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Gast
Hallo,
ich habe ca. 13 Jahre Nachhilfe gegeben. Vom mittleren Teenageralter bis jetzt. Mir damit auch einen Großteil des Studiums finanzier. tWährend ich früher eine sehr hohe Nachfrage hatte und auch ohne Weiteres zwischen 20-40 Euro pro 1,5h bekam, tut sich jetzt irgendwie nicht mehr sonderlich viel. Zeitweise arbeitete ich auch in Instituten bzw. habe jetzt nach längerer Nachhilfepause wieder Bewerbungen an Institute geschickt und auch Anzeigen aufgegeben bzgl. Nachhilfe, aber alles, was ich überwiegend gefunden habe, deckt sich im Grunde nicht mit meinem Profil. Ich bin nicht der Meinung, dass sich jemand mit abgeschlossenem Studium für 8-10 Euro pro Stunde ausbeuten lassen muss.
Ergo könnte man genauso Hilfsarbeiten verrichten und hätte dabei das Gleiche oder teilweise mehr raus.
Bei privater Nachhilfe lese ich auch Anzeigen von Leuten, die Nachhilfelehrer suchen. Kaum jemand ist bereit, mehr als 10 Euro zu zahlen und dann werden Studierende oder Absolventen gesucht. Wie lächerlich ist das denn bitte?
10 Euro habe ich zuletzt als Abiturient bekommen.
Bei Nachhilfeinstituten ist es das Gleiche. Da gibt es in meiner Großstadt, in der ich lebe, so einige, die maximal 14, 15 Euro pro 1,5h zahlen. Und die differenzieren nicht mal zwischen Abiturienten und Hochschulabsolventen. Ich kann das irgendwie nicht nachvollziehen, weil man normalerweise doch nach höherer Qualifikation bezahlt wird. So zumindest war es bis vor einigen Monaten (ich habe zwischendrin was Anderes gemacht).
Das Grandiose ist dann, wenn man wirklich auf Honorarbasis arbeitet und dann noch selbst die Abgaben leisten muss - wie viel soll dann übrig bleiben? 6 Euro oder wie viel? (das hatte mir ja hier jemand nahe gelegt. wieso ich nicht einfach ein Kleingewerbe anmelde - was dann genau wie aussehen soll bei so geringer Nachfrage und mit überwiegend Ausbeuter-Stundensätzen?).
Vielfach wird ja verlangt, dass der Nachhilfelehrer zum Schüler kommt. Und das dann für 10 Euro 60 Minuten? Wer würde das denn freiwillig machen? - dieser Stundensatz würde sich im Grunde dann nur lohnen, wenn man direkt im Anschluss noch so und so viel andere Schüler im Umkreis hätte. Also so viel mal zu dem Vorschlag von neulich.
Mir haben es einige Freunde gesagt, dass ich mit abgeschlossenem Studium, meiner jahrelangen Unterrichtspraxis und auch den drei Auslandsaufenthalten und der Tatsache, dass ich fünf Fächer unterrichten kann, Minimum 15 Euro pro 45 Minuten nehmen soll und das ist ja nicht mal bei weitem der Stundensatz, den ich als Lehrer bekommen würde.
Was mich in dem Zusammenhang allerdings noch mehr wundert ist, dass ja auf den Anzeigenseiten auch Leute firmieren, die bald das Doppelte von dem nehmen, was ich nehme und auch nicht höher qualifiziert sind.
Ich habe ja meinen Stundensatz schon nach unten gedrosselt, wofür ich von meinen Freunden eines reingewürgt bekommen habe, dass ich das im Grunde nicht machen dürfte und dass ich die Leute dann ja einlade, mich auszubeuten.
Nun, der Markt gibt allerdings nicht besonders viel her momentan.
Und im Nachhilfeinstitut kann ich mir auch nicht das Gehalt eines Privatschullehrers aushandeln. Da wird mir niemand 26 Euro brutto pro 45 zahlen.
Trotzdem erstaunt es mich, wie gering die Nachfrage geworden ist und wie wenig viele nur noch zu zahlen bereit sind.
Wie seht Ihr das?
Viele Grüße
Jobsuche
ich habe ca. 13 Jahre Nachhilfe gegeben. Vom mittleren Teenageralter bis jetzt. Mir damit auch einen Großteil des Studiums finanzier. tWährend ich früher eine sehr hohe Nachfrage hatte und auch ohne Weiteres zwischen 20-40 Euro pro 1,5h bekam, tut sich jetzt irgendwie nicht mehr sonderlich viel. Zeitweise arbeitete ich auch in Instituten bzw. habe jetzt nach längerer Nachhilfepause wieder Bewerbungen an Institute geschickt und auch Anzeigen aufgegeben bzgl. Nachhilfe, aber alles, was ich überwiegend gefunden habe, deckt sich im Grunde nicht mit meinem Profil. Ich bin nicht der Meinung, dass sich jemand mit abgeschlossenem Studium für 8-10 Euro pro Stunde ausbeuten lassen muss.
Ergo könnte man genauso Hilfsarbeiten verrichten und hätte dabei das Gleiche oder teilweise mehr raus.
Bei privater Nachhilfe lese ich auch Anzeigen von Leuten, die Nachhilfelehrer suchen. Kaum jemand ist bereit, mehr als 10 Euro zu zahlen und dann werden Studierende oder Absolventen gesucht. Wie lächerlich ist das denn bitte?
10 Euro habe ich zuletzt als Abiturient bekommen.
Bei Nachhilfeinstituten ist es das Gleiche. Da gibt es in meiner Großstadt, in der ich lebe, so einige, die maximal 14, 15 Euro pro 1,5h zahlen. Und die differenzieren nicht mal zwischen Abiturienten und Hochschulabsolventen. Ich kann das irgendwie nicht nachvollziehen, weil man normalerweise doch nach höherer Qualifikation bezahlt wird. So zumindest war es bis vor einigen Monaten (ich habe zwischendrin was Anderes gemacht).
Das Grandiose ist dann, wenn man wirklich auf Honorarbasis arbeitet und dann noch selbst die Abgaben leisten muss - wie viel soll dann übrig bleiben? 6 Euro oder wie viel? (das hatte mir ja hier jemand nahe gelegt. wieso ich nicht einfach ein Kleingewerbe anmelde - was dann genau wie aussehen soll bei so geringer Nachfrage und mit überwiegend Ausbeuter-Stundensätzen?).
Vielfach wird ja verlangt, dass der Nachhilfelehrer zum Schüler kommt. Und das dann für 10 Euro 60 Minuten? Wer würde das denn freiwillig machen? - dieser Stundensatz würde sich im Grunde dann nur lohnen, wenn man direkt im Anschluss noch so und so viel andere Schüler im Umkreis hätte. Also so viel mal zu dem Vorschlag von neulich.
Mir haben es einige Freunde gesagt, dass ich mit abgeschlossenem Studium, meiner jahrelangen Unterrichtspraxis und auch den drei Auslandsaufenthalten und der Tatsache, dass ich fünf Fächer unterrichten kann, Minimum 15 Euro pro 45 Minuten nehmen soll und das ist ja nicht mal bei weitem der Stundensatz, den ich als Lehrer bekommen würde.
Was mich in dem Zusammenhang allerdings noch mehr wundert ist, dass ja auf den Anzeigenseiten auch Leute firmieren, die bald das Doppelte von dem nehmen, was ich nehme und auch nicht höher qualifiziert sind.
Ich habe ja meinen Stundensatz schon nach unten gedrosselt, wofür ich von meinen Freunden eines reingewürgt bekommen habe, dass ich das im Grunde nicht machen dürfte und dass ich die Leute dann ja einlade, mich auszubeuten.
Nun, der Markt gibt allerdings nicht besonders viel her momentan.
Und im Nachhilfeinstitut kann ich mir auch nicht das Gehalt eines Privatschullehrers aushandeln. Da wird mir niemand 26 Euro brutto pro 45 zahlen.
Trotzdem erstaunt es mich, wie gering die Nachfrage geworden ist und wie wenig viele nur noch zu zahlen bereit sind.
Wie seht Ihr das?
Viele Grüße
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