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der Feuerwehrmann

  • Starter*in Starter*in forever
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F

forever

Gast
Der Feuerwehrmann

Leute, ich wundere mich über Euch. Ich wundere mich, wenn Ihr an einer

Feuerwache vorbeifahrt und sagt:" Ich wünschte, ich hätte deinen Job"
Nur manchmal wünschte ich auch, dass Ihr in hättet.

Ich wünschte, Ihr hättet ihn gehabt, als ich zu meinem ersten Brand fuhr und mich zu Tode fürchtete.
Ich wünschte, Ihr hättet ihn, wenn ich hinten in einem Rettungswagen stehe und einen fünfjährigen Jungen
Versuche wiederzubeleben und danach das Entsetzen der Familie sehe,
wenn der Arzt ihnen sagt, dass ihr Sohn tot ist.
Was glaubt Ihr, wie ich meine Kinder in dieser Nacht festhalten wollte.
Ich wünschte jedes Mal, Ihr hättet ihn,
wenn es mal wieder um leben und Tod geht.
Ob ich meinen Job mag? Ja, ich habe ihn sehr gern!
Ja, ich liebe ihn, wenn ich ein fünfjähriges Kind vor dem Tode gerettet habe.
Ich weiß, dass ich immer mein Bestes gebe.
Ich habe es gern, wenn Kinder zur Feuerwache kommen.
Mehr Erwachsende sollten kommen. Ich achte den Respekt, den mir die Leute entgegenbringen, die wissen was ich leiste und die meinen Job kennen.
Ich habe es gern, wenn Ihr sagt:
"Danke, Feuerwehrmann, dass Du da gewesen bist".
Während ich mich also über Euch wundere, wundert Euch nicht über mich.

Ich bin nichts Besonderes, aber wenn Ihr mich braucht, dann bin ich da.​
 
Ich wünschte,
du könntest fühlen, wie es ist, ein brennendes Schlafzimmer nach eingeschlossenen Kindern abzusuchen; die Flammen schlagen dir über den Kopf hinweg, du siehst in dem Qualm keine 10 Zentimeter weit, unter der Maske fällt das Atmen immer schwerer, während des Kriechens schmerzen Handflächen und Knie, der Fußboden gibt unter deinem Gewicht nach, wenn die Küche unter dir zu brennen anfängt.

Ich wünschte,
du könntest die Furcht in den Augen einer Ehefrau morgens um halb 3 sehen, wenn ich ihrem Ehemann den Puls fühle und keinen finde. Ich beginne irgendwie mit der Wiederbelebung und hoffe wider besseren Wissens ihn zurückzuholen, aber ich weiß, dass es zu spät ist. Aber seine Frau und Familie muss ich das Gefühl geben, dass alles Mögliche getan wurde.

Ich wünschte,
du könntest den unvergleichlichen Geruch von brennenden Isolierungen, den Geschmack von Ruß auf deiner Zunge, das Gefühl der intensiven Hitze vor dem Flash-over, die durch deine Ausrüstung dringt, das Geräusch der tobenden Flammen und die Beklemmung, absolut nichts durch diesen dichten Rauch zu sehen, nachempfinden - "Sensationen, an die ich mich zu sehr gewöhnt habe, mit denen ich zu sehr vertraut bin."

Ich wünschte,
du könntest in der Notaufnahme dabei sein, wenn der Arzt das hübsche 11 Jahre alte Mädchen für tot erklärt, nachdem ich es unter Aufbietung all meiner Kräfte aus dem flammenden Inferno gerettet habe; sie wird nie zu ihrem ersten Date gehen können oder jemals wieder die Worte "Ich liebe dich, Mama!" sagen können.

Ich wünschte,
du könntest meine Gedanken lesen, wenn ich helfe, eine junge Frau aus den zertrümmerten Resten ihres Wagens zu ziehen. Was wäre, wenn es meine Frau, Schwester oder Freundin oder eine Bekannte ist? Wie werden die Eltern reagieren, wenn vor ihrer Tür ein Polizist steht, der seine Mütze nicht auf dem Kopf trägt, sondern in den Händen hält?

Ich wünschte,
du könntest wissen, wie es sich anfühlt, nach Hause zu kommen, meine Familie und meine Eltern zu begrüßen, aber nicht das Herz zu haben, ihnen zu erzählen, dass ich beinahe von meinem letzten Einsatz nicht zurückgekommen wäre.

Ich wünschte,
du könntest dir die physische, emotionale und mentale Belastung von stehengelassenem Essen, verlorenem Schlaf und verpasster Freizeit vorstellen, zusammen mit all den Tragödien, die meine Augen gesehen haben.

Ich wünschte,
du könntest die Kameradschaft und die Befriedigung, Leben gerettet oder jemandes Eigentum geschützt zu haben, erfahren, da zu sein zur richtigen Zeit am richtigen Ort, in der Gefahr oder aus Hektik und dem Chaos heraus Ordnung zu schaffen.

Ich wünschte,
du könntest verstehen, wie es ist, einem kleinen Jungen auf deinem Arm zu tragen, der fragt, "Ist meine Mama o.k.?", und es ist dir unmöglich, ihm in die Augen zu schauen, ohne dass dir die Tränen in die Augen steigen und du weißt nicht, was du sagen sollst.

Oder wie es ist, einen alten Freund zurückzuhalten, der mit ansehen muss, wie sein bester Kumpel in den Rettungswagen getragen wird, und du weißt genau, dass er nicht angeschnallt war.



Solange du dieses Leben nicht durchgemacht hast, wirst du niemals wirklich verstehen oder einschätzen können, wer ich bin, was wir sind oder was uns unsere Arbeit wirklich bedeutet.
 
Solange du mein Leben nicht durchgemacht hast, wirst du niemals wirklich verstehen oder einschätzen können, wer ich bin, was wir sind oder was uns unsere Arbeit wirklich bedeutet, denn wir sind Erzieher und machen täglich das selbe wie du durch!!!
Denn wir sind die, die die Familie und die Kinder wieder auffangen, nachdem sie bei dir das alles erlebt haben!!!
 
Solange du mein Leben nicht durchgemacht hast, wirst du niemals wirklich verstehen oder einschätzen können, wer ich bin, was wir sind oder was uns unsere Arbeit wirklich bedeutet, denn wir sind Erzieher und machen täglich das selbe wie du durch!!!
Denn wir sind die, die die Familie und die Kinder wieder auffangen, nachdem sie bei dir das alles erlebt haben!!!

man kann es wohl auf alles andere auch umschreiben... n ur darum ging es mir nicht
 
Ich meinte damit auch nicht die Gefährlichkeit des Jobs, sondern das es Menschen gibt die das Freiwillig machen, unentgeldlich, in Ihrer Freizeit, und das es auf der anderen Seite Menschen gibt für die das selbstverständlich ist, die sich noch aufregen wenn man länger als 5 min braucht. So meinte ich das 🙂
 
hmmm...jaaa, versteh schon 🙂

Aber kannst du dich nicht auch in die Menschen hinein versetzen, die sowas sagen/sich aufregen?

Ich meine ich habe riesen Respekt vor dieser Arbeit, keine Frage. Ich denke aber auch, dass die Menschen solche Äußerungen nicht böse meinen, denn es geht ja um die Situation, verstehst du? Sie möchten ihre Angehörigen etc. (von fall zu fall verschieden) nicht verlieren. Versuche auch diese Seite einmal zu sehen.
Es gibt auch andere Arbeiten, die riesigen Respekt verdient haben und diesen nicht bekommen.
 
Ich verstehe die Menschen schon ein Stück weit, ich würde wohl genaus reagieren. Aber in manchen Dingen ist es wirklich das Letzte, sich zum Besipiel über den Krach beschweren 😕
Es gibt viele Jobs denen zu wenig Respekt entgegengebracht wird, war ja nur ein Beispiel 🙂
 
Hallo forever,

was ich zum einen nicht ganz verstehe, sind deine ersten 2 Beiträge in diesem Thread.

Bist jetzt DU dieser Feuerwehrmann oder ist das ein Zitat?
(Ich dachte immer, du bist eine junge Frau..😕).

Und zum anderen,

ich glaube eigentlich schon, daß die meisten Menschen (besonders) die freiwillig Arbeitenden bei der Feuerwehr schätzen.

Ich denke auch öfters darüber nach, wie es für die Menschen sein muß, z,B. Leicheteile zusammenzusuchen,
die vom Zug überfahren urden o.ä.,..

Generell finde ich es eine gute Idee,
ab und zu daran zu "erinnern",

WAS manche Menschen oft übermenschliches leisten.

Ich finde es nur ein wenig "vorwurfsvoll", wie du das schreibst,
daher würde es mich interessieren,

ob DU so ein Feuerwehrmann bist,
dessen Arbeit zu wenig anerkannt wird..😕.

Das würde mir leid tun,

denn ich denke auch, daß viele "Jobs dieser Art" mehr Anerkennung verdienen.
Oder vielleicht einfach öfters registriert werden, was sie da leisten.

Eben, weil man sich mit soviel Leid konfrontiert, das wirklich schwer zu ertragen ist.
 
Das liegt wohl einfach daran, dass man oft so in seinem eigenen Tagwerk eingesponnen ist, dass man den Blick für Anderes verliert. Ich bin z.B. auch so ein lärmempfindlicher Mensch, Krach = Stress bei mir. Ergo hab ich mich schon öfter über eine laute Sirene geärgert. Wohlgemerkt ohne in dieser Sekunde über die Sache nachzudenken. Das ist einfach ein Gefühl "ein lauter, schneidender Ton = ich erschrecke = ich ärgere mich". Wenn ich 2 Sekunden nachdenke, weiß ich auch, dass da Leute unterwegs sind, um Andere zu retten und das mein Genervtsein in keiner Relation dazu steht. Ich würd nie auf die Idee kommen, mich da drüber ernsthaft zu beklagen. Aber in der Momentaufnahme ist das gefühlt eben doch anders.

Grundsätzlich stimmt es: Wer selbst nicht so einem Beruf oder Ehrenamt nachgeht, erfasst die Dimension der (seelischen) Belastung wohl meistens nicht. Von Berufswegen flattern mir auch immer mal Unfallfotos auf den Tisch samt der dazugehörigen Nachrichtenmeldung. Manchmal denk ich da auch: Oh Gott, in dem Blechknäuel waren noch Menschen drin? Manchmal - im Stress - nehm ich mir die Zeit für solche Gedanken nicht.

Aber klar, wenn ich mir vorstelle, da fährt ein 18- oder 20-Jähriger zu seinem ersten "ernsten" Einsatz als Feuerwehrmann und sieht dann da tote oder schwerstverletzte Menschen - eigentlich kann man echt nur den Hut ziehen vor Menschen, die diese Arbeit leisten und das zum Teil über Jahrzehnte und mit sicher vielen schlimmen Bildern im Kopf.
 

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