch nicht. Lebe!
 
Hallo Psi,

auch eine Heirat ist keine Garantie. Ja, sie ist eine Art "Prüfstein", an dem sich die Geister scheiden. Wer heiratet, sollte sich sicher sein. Vielleicht ist er nicht wegen Dir unsicher, sondern wegen sich selbst. Mach Dir keinen Kopf, ob Du das Thema zu früh angesprochen hast. Es ist jetzt auf dem Tisch und du hast eine Antwort. Eine Heirat hat steuerliche und rechtliche Vorteile. Aber sie hat natürlich auch Nachteile. Das lässt sich ganz rational besprechen. Aber wenn es um dieses "Das ist meine Frau" oder "Das ist mein Mann" geht, dann schwingen da noch ganz andere Dinge mit. Als ich diese Formulierung zum ersten Mal verwendet habe, bin vor Stolz fast geplatzt. Heute stelle ich mir die Frage, ob dafür eine Heirat notwendig ist. Ganz nüchtern durchdacht ist sie das nicht. Aber eine Heirat ist ja auch noch etwas anderes. Nicht umsonst gibt es dieses heilige Versprechen auf der ganzen Welt.

Also wirf nicht "die beste, aufrichtigste, ehrlichste und harmonischste Beziehung Deines Lebens" weg, aber sei es Dir selbst wert zu schauen, warum Dir das so wichtig ist mit der Heirat. Sonst kann es zu "Sand im Getriebe" werden, auf den jeder verzichten kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich war mit meinem Ex verheiratet.
Aber es ging nicht gut, deshalb haben wir uns scheiden lassen.

Für mich sieht es dementsprechend auch so aus, dass ich gerne den Namen des Mannes annehmen würde, mit dem ich den Rest meines Lebens verbringen möchte, statt für den Rest meines Lebens den Namen meines Ex-Mannes zu tragen.

Aber ja, ihr habt recht. Vermutlich will ich die Ehe auch nur, weil mir „vorgelebt“ wurde, dass nur so Bindung gefestigt wird und ich häufiger gehört habe, dass Männer, die nicht heiraten wollen, sich ein „Schlupfloch“ lassen wollen um sich schneller trennen zu können… :-(

Vielleicht wird es ja mit der Zeit besser, wenn ich mich in der Beziehung „sicherer“ fühle, weil die Beziehung gefestigt ist (was schwer ist, wenn sich die Meinung des Partners so schnell ändert).
 
Ich kann schon verstehen, warum Dich seine Meinungsänderung verunsichert. Es geht ja nicht um die Heirat des Heiratens wegen, sondern um den Grad seines Engagements. Darin möchtest Du Dir sicher sein.

Was ich aber nicht verstehe ist, warum Du ständig Deinen Kopf über Dein Herz stellst, warum Du Dich gesetzten Schranken anderer Bezugspersonen freiwillig, fast automatisch untergibst.
Seine zwei wichtigen Ansagen waren für Dich verbindlich, und nun, da es ihm nicht mehr so wichtig ist, sollst Du Dich fügen? Denn zu sagen "wenn es für Dich aber wichtig ist, dann ja" ist ja auch etwa "wenn Du es dann willst, naja, dann meinetwegen", also ziemlich lau von seiner Seite aus. Ob das ein gutes Fundament ist? Wenn man sich engagiert, dann gibt man dem anderen nicht nach, sondern übernimmt vollständig die Verantwortung für seine eigene Entscheidung. Diese Haltung kannst Du auch von Deinem Partner erwarten, so meine ich.
 
Ich verstehe ehrlich gesagt euch beide nicht so ganz:

Zu Beginn bereits von Kind und Heirat zu sprechen inkl. konkreter Zeitvorstellung - beides verfrüht, meiner Ansicht nach.

.....ein halbes Jahr später eine klare Absage. von ihm.....offenbar ohne in Erwägung zu ziehen, dass er sich das möglicherweise in 1‐2 Jahren doch vorstellen könne....

....Zustimmung von dir bezüglich "nein Kinderwunsch"......auch ohne beispielsweise zu sagen, dass das erstmal bei dir "sacken" muss o. ä..

Du musst doch nicht zu allem ja und Amen sagen(?) Hast du zumindest mal durchblicken lassen, wie du dich aktuell fühlst?

War er zu dir gezogen, du zu ihm oder neue gemeinsame Wohnung?
 
Und wieder der Gleiche Satz „Wenn du es unbedingt möchtest und es wichtig für dich ist, dann kriegen wir das schon hin.“. Das hat mich sehr verletzt. Ich fühle keinen tieferen Bindungswunsch von ihm. Er sagt, es liegt daran, dass er seine Träume und Wünsche durch die Erfahrungen der letzten Beziehungen aufgegeben hat und einfach Realist geworden ist.
Warum verletzt dich wenn dein Partner ehrlich zu dir ist (und ja, Menschen ändern ihre Meinungen und haben Angst leere Verpsrechen abzugeben - davon gibbet genug)? Ich interpretiere das so, dass er sagt "ich liebe dich und möchte gerne mit dir ewig zusammensein, aber ich kann kein Versprechen bzgl zukünftiger Ereignisse abgeben reinen Herzens - es ist das was ich in RL täglich gebrochen sehe und erlebe. Dafür bist du mir zu wichtig. Kommste mit?"
 
Zuletzt bearbeitet:

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