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Der japanische Staat läßt seine Bürger sterben.

Wie beurteilen Sie die Lage in Japan?

  • Der japanische Staat handelt im großen und ganzen gut. Die UNO sollte nicht eingreifen.

    Teilnahmen: 2 11,1%
  • Der japanische Staat handelt im großen und ganzen gut. Die UNO sollte eingreifen.

    Teilnahmen: 2 11,1%
  • Der japanische Staat handelt im großen und ganzen schlecht. Die UNO sollte nicht eingreifen.

    Teilnahmen: 5 27,8%
  • Der japanische Staat handelt im großen und ganzen schlecht. Die UNO sollte eingreifen.

    Teilnahmen: 9 50,0%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    18
  • Umfrage geschlossen .
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Radioaktive Stoffe haben unterschiedliche Halbwertszeiten. Einige der ausgetretenen Stoffe zerfallen innerhalb von Minuten, andere innerhalb von Tagen, andere erst innerhalb von zigtausend Jahren.
Messungen können deswegen durchaus schwanken und Strahlungswerte nach einem AKW-Unfall durchaus wieder sinken (wenn es ja nun auch nicht von Dauer war).

ja, ok! da kenne ich mich nicht so aus! aber es macht mich misstrauisch dass nicht einfach irgendwelche zahlen genannt werden!
es geht immer nur um prozent und blablabla! wenn überhaupt!

dann hieß es das grundwasser sei verseucht! jetzt ist das aber scheinbar auch nicht mehr so! aha!

also ich persönlich fühl mich ziemlich veräppelt!

warum kommt nicht mal ein wissenschaftler und erklärt ganz genau die risiken die auswirkungen die höhe der strahlung (mit zahlenangabe)!

es ist so lächerlich! heute fliegen die flugzeuge, morgen wird wieder umdisponiert und übermorgen ist es wieder ganz anders....

mir fehlt da eine fundierte aussage und prognose!

so schwer kanns nicht sein für jdn ders gelernt hat!
für mich ist das rumdrucksen und runterspielen...
 
Würde man diese proportional auf alle anderen Länder aufteilen...
Ja, vor allem in Libyen und den Dritte-Welt-Ländern wird man sicher gerne ein paar Japaner aufnehmen 😀
(Sorry, ist mir klar, dass ich das gerade überspitze, aber es musste sein.)

Viele der Menschen dort werden einfach nicht weg wollen.
Und ich frage mich jetzt gerade, was mir persönlich lieber wäre - ein erhöhtes Krebsrisiko oder ein Leben in einem fremden Land, bei fremden Leuten, in einem fremden Klima, ohne Geld, Freunde, Sprachkenntnisse, Besitztümer, angewiesen auf die Hilfe von vollkommen Fremden.

warum kommt nicht mal ein wissenschaftler und erklärt ganz genau die risiken die auswirkungen die höhe der strahlung (mit zahlenangabe)!
Kann ich irgendwo nachvollziehen. Andererseits frage ich mich, was es genau bringen würde - dass in größerem Umkreis das Krebsrisiko erhöht ist, ist klar. Dass man im näheren Bereich um das Kraftwerk nie wieder leben können wird, ist auch klar. Ist doch eigentlich vollkommen schnuppe, ob die Strahlung jetzt 1 oder 2 Millionen mal so hoch ist wie normal.

Um eines klarzustellen: Ich finde es nicht in Ordnung, dass man Tepco momentan relativ selbstständig agieren lässt. Und ich denke, es ist auch klar, dass da ein bisschen vertuscht wird, um Panik zu verhindern oder das eigene - sowieso schon völlig ramponierte - Ansehen zu wahren.
Ich denke aber auch, dass wir hier sehr weit entfernt sind, nur sehr wenig Informationen bekommen (und wenn, dann nur zunächst ins Englische und dann ins Deutsche übersetzt, in den allermeisten Fällen. Auch das sollte man irgendwo bedenken..) und uns nicht in die Lage der Menschen dort hineinfühlen können.
Und ich persönlich fühle mich auch nicht in der Lage, zu beurteilen, ob Tepco die richtigen Maßnahmen ergreift oder nicht, ob die Regierung anders handeln sollte oder nicht, denn ich verstehe von diesem physikalisch hoch komplexen Thema so gut wie gar nix.

Und ich denke auch, dass die Medien es gerade lustig finden, Tepco und die japanische Regierung möglichst schlecht dastehen zu lassen, weil sich so ein Skandal eben gut verkauft.
Ich will sie nicht in Schutz nehmen, um Gottes Willen, sondern nur darum bitten, die Sache nicht überstürzt zu bewerten - obwohl es, weil die Katastrophe so fürchterlich war und ist, ein hochemotionales Thema ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kleine Rechnung am Rande:

35 Millionen sind 1/200stel der Weltbevölkerung. Würde man diese proportional auf alle anderen Länder aufteilen, dann erhielte die Bundesrepublik bei 80 Millionen Einwohnern ca. 400 000 Japaner.

Wäre doch kein Problem! Wenn man bedenkt, was sich die Weltbevölkerung sonst so alles fürn Unsinn leistet.

So einfach ist es nicht, wie soll das klappen?

- Wie willst du mit den Japanern kommunizieren?
- Bist du auch bereit gleich ganze Familien aufzunehmen und sie zu versorgen und das für Jahre?
- Bei deiner Rechnung würdest du Japaner auch in Entwicklungsländer schicken, die selbst mit Hungernöten kämpfen?
- Wer sorgt für die Infrastruktur, für den Wiederaufbau der Existenz?
- Wie sollen 35 Mio. Menschen in so kurzer Zeit in der Welt verteilt werden? Wer soll das organisieren? Wie schützt man sie vor Menschenhandel?

UND wie würdest du dich fühlen, wenn man dich umsiedelt? Du kommst in ein Land, hast keine Zukunft, verstehst die Sprache nicht und weißt nicht, was der Morgen bringen wird. Die Japaner sind sehr stolz, bevor die sich irgendwo "Aufnehmen" lassen, kampieren die eher neben dem Reaktor.

Ich denke auch, dass die Regierung nicht alles preis gibt, aber wenn es zum Super-Gau kommt, wird es keinen Masterplan geben. Einen solchen Masterplan kann man auch nicht schaffen. Wie auch? Wie sollte der aussehen? Bei nem Super-Gau sind einige 100km um den Reaktor verstrahlt und unbewohnbar. Wie soll da ein so dicht besiedeltes Land wie Japan eine Lösung parat haben? Man wusste beim Bau der Reaktoren, dass wenn es zum Super-Gau kommt, es eine desaströse Katastrophe sein wird. Man ging eben blauäugig davon aus, dass solch ein Fall niemals eintritt. "Früher" war nicht nur alles besser, manche dachten da auch anders 🙄
 
dass in größerem Umkreis das Krebsrisiko erhöht ist, ist klar. Dass man im näheren Bereich um das Kraftwerk nie wieder leben können wird, ist auch klar
Das ist aber auch alles wieder ganz vage ausgedrückt. Die sollen mal knallhart sagen, um wieviele Jahre die Lebenserwartung nun für bestimmte Personengruppen gesunken ist!

Und wie groß ist der Bereich, in dem man zB tausend Jahre (ich weiß, eine kleine Zahl) nicht mehr leben kann, ohne nach spätestens zehn Jahren zu sterben? Alles bitte etwas wissenschaftlicher!

Ansonsten klingt das wie "Die Lage ist kritisch, aber stabil!" Ist doch lachhaft.
 
Kann ich irgendwo nachvollziehen. Andererseits frage ich mich, was es genau bringen würde - dass in größerem Umkreis das Krebsrisiko erhöht ist, ist klar. Dass man im näheren Bereich um das Kraftwerk nie wieder leben können wird, ist auch klar. Ist doch eigentlich vollkommen schnuppe, ob die Strahlung jetzt 1 oder 2 Millionen mal so hoch ist wie normal.

ja, da hast du schon recht! aber mir gehts einfach mal um eine eindeutige aussage!

wenn die mir heute das erzählen und morgen das gegenteil dann werde ich niemals wissen wann es je wirklich vorbei ist bzw risikolos ist dort hinzufliegen!

davon abgesehen ist es in der japanischen mentalität von natur aus so dass deine firma für dich sowas wie eine familie ist...du hast sie quasi nicht im stich zulassen! das bekommen die von klein auf eingetrichtert!

jetzt wollen sie quasie erreichen dass die leute bleiben indem sie die situation runter spielen!

jeder der sich bissi mit japan auskennt weiß auch dass ein japaner dir eher den falschen weg erklären würde als dir zusagen dass er den richtigen nicht kennt! in der japanischen kultur existiert das wort "nein" nicht!

deshalb kommen auch keine klaren aussagen! sie reden drumherum! übersetzt bedeutet das nichts anderes als: "sch..se hier ist echt die kacke am dampfen"

sie "hätten" genaue werte längst genannt wenn sie nicht bedrohlich wären! denn "wissen" tun sie es längst!

klar gibt es keinen evakuirungsplan oder so! darauf hat sich ja niemand vorbereitet weil es immer als utopisch angesehen wurde...aber "zahlen und daten" sind sie uns schuldig! egal was wir damit anfangen!
 
Hallo Mikenai!

Ich kann jetzt nicht auf alle Deine Fragen eingehen.

Ich antworte einfach erst mal mit einer Gegenfrage: Soll alles so bleiben wie jetzt oder muss man mehr machen? Und wenn ja, was würdest Du denn vorschlagen?

Das war von mir erst mal nur eine Modellrechnung. Oder glaubst Du, dass ich Japaner nach Libyien schicken würde?

UND wie würdest du dich fühlen, wenn man dich umsiedelt? Du kommst in ein Land, hast keine Zukunft, verstehst die Sprache nicht und weißt nicht, was der Morgen bringen wird. Die Japaner sind sehr stolz, bevor die sich irgendwo "Aufnehmen" lassen, kampieren die eher neben dem Reaktor.
Als junger gesunder Japaner wäre mir das lieber als dem sicheren Tod ins Auge sehen zu müssen. Wenn sie zu stolz dafür sind, ist das ihre Sache. Man wird sicher niemanden zwingen. Stolz würde also nach Deiner Theorie die 35 Millionen weiter schrumpfen lassen.

Einen solchen Masterplan kann man auch nicht schaffen. Wie auch? Wie sollte der aussehen?
Von einer hochtechnisierten Nation wie Japan kann man eigentlich einen detaillierten Masterplan erwarten. Und wenn nicht von Japan, dann zB von der UN etc. Wir leben im 21. Jahrhundert!

Also ich finde: wer AKWs in die Landschaft setzt, muss auch einen Plan für einen Super-GAU haben!

Jeder doofe Toaster wird vom TÜV bis zum Erbrechen getestet...
 
...ich weiß nicht, aber wenn ich als Atomexperte dort zugegen wäre, würde ich meine Zeit eher dazu nutzen, eine (weitere) Kernschmelze zu verhindern, anstatt den dauerhaft verstrahlten Bereich zentimetergenau auszumessen und die Tage auszurechnen, die ein Mensch pro Minute in der Nähe von Fukushima verliert.
Ich bin mir btw sicher, dass solche Daten folgen werden, wenn die Situation tatsächlich stabil ist. Die ganze Sache wird analysiert werden. Wenn nicht - nehme ich alles zurück und schweige auf ewig.
Aber momentan können sie doch kaum was anderes tun als "bleibt da um Himmels Willen weg" zu sagen, und das tun sie doch.
Es mag sein, dass der Radius von 20 bzw 30km viel zu klein ist. Das kann ich nicht bewerten, denn ich kenne mich da nicht aus.

Dass die Mentalität des Klischeejapaners nun an dieser teilweisen Vertuschung/Verharmlosung schuld ist, finde ich auch schwer nachzuvollziehen. In Deutschland würde sowas, leider, vermutlich genauso laufen. Aus politischen, evtl. auch juristischen Gründen.
 
...ich weiß nicht, aber wenn ich als Atomexperte dort zugegen wäre, würde ich meine Zeit eher dazu nutzen, eine (weitere) Kernschmelze zu verhindern, anstatt den dauerhaft verstrahlten Bereich zentimetergenau auszumessen und die Tage auszurechnen, die ein Mensch pro Minute in der Nähe von Fukushima verliert.
Es würde doch vollkommen reichen, wenn die ein Netz von Messstationen verteilen. Die Daten könnte man sich dann per Radio besorgen. Knallharte Fakten und fertig. Macht überhaupt nicht viel Arbeit. Muss man nur mal ablesen. Funktioniert im Prinzip wie ein Thermometer.

Ich bin mir btw sicher, dass solche Daten folgen werden, wenn die Situation tatsächlich stabil ist.
Wenn wieder alles stabil ist, kann es zu spät sein. Wenns draussen stürmt, kann es auch instabil sein. Soll man dann die Schiffe ohne die Daten lassen?

Oder wenn ich einen instabilen Blutdruck hätte, könnte mich das im Extremfall mein Leben kosten. Dann wären solche Blutdruckwerte lebensrettend.
 
Eu-Frank, ich verstehe deine Gefühle soooo gut.

Trotzdem können wir dankbar sein, dass sich dort uninformierte Techniker kamikazemäßig täglich in diese Kraftwerke begeben um die Welt und Japan vor mehr zu bewahren.

Wenn die ersten dran sterben werden, hoffe ich, dass das keinen Rückschlag gibt. Eine egoistische Hoffnung, aber soll man hoffen, dass die ganze Welt verstrahlt wird, weil man alles liegen lässt?

Einige Jahre Gau, hat man jetzt lesen können. Das ist nichts anderes als einige Jahre Angst und Bangen oder Abstumpfen, wenn nicht der Supergau noch kommt.

Na ja, was kritzel ich hier. . . nichts genaues weiß man nicht.

Sigi
 
ich finde einfach daten gehören rausgegeben! ob und was ich damit anfange ist ja erstmal egal....

wenn ein mörder frei herumläuft möchte ich es genauso wissen...und wenn eine atomwolke über den pazifik zu uns herüberzieht oder auch nur die möglichkeit besteht möchte ich es erst recht wissen...

das schlimme ist....es ist ja nicht so dass sie es nicht wissen... sondern sie halten uns und ihr eigenes volk bewußt unklar!

man muß jedem land und auch jedem menschen die chance geben darauf zureagieren, wie auch immer das aussieht!

ich weiß natürlich nicht was in den engsten regierungskreisen besprochen wird, aber möglicherweise wüßte jdn rat (aus einem anderen land) wenn man ihn über die genaue situation aufklärt!

aber sie lassen es zu dass maschinen mit "unseren" staatsbürgern dorthin fliegen, dass "ihre" eigenen leute so besänftigt werden dass sie es nicht mehr für notwendig halten das land zu verlassen, etc...

das ist doch einfach nicht richtig!

hier gehts nicht mehr um panikmache sondern darum jedem die chance zugeben das beste aus der situation zumachen! sei es der uno die evtl vorschläge hat...sei es den leuten die dort wohnen und an ihrem leben hängen und sei es den "uninformierten und etwas dummen" touristen die dort hinreisen weil sie alles glauben was in den nachrichten kommt!
 
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