Man sollte sich nie zum Sklaven des Geldes machen.
Das gilt in beide Richtungen! Weder sollte man geizig sein noch einen Druck empfinden, weil dir irgendjemand sagt "Geld ist zum ausgeben da und du kannst Morgen tot sein".
Im Ergebnis musst du gut schlafen können.
Wenn du mit einer 45m² Wohnung und ner Million auf dem Konto gut schlafen kannst, dann mach das!
Wenn du ohne Geld auf dem Konto aber viel Konsum glücklicher bist, dann mach das!
Lass dir niemals von anderen einreden, wie du mit deinem Einkommen und Geld umgehen sollst.
Ich persönlich bin sehr sparsam erzogen wurden, von meinen Großeltern (Kriegsgeneration).
Entsprechend gibt es mir ein gutes Gefühl wie ein Eichhörnchen Geld anzusparen. Einen kleinen Teil meines Plus spende ich aktuell an den NABU.
Natürlich kenne ich die Sprüche auch
- wofür sparst du denn?
- das letzte Hemd hat keine Taschen
- du kannst morgen tot sein
- Geld ist zum ausgeben da
Ne, Geld ist dafür da dass es mir gut geht. Und wie es mir damit gut geht, entscheide nur ich.
Falls es dir hilft: Setzt dir selber Ziele. Also z.B. könntest du eine monatliche Abbuchung vom Giro auf das Tagesgeldkonto erstellen. Wenn nach dieser Buchung (also deinem Sparziel) am Monatsende noch Geld auf den Girokonto übrig ist, dann kauf dir davon die schöne Jacke - mach das dann ohne schlechtes Gewissen.
Alternativ kannst du auch manuell "Budgets" erstellen. Also z.B. 10% deines Einkommens als "Spassbudget". Das sind dann die 10%, die du immer ohne schlechtes Gewissen ausgeben kannst.
Um hier nicht die Übersicht zu verlieren, empfehle ich zumindest einmal im Jahr eine Bilanz zu ziehen. Wenn du dann z.B. siehst, dass du viel weniger für Kleidung ausgegeben hast als der durchschnittliche Warenkorb, dann hilft dir das nochmal mehr gegen dein potenzielles schlechtes Gewissen.