Früher wurde der Mensch von Menschen regiert (Monarchien, Diktaturen). Heute ist er ganz anderen Automatismen ausgesetzt, die nicht mehr vom Menschen alleine bestimmt werden (DV-Systeme, Ziele v. Wirtschaftsunternehmen, Medizin, Technik, soziologischen Gesetzen, andere Gesetzmäßigkeiten). Der Mensch ist nur noch ein Element, das eben in einem komplexen Gebilde funktionieren muss. Der Mensch hat sich selber entmenschlicht. Und es scheint so, als ob er aus dieser Falle als Spezies nicht mehr herauskommt, sondern grundsätzlich von instrumentalisierten Gitterstäben (Religion, Psychologie, Information, Medien, Leistungsdruck, Bildung etc etc.) gefangengehalten wird. Das Nichtvorhandenseins oder die Nichtdurchsetzbarkeit eines gemeinsamen Konsenses führt dazu, dass der Mensch den Wert in sich selber erkennen muss um sich von der Umwelt unabhängig zu machen. Aber das ist eine individuelle Idealvorstellung und kein Allgemeingut. Generell zählen Egoismus, fehlendes Wissen und ja auch Niedergeschlagenheit. Sich für die Änderung der Parameter einzusetzen wäre menschlich und wenn dies gesellschaftlich nicht geht, dann eben individuell. Aber da ja noch genug zum Essen da ist, ersaufen wir alle lieber in Selbstmitleid.