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Der Körper macht nicht mehr mit

Ostergesetz

Aktives Mitglied
Hallo liebes Forum,

Mensch, ich war ewig nicht hier. Sieht alles so anders aus 😉

Ich war nicht hier, weil es mir leider lange Zeit überhaupt nicht gut ging. Nach einem Infekt Mitte 2018 habe ich mich nicht mehr erholt: Tachykardie, schwere Erschöpfungszustände (konnte keine 3 Minuten gehen in der Hochphase), Muskel- und Nervenschmerzen, ständig Grippesymptome, Fieber usw. Von Arzt zu Arzt gerannt und niemand konnte mir helfen. "Erhöhte Entzündungswerte haben Sie, aber woher, warum etc wissen wir nicht. Vielleicht Stress, machen Sie mal eine Therapie" . Aber ich wusste, dass etwas körperlich nicht stimmt und vor einigen Monaten hat ein Immunologe endlich auch nachgewiesen, dass es so ist. Ich hab immunologische Werte, die sind zum Fürchten, teilweise 100-fach erhöht 😱 Verdachtsdiagnose: ME/CFS 🙁 Ich kriege jetzt erstmal hochdosiertes Vitamin D, Eisen usw um zu sehen, ob es damit besser wird, denn ein richtiges Medikament gibt es für diese Erkrankung nicht. Ich hab außerdem noch Hashimoto, also mein Stoffwechsel ist die Hölle. Meine Symptome sind etwas besser, aber ich bin weiterhin arbeitsunfähig und letztlich lebensunfähig. Den Weg zum Supermarkt schaffe ich, ansonsten gar nichts, außer ich fahre Taxi (in der Regel zum Arzt).

Vor diesem Hintergrund nun mein aktuelles Problem: Durch die Erkrankung (oder 0,0 Bewegung seit 2,5 Jahren oder beides), habe ich 15kg zugenommen. Ganz furchtbar 😕 Mir geht es nicht um die Zahl auf der Waage, sondern um den Bauchumfang (bereits im gefährlichen Bereich) und, natürlich, um mein Körpergefühl. Mir geht es eh schon so schlecht und dann seh ich auch noch aus wie ein Walross. Ich hab heute sogar "Fett absaugen" gegoogelt, so weit ist es schon.

Das Problem ist, dass Abnehmen nicht möglich scheint. Abnehmen geht ja eigentlich nur durch zwei Dinge: Weniger Kalorien essen oder mehr Sport. Sport ist natürlich völlig ausgeschlossen bei meiner Erkrankung. Nicht nur, dass meine Erschöpfungszustände das nicht zulassen, jegliche körperliche Belastung führt zu einer Verschlimmerung, die sogenannte Post Exertional Neuroimmune Exhaustion (PENE). Weniger essen geht aber auch nicht. Wie viele Menschen mit ME/CFS habe ich Probleme mit Unterzuckerungszuständen, wenn ich nicht regelmäßig und ausreichend kcal esse. Das ist kein Diabetes, sondern relativer Unterzucker ohne Diabetes, der aber auch schwerwiegende Symptome hervorruft wie Übelkeit, Schwäche und bei mir auch Schmerzen auf der linken Seite und Migräne. Ich war bei der Ernährungsberatung, dort hat man mir gesagt "ich wüschte alle Leute würden sich so gesund ernähren wie Sie, dann wäre meine Arbeit leichter". Ich trinke nur Wasser, esse keine Süßigkeiten oder Chips, koche jeden Tag frisch und gesund, esse jeden Tag Rohkost, jeden Tag Obst. Das ist zwar alles toll und gesund, bedeutet aber auch, dass ich nicht "einfach" die Cola weglassen und dadurch ein paar Kilo abnehmen kann. Die Ernährungsberaterin wusste mir nicht zu helfen. Ich hatte auch an Almased oder Ähnliches gedacht, aber....ist das wirklich klug? Als Mensch mit mehreren Stoffwechselerkrankungen so einen Chemiecocktail zu nehmen? Und ist es wirklich langfristiges Abnehmen damit?

Tja...und nun weiß ich nicht weiter. So lange ich kann, will ich eigentlich das Beste aus meiner Situation machen und ich will unbedingt abnehmen. Aber ich weiß nicht wie. Es fühlt sich an als wäre ich gefangen 😕
 
Hast du mal versucht deine Ernährung auf Low-Carb umzustellen? Also alle Lebensmittel mit einer hohen glykämischen Last wegzulassen und durch eiweiß- und fettreiche (gute fette natürlich) Sachen zu ersetzen. Möglw. stabilisiert sich dein Stoffwechsel und der Blutzucker dadurch. Wie viel Nudeln, Reis, Brot & Co. verkostest du in deiner Ernährung?
 
Huhu,

das tut mir sehr leid.
In dem link wird die Erkrankung beschrieben und auch gesagt das Sport wichtig für deine Erkrankung ist, sonst verschlimmert sich die Erkrankung eher. Allerdings darfst du dich nicht überanstrengen.
Vielleicht wäre eine Physiotherapie etwas für dich


Liebe Grüße
PsychoSeele
 
@juka
Ich bekomme schon nach einer Low-Carb Mahlzeit Migräne und Unterzuckerung. Reis kann ich gar nicht essen (hab das Gefühl schon während des Essens zu unterzuckern). Ich esse meist Kartoffeln, manchmal Nudeln. Ich esse Brötchen, aber sehr gute, dunkle Brötchen.

@PsychoSeele
Das ist leider überholt. Inzwischen weiß man, dass das ein gefährlicher Irrglaube ist, der sich aber leider hartnäckig hält (selbst unter Ärzten). Die Charite in Berlin, das einzige deutsche Kompetenzzentrum für diese Erkrankung, rät von sportlicher Betätigung dringend ab. Ich bewege mich soweit ich kann (das sogenannte Pacing) und es ist auch nicht so, als würde ich nur auf der Couch sitzen. Manchmal mache ich leichtes Hanteltraining, weil die Arme besser funktionieren als die Beine. Es stellt sich aber niemals ein Trainingseffekt ein und es wird auch nicht irgendwann leichter sich zu bewegen, im Gegenteil es kann bei Überanstrengung zu einer tagelang anhaltenden Zustandsverschlechterung kommen. So nimmt man leider nicht ab.
 
Hatte fast ähnliche Symptome, bis ich an einen Arzt geriet der das schon mal bei einem andern Patienten hatte.
Eine seltene Art von Rheuma, sind etwa Hundert die es da gibt.
Rheuma greift nicht nur Gelenke an, sondern auch Organe und mehr.
Konnte eine Zeitlang , ein halbes Jahr durch Übelkeit fast nichts essen.
Über 10 Kilo abgenommen, ohne Bewegung, das konnte ich nicht durch permanente Schmerzen, Übelkeit.
Dadurch baute ich noch mehr ab, kam vor 3 Jahren Pfingsten ins K-Haus, da war es die Aufnahme Ärztin die das erkannte.
Überweisung in eine Rheumabteilung einer andern Klink, auch da dauerte es noch etwa 3 Wochen bis die wussten was es für ein Rheuma war.
Hatte auch kaum erhöhte Spezifische Rheumawerte.
Eine Stoffwechselstörung, die mit rheumatischen Beschwerden einhergeht.
Dann Medikation, die nicht wirklich half, die wieder umgestellt wurde.
Bis ich nun im Februar auf ein Biologikum eingestellt wurde, das nach 3 Woche erste positive Wirkung zeigte, und heute bin ich ein andrer Mensch.
Der Wirkstoff heißt Etanercept, wird einmal die Woche gespritzt.
Geht ja nicht weg das Rheuma, aber habe wieder Lebensqualität, und das wichtigste, wenig Nebenwirkungen.
 
Hallo Ostergesetz,
Ich habe etwas ähnliches, nennt sich aber nur "Fatique Syndrom"
und entsteht bei chronischen Krankheiten, bei mir rheumabedingt.

Das was du beschreibst, ist sehr viel schwerwiegender. Ich sah mal eine Dokumentation
darüber, es betraf einen jungen Mann, er konnte phasenweise nur noch liegen und auch
keine Treppen mehr steigen.
Ein anderer sprach davon, dass es einen Unterschied mache, ob man mit dem Löffel oder der Gabel isst, weil die Gabel leichter wäre... Puh, das ist ganz schön extrem, aber anhand dieses Beispiels wird die Schwere erkennbar. Und dort war auch die Rede davon, dass man auf keinen Fall Sport machen dürfe, weil es sich dadurch noch verschlimmert...

Ich kann dir leider keine Tipps geben, nur noch einen Link, wo es um diese Erkrankung geht.
Im Deutschlandfunk gibt es dienstags immer eine Sprechstunde zu verschiedenen Themen.
Wenn du googlst, kannst du sehen, dass es schon mal dort Thema war. Vielleicht kannst du
es dir noch einmal anhören, denn die Experten dort sind immer sehr gut und du kannst noch etwas
für dich mitnehmen.
Ansonsten wünsch ich dir viel Kraft!
LG

 
@SoNicht
Erschreckend, dass es so lange gedauert hat bis das erkannt wurde. Ich war auch bei zwei Rheumatologen, aber bin mit "ohne Befund" da raus trotz Bluttest und Co. Deswegen...ob das so etwas sein könnte, weiß ich nicht.

@Mondsonne
Vielen Dank für deine Gedanken. Ich bin in einer Selbsthilfegruppe bei Facebook, wo viel darüber diskutiert wird was man machen kann, was anderen etwas geholfen hat usw. Aber es ist schwierig, vor allem, weil viele Ärzte sich weigern etwas 'off label' zu verschreiben. Die Verantwortung möchte niemand übernehmen...
 
Hi Ostergesetz,

Es tut mir leid, dass es dir so schlecht geht.

Du schreibst unter anderem von Entzündungen im Körper. Belies dich doch einmal zu Kurkuma. Das ist "nur" ein Gewürz, aber es hat auch Heilwirkung. Gerade bei entzündlichen Prozessen kann es gut helfen, vielleicht auch dir.

Wenn du mehr dazu wissen möchtest kannst du mich gerne anschreiben.

Gute Besserung

Sisandra
 
ich hatte einen arbeitskollegen, mittlerweile in rente. der hat nur obst, gemüse, nüsse, vollkorn, volkornpizza, engergiebällchen aus bananen mit mehl, körnerfutter usw. gegessen. der war nie krank und power ohne ende. der hat nie gemeckert und gejammert. die ernährung ist wirklich entscheidend für dich. ich würde mir eine andere suchen, die dich berät. wichtig ist, daß du auch alles zu hause umsetzt und dich nicht der krankheit hingbist.

erstell doch mal eine liste der letzten drei tage, was du alles gegessen und getrunken hast, daraus könnte man rückschlüsse ziehen.
 

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