Hallo Thomas
Die Zeiten der heiligen Inquisition sind ja nun Gott sei Dank vorbei!
Wogegen es die Sharia aber noch gibt!
Die katholische Kirche hat sich in den letzten Jahrzehnten klar von den Greultaten der Vergangenheit distanziert. Selbst die Unfehlbarkeit der Päbste wurde aufgehoben!
Das es in Zukunft zu einem Kampf der Kulturen kommen könnte, liegt nicht an der katholischen Kirche, sondern vielmehr am zunehmenden militanten Islamismus!
Dem Islam wird von Seiten des Christentums mit viel Toleranz begegnet.
Obwohl der radikale Islamismus die westlichen Werte und Kulturen zunehmend verabscheut!
Gruss
Thorsten
Da muss ich leider in meiner gewissen stanhaften (störermäßig will ich vermeiden) Manier widersprechen.
Man muss das ganze globaler betrachten, da ja auch viele Gesellschaften bzw. Erdteile eine andere gesellschaftliche Entwicklung durchgemacht haben bzw. durchmachen.
Diesen Begriff Inquisition beziehe ich jetzt nicht alleine auf das Christentum. Solche ähnliche Verfahrensweisen sind ja in anderen Religionen auch noch zum Teil sehr en vogue. Siehe nur die Handlungsweisen von manchen fundamentalistisch eingestellten Vertretern einer Religion. Bei dem Einen ist es halt früher geschehen, bei dem anderen geschieht es jetzt.
Und dass sich die islamische Welt im Augenblick nicht offenherzig mit der christlichen Religion auseinandersetzt, kann man doch auch nachvollziehen. Das hat doch eher politische Hintergründe. Und was ist denn an den westlichen Werten so herausragend, dass es geschützt werden muss? Wenn man mal in die Vergangenheit schaut, war der Islam anders wie er heute ist. Auch da wird wieder das Pendel in die andere Richtung ausschlagen. Es hängt doch daran, wer das Pendel anstößt, und das sind doch die Menschen bzw. die Politik, die sie machen.
Und man soll bei all dem nicht vergessen, in Bagdad hat es 54 christliche Kirchen gegeben bzw. gibt es noch.
Im Prinzip sagen doch die großen Weltreligionen alle das gleiche aus. Je nach geographischer Lage gibt es in manchen Dingen ein gewisses Feintuning in manchen Dingen.
Nur viele Menschen bzw. die Politik nutzen die Religion, um politische Ziele durchzusetzen bzw. zu erreichen. Und das ist das absolut falsche. Weil die Religion bzw. der Glaube missbraucht wird. Aber es ist das einfachste Mittel, die Menschen auf die Seite zu bringen, auf die man sie haben möchte. Und das haben bisher alle so gemacht ohne Ausnahme. Und vor diesem Hintergrund betrachtet ist der Ausspruch von Marx "Religion ist Opium für das Volk" nicht so sehr abwegig. Wobei ich Glaube von Religion trenne.
Gruß
Thomas